Theater unterm Dach
Manuel Garelli
„Keine Angst.“ Ein Satz, der leicht gesagt ist. Ein Satz, der beruhigen soll. Doch Angst ist allgegenwärtig. Der gesellschaftliche Rechtsruck und das Erstarken rechtsextremer und rechtsradikaler Positionen in den Parlamenten machen vielen Angst. Wovor fürchten wir uns genau? Was machen wir mit dieser Angst? Und was hilft, ihr etwas entgegenzusetzen?
„Das große Nein“ erzählt von Konrad Latte, Leo Borchard, Ruth Andreas-Friedrich und ihren Mitstreiter*innen. Sie alle einte die Abscheu gegen den nationalsozialistischen Terror, die Ablehnung des NS-Regimes und seiner völkischen Ideologie. Ihr Widerstand war nicht das Ergebnis von politischem Aktivismus oder religiöser Überzeugung. Ihr Widerstand war rein menschlich motiviert.
In Berlin unterstützten sie Verfolgte, organisierten Lebensmittel, Verstecke und gefälschte Papiere. Ihre zunächst im Verborgenen stattfindende Opposition mündete in den letzten Kriegsmonaten auch in öffentlichen Protest: Im April 1945 schrieben sie in einer nächtlichen Aktion ein weithin sichtbares NEIN an Mauern und Anschlagtafeln und verteilten Flugblätter gegen Hitlers Politik. Erst nach dem Krieg wurde dieser Freundeskreis als Widerstandsgruppe „Onkel Emil“ bekannt.
Der Abend „Das große Nein“ erzählt von Angst und Verfolgung, aber auch von Unterstützung, Solidarität, Zusammenhalt und dem Mut, auch in höchster Gefahr zu handeln. Er fragt: Wo beginnen Opposition und Widerstand? Wie konnte Zivilcourage in einer Diktatur aussehen? Und wann und wo widersprechen wir heute?
NEUE SPIELSTÄTTE!
Liebes Publikum,
aufgrund von Sanierungsarbeiten finden Sie das Theater unterm Dach seit April 2026 an einer neuen Spielstätte:
Theater unterm Dach
Schönfließer Straße 7
10439 Berlin
Mit: Daniel-František Kamen
Regie und Text: Katja Lehmann
Dramaturgie: Pauline Utecht
Regieassistenz: Manuel Garelli
Veranstaltungstechnik: Oliver Gayk und Robert Schüller
- 14.11.2026 20:00 Reservierung
- 15.11.2026 20:00 Reservierung
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