Uraufführung
#heimatliebe
von Katja Lehmann
T.C. Juon

Klara ist Influencerin: klug, witzig, engagiert und – sie ist rechtsextrem. Obwohl sie das nie so sagen würde. Sie ist Patriotin, konservative Feministin, Heimatverliebte. Zwischen Selfies, Reisetipps und Koch-Tutorials kämpft sie für ein traditionelles Frauen- und Familienbild, hetzt gegen „Messermigranten“ und den „linksgrünen LGBTQI-Staatsfeminismus“. Sie spielt ein gefährliches Spiel um Wahrnehmung und Sichtbarkeit, das den Regeln der Algorithmen folgt – mehr Provokation, mehr Likes, mehr Reichweite.

Das Stück nimmt uns mit auf ihrer Reise nach rechts, tief hinein in den Kaninchenbau von Weltverschwörungserzählungen, antisemitischen und rassistischen Ideologien und Vorurteilen. #heimatliebe zeigt den toxischen Einfluss der sozialen Medien und stellt die Frage: Gibt es etwas, was die „Verschiebung der Grenzen des Sagbaren“ umkehren, das die Spirale aus Angst, Hass und Gewalt stoppen kann?

ACHTUNG: Die Vorstellungen finden in der Kulturmarkthalle, Hanns-Eisler-Str. 93 10409 Berlin

Mit: Laura Louisa Garde

Regie und Text: Katja Lehmann

Kamera und Schnitt: Till Caspar Juon

 

Mit freundlicher Unterstützung von

Jakob Nima Lindenberg und Merle Wasmuth (Sprecher:innen)

Melanie Ahlers und Steffi Blandow-Wechsung, Bündnis Aufstehen gegen Rassismus

Dr. Gudrun Heinrich, Leiterin der Arbeitsstelle Politische Bildung an der Universität Rostock

Dr. Maik Fielitz, Co-Leiter der BAG „Gegen Hass im Netz“

 

Eine Produktion des Theater unterm Dach in Kooperation mit der KulturMarktHalle, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Förderprogramm von Kinder-, Jugend- und Puppentheatern und Akteur*innen im Bereich der Perfroming Arts für ein junges Publikum (kiA-Programm Pankow 2022) und dem Bezirkskulturfonds des Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, FB Kunst und Kultur