Freunde des THEATER UNTERM DACH
logo
WILLKOMMEN
THEATER UNTERM DACH
SPIELPLAN
AUF TOUR
KARTEN/PREISE
KONTAKT
IMPRESSUM
Datenschutzerklärung

Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 
FEBRUAR 2020

 

Do     20.02.     20 Uhr
Fr      21.02.     20 Uhr





                                     Foto: Produktion

metzner&schüchner
NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN
Eine musikalische Erblastbearbeitung

von und mit: Mareile Metzner & Christoph Schüchner

„Ein Pausenbrot wird aufgegessen, sonntags streiten wir zu Bach, Blut ist dicker als Wasser, und Toleranz machen wir hübsch draußen…“ 
Anhand ihrer persönlichen Familiengeschichte nehmen metzner&schüchner die Folgen von Krieg, Flucht, Extremismus, Identitäts- und Heimatverlust unter die Lupe und die Traumata und Neurosen ihrer Kriegs- und Nachkriegseltern aufs Korn. Zum Soundtrack ihrer Kindheit und Jugend operieren sie sich selbst am offenen Herzen und legen die (erb)ärmlichsten Auswüchse ihrer Erziehung frei. Aber wer wird sich denn von Erblastern den Spaß verderben lassen? Schließlich hat man jetzt selber Kinder. Den Dämonen der Vergangenheit ins Gesicht gelacht und Zusammenhänge hergestellt, wo welche sind! Und vielleicht sind am Ende alle ein Stückchen weiser...

„Schauspielpaar Metzner und Schüchner glänzt am Theater an der Glocksee.“
(Michael Lange, Neue Presse Hannover)

„Ein mutiges Werk.“ (Andreas Dehne, Haller Tagblatt)

„Ergriffenheit und Stille. Dann frenetischer Applaus.“ (Christoph Huppert, ndz.de)

 https://www.youtube.com/watch?v=8TaJJ4M-w08
 


 

Sa     22.02.     20 Uhr
So     23.02.     20 Uhr










                                     Foto: Domenik Lapp

EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von Heidi Zerning
Eine Szenische Lesung

mit: Anne-Catrin Märzke und Lorris Blazejewski

Es ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunden, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine gemeinsame Kunstgalerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutschland zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brieffreundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wider und mit jedem Poststempel nähert sich die Freundschaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität.
 


 

Do     27.02.     20 Uhr
Fr      28.02.     20 Uhr






                                    Foto: Josefine Hüttig

Uraufführung
DIE GESCHWISTER
nach einer Erzählung von Brigitte Reimann
szenische Lesung

Spiel: Inga Bruderek, Ole Eisfeld, Friederike Pöschel, Lutz Wessel
Regie/Ausstattung: Ariane Kareev
Textfassung: Friederike Pöschel und Inga Bruderek
Produktionsleitung: Inga Bruderek und Friederike Pöschel 

"...Zu wem hätte ich denn gehen sollen-heute, als ich begriffen hatte, dass ich meinen Bruder verlieren würde? Morgen wäre Uli abgereist... Ich ging zur Tür, alles drehte sich in mir. Ich fand die Klinke und draussen im Flur hielt ich mich eine Weile an der Klinke fest, während ich auf seine Stimme wartete..." 

Ostern 1961. Elisabeth, eine junge Malerin, erfährt, dass ihr über alles geliebter Bruder Ulrich in den Westen fliehen möchte. Ulrich sieht für sich keine Zukunft mehr in der DDR, an die er einst geglaubt hatte. Elisabeth ist verzweifelt und fragt sich: Was wird bleiben von ihrer Liebe und ihren gemeinsamen Idealen, wenn jeder in einem anderen Teil Deutschlands lebt? Sie will, sie muss Ulrich aufhalten und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Sie hat noch anderthalb Tage Zeit.

In ihrer 1963 erschienenen Erzählung verarbeitet Brigitte Reimann die menschlichen Konflikte der deutschen Teilung, deren Lösung mit dem Bau der Berliner Mauer in unendliche Ferne zu rücken schien.
Auf was für ein wiedervereintes neues Deutschland schauen wir heute 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer?

Aufführungsrechte: Aufbau-Verlag
Gefördert von der Rosa Luxemburg-Stiftung
In Kooperation mit dem Theater unterm Dach, Theaterforum Kreuzberg und Tribuene Berlin 
 


      

Sa     29.02.     20 Uhr








                                          Foto: Richard Engel

„OHNE EIN GEWISSES QUANTUM AN MUMPITZ,
 GEHT ES NICHT,
 NUR DER IRRTUM IST DAS LEBEN“
(Theodor Fontane)
 Eine Entdeckungsreise mit Musik 
 
Mit: Petra Kelling, Nadja Engel und Band ,,Parzelle 4“

Fontane? Das Fontanejahr ist doch vorbei… Was heißt das denn? “Fontane wird immer aktueller“, schreibt Kästner und das ist so. Sein Lebensweg ist zum Staunen. Eigenwillig war er, unangepasst, geliebt und gehasst wurde er, je nachdem. Fontane passt in keine Schublade.

„Ich habe es rechts versucht,
 Ich habe es links versucht,
 Ich bin einfach nur Theodor Fontane"
  
Wir wünschen Ihnen mit Fontane und dem Ensemble VIEL VERGNÜGEN. 
 


 
MÄRZ 2020

So     01.03.     20 Uhr









                                           Foto: DiLenz

Erzählkunst zu Gast im TuD
BRUDER, DU!
Erzähltheater im Stil des koreanischen Epengesangs P’ansori “Hungbu & Nolbu”

... roh und gekocht, witzig und scharf,
    dramatisch und musikalisch,
    zum Weinen, zum Lachen ...


mit: Soogi Kang (Erzählung, Gesang, Percussion)

In diesem satirischen Solo-Erzähltheater in Stil und Art der koreanischen Epengesangsform P’ansori wird die Geschichte von zwei ungleichen Brüdern erzählt, dargestellt und gesungen in deutsch und koreanisch mit Life Percussion.
Der eine, der steht oben. Der andere steht unten.
Der eine, der hat Perlen, der andere nicht einmal Schuhe.
Der eine macht die Regeln, der andere muss sich ihnen beugen.
Beide zusammen sind sie der Bruder des anderen.

Ausgangspunkt ist der koreanisch-sozialkritische Epengesang “Hungbu-Ga”, die Geschichte zweier Brüder, beide so verschieden wie Tag und Nacht. Der eine ist geschlagen von egozentrischen Leidenschaften und Blindheit gegenüber sozialer Verantwortung; dem anderen hingegen gelingt es trotz seiner selbstlosen Zugewandtheit zum Nächsten nicht, Halt im Leben zu finden. Im Wechsel zwischen Pathos (Spannung) und Humor (Entspannung) entfaltet sich die Beziehung beider Brüder zu einem Bogen von äußerer und innerer Armut zu geistig-sozialem Reichtum.

P’ansori ist eine epische Gesangsform aus Korea: ein Sänger-Erzähler erzählt, singt, mimt, spielt eine Geschichte und deren Protagonist*innen, begleitet von einem*r Trommler*in. Im Milieu der Wander-schausteller zur Welt gekommen, an den Fürstenhöfen Koreas zur Kunst gewachsen, gehört diese über die Jahrhunderte praktizierte Lied-Drama-Form zu den interessantesten Gesangs- und Erzähltheater-künsten der Welt. 2003 wurde dieses ‚Singing Solo Theatre‘ in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Soogi Kang
ist in Süd-Korea, Pohang geboren. Sie studierte Modernes Theater im E-JOE-THEATER in Seoul; koreanischen Maskentanz BOSANG-SAN bei Meister Yoo-Kyoung Kim; spezialisierte sich auf drei Volksgesang Stile Süd-Koreas - NAMDO-SORI und PAN SORI. Lebt und arbeitet seit 1986 in Berlin als Schauspielerin für Film und Theater, als Erzählerin und als Pädagogin für Theater, Stimme, Bewegung, Gesang und Erzähltheater. Sie ist Mitbegründerin von THEATER SALPURI und 1.Vorsitzende des ERZÄHLKUNST e.V.
 


  

Sa     07.03.     19 Uhr   Premiere
So     08.03.     19 Uhr
Mo    09.03.     10 Uhr
Di     10.03.      10 Uhr




                                               Foto: Karsten Bartel

Theater o.N. zu Gast im TuD
WIE KANN ICH STEHEN IN EINER WELT, DIE KIPPT?
Fragen an eine Generation, die vor 30 Jahren jung war.
(12+)

Mit: 17 Schüler*innen der Klasse 6b der Thalia Grundschule Berlin
Idee, Konzept: Cindy Ehrlichmann
Regie: Cindy Ehrlichmann, Iduna Hegen
Musik: Doreen Kutzke, Steffen Petzold
Dramaturgie: Dagmar Domrös
Grafische Beratung: Sophia Martineck
Produktionsleitung: Katharina Bischoff
Pädagogische Begleitung: Heike Krowoza, Beatrice Elsner
Presse: Fellmedia Berlin
Technik und Licht: Robert Lange
Foto und Film: Karsten Bartel

»Viele Kindheiten fanden statt auf den emotionalen Müllhalden der Eltern! « sagt Ines Geipel und bezieht sie sich auf die Menschen, die 1989 noch sehr jung waren und in Ostdeutschland lebten. 
30 Jahre nach dem Fall der Mauer richtet das Theater o.N. zusammen mit 17 Schüler*innen der Thalia Grundschule aus Berlin Friedrichshain in einem forschend-dokumentarischem Theaterprojekt den Blick auf die, die in der damaligen Umbruchsituation 11-15 Jahre alt waren. Wie haben sie die Zeit erlebt? Was haben ihre Eltern gewagt, gewonnen oder verloren? Haben sie viel diskutiert, wurden sie politisch aktiv? Was hat die »Erfahrungswucht« im Jahr 1989 mit ihnen und ihrer Suche nach Identität gemacht? | Auf Grundlage der gesammelten Geschichten ist eine Inszenierung entstanden, in der die Schüler*innen gemeinsam mit zwei Musiker*innen ein Bild von der Generation der »Umbruchskinder« zeichnen und ins Verhältnis zu den Herausforderungen setzen, mit denen die Kinder und Jugendlichen sich heute konfrontiert sehen.

Das Projekt ist Teil der Reihe „Freiheit. Umbruch. Widerstand“ am Theater o.N. und entsteht mitfreundlicher Unterstützung des Theater unterm Dach. Gefördert von: Fonds Soziokultur,Senatsverwaltung für Kultur und Europa, TUSCH Berlin und Projekt „Aufbruch1989 Erinnern2019“.
 


 

Di     10.03.      20 Uhr








  



                                                Foto: Gabi Nagel

HOR-Künstlerkollektiv
„DIE PAULA WOHNT IN EINEM GRÜNEN HAUS “
 Ein Abend für die Berliner Dichterin Paula Dehmel (1862-1918)

mit Texten, Video und Musik von und mit:
Astrid Rashed, Gabriele Nagel und Peter Schindler

Deine Gedichte,
Deine Reime, Deine Märchen,
Deine Kinder, Dein Mann, Sein Werk,
Seine Bedürfnisse, Seine Frauen, Seine Liebe,
Deine Liebe, Deine Herkunft, Deine Freiheit,
Deine Musik, Deine Größe
Dein Leben.

Eine Berliner Frauenbiografie um die Jahrhundertwende.
Zwischen jüdischer Herkunft und christlicher Ehe, offener Beziehung und Dreiecksgeschichte, im Schatten eines erfolgreichen Mannes, findet sie in Märchen und Gedichten für Kinder ihre persönliche künstlerische Ausdrucksform und Freiheit.
In Briefen und Dokumenten, gemischt mit Texten aus ihrem Werk, will dieser Abend der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Dichterin Aufmerksamkeit schenken.
Als Auftakt zu einem Kinderprogramm, das nach Ostern am Schlossplatztheater Köpenick Premiere
haben wird uns später auch am TuD gezeigt werden wird.
 


 

Do     12.03.     20 Uhr
Fr      13.03.     20 Uhr




                                            

                                        Foto: Dorothee Tuch

DER RESERVIST
von Thomas Depryk
Aus dem belgischen Französisch übersetzt von Frank Weigand

Regie: Suzanne Emond
Es spielen: Helge Gutbrod, Thorsten Hierse, Carla Weingarten
Live Musik: Tobias Vethake

Perfekt, sage ich mir ...nachdem es wirklich nichts für mich zu tun gibt, gehöre ich eben zur Reserve!“

Das ist die Geschichte von einem Typen, der nach einer Alternative zu dem Modell sucht, das man
ihm vorgibt. Ein Naivling halt. Oder ein Parasit. Aber das klappt nicht. Am Ende ist er auf jeden Fall der Gelackmeierte.

Das ist die Geschichte von einem Mann, der sich nicht zugehörig fühlt. Ein Mann, der seinen Platz nicht findet. Der keine Arbeit hat. Dem man aber erklärt hat, dass er eine Arbeit finden muss. Ein Mann, der sich umschaut, wenn er zum Jobcenter geht, ohne wirklich zu verstehen, was er dort soll. Eines Tages macht er einen Schritt zur Seite und beschließt sich selbst als Teil der Reserve an verfügbarer Arbeitskraft zu betrachten. Ein Reservist. Wie bei der Armee. Und an dem Tag, an dem man ihm den Job anbietet, der hundertprozentig zu ihm passt, wird er bereit sein.

„Der Reservist“ ist eine satirische und impertinente Parabel über Arbeit und Sozialpolitik. Das Stück des belgischen Autors Thomas Depryck gewann 2016 den Internationalen Autorenpreis beim Heidelberger Stückemarkt.
 

https://www.youtube.com/watch?v=X61_WguHD-E
 



Sa     14.03.     20 Uhr 
So
     15.03.     20 Uhr
                           



 

                                              Foto: Klaus Knittel

Uraufführung
DIE EWIGKEIT IM DAZWISCHEN
von Heike Falkenberg

Regie: Christine Kabisch
Schauspieler: Manuel Mairhofer, Heike Falkenberg
Produktionsmitarbeit: Nadine Aßmann

"DIE EWIGKEIT IM DAZWISCHEN" ist eine tragikomische Parabel über Machtmissbrauch und Selbstbetrug. Der junge, charismatische Goronzi steht plötzlich im Garten der alternden Egozentrikerin Ines. Die Begegnung beginnt einer geheimnisvollen Choreographie zu folgen. Ines bietet dem einsilbigen Fremden Asyl und Unterstützung an. Ein Akt der Menschlichkeit? Hat er sie tatsächlich um Hilfe gebeten oder ist sie diejenige, die Rettung sucht?
Die Protagonisten belauern sich misstrauisch und scheinen unheilvoll miteinander verstrickt zu sein. Warum kann er nicht gehen und warum kann sie ihn nicht gehen lassen?

Aufführungsrechte Per H. Lauke Verlag Hamburg
 


 

Di     17.03.     20 Uhr


                 

Foto: SLUB Dresden/ Deutsche Fotothek/ Gerd Danigel

                         
Konzert
Jazz am Helmholtzplatz zu Gast im TuD

mit: Erik Leuthäuser (vocal
       Conrad Steinhoff (Bass)
       Felix Römer (Klavier)
 
Sein neues Album hat der junge und bereits international anerkannte Jazzsänger Erik Leuthäuser der amerikanischen Sängerin Irene Kral gewidmet, die als Teenager bereits berufliche Erfolge erzielte. Mit Laurindo Almeida gewann sie einen Grammy, arbeitete mit Shelly Mann, Woody Herman, Herb Pomeroy und im Quintett mit Buddy Collette. Außerdem nahm sie zwei melancholisch anmutende und sehr poetische Alben im Duo mit dem Pianisten Alan Broadbent auf: "Where is love" (1974) und "Gentle Rain" (1977). Diese beiden Platten, die die hektische Schnelllebigkeit des Alltags vergessen lassen und eine seelische Auszeit ermöglichen, haben Erik Leuthäuser für sein neues Album inspiriert, das er unter anderem im A-Trane, im b flat und in der deutschen Oper präsentiert. Zusammen mit dem aufstrebenden und swingenden Conrad Steinhoff am Bass und Felix Römer am Klavier ist er im März im Theater unterm Dach zu erleben!

Bisher ist Erik Leuthäuser mit deutschen Texten, selbstkomponierten Stücken, altbekannten Standards und experimentellen Gesängen (Loop) an die Öffentlichkeit getreten. Es ist die Gelegenheit, ihn noch einmal in einem intimeren Rahmen in Berlin zu erleben, bevor die großen Bühnen dieser Welt für ihn zum Zuhause werden. "I like you, you' re nice" - stellen wir uns einfach mal vor, dass Irene Kral den Song vielleicht Erik Leuthäuser gewidmet hätte.

 



 

Do     19.03.     20 Uhr
Fr      20.03.     20 Uhr






                                      



                                  Foto: Christoph Schüchner

metzner & schüchner
BREAKING BRUNHILD
von und mit Mareile Metzner, Till Josa Paar & Gäste

Künstlerische Leitung / Text / Spiel: Mareile Metzner
Live-Musik / Arrangements: Till Josa Paar
Dramaturgische Beratung: Christoph Schüchner / Alexandra Süßmilch

BRUNHILD ist enttäuscht! Buchstäblich. Von wegen Gleichberechtigung, Toleranz, Solidarität,
Weltfrieden. Von wegen „Nie wieder Faschismus“. Und vom Klima ganz zu schweigen! Wie
zuversichtlich ist sie im letzten Jahrhundert ins Erwachsenenleben gestartet - und jetzt?
Zu einer Live-Talkshow mit literarisch-musikalischer Bestandsaufnahme lädt Mareile Metzner alias BRUNHILD ein ins deutsche Wohnzimmer und fragt nach dem Wesen einer kulturellen Identität. Gibt’s die? Wenn ja, wie viele? Was soll man bewahren, was sich bewahren, was kann weg?

BREAKING BRUNHILD ist ein Abend zwischen Auf- und Zusammenbruch, Ethik und Etiketten.
Eine (An)Klage. Ein (Ab)Gesang. Eine (Ver)Dichtung. Ein (Mani)Fest. Mit Balladen, Liedern, Herz, Hand und Hirn. Und vor allem mit Gästen von überall und nebenan.

www.mareile-metzner.de
 


 

Sa      21.03.     20 Uhr
So      22.03.     20 Uhr





                                              Foto: Produktion

UNTERTAN - Wir sind Dein Volk
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann

Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger

Vor über 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, “ war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete….“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt.
Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt. In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.
 


 

Do     26.03.     20 Uhr  Premiere
Fr      27.03.     20 Uhr
Sa     28.03.     20 Uhr







Agentur für Anerkennung
DAS TWITTERN DER NACHTIGALL UND ANDERE
GESCHICHTEN AUS DER ANTIKEN MeTooLOGIE


Text: Agentur für Anerkennung
Regie, Musik: Reto Kamberger
Ausstattung: Ute Lindenbeck
Spiel: Anna Dieterich
 
Die eine wird in eine Kuh verwandelt und kann nur noch muhen, eine andere muss nachplappern, was schon gesagt ist. Und wenn eine partout nicht schweigen will, dann wird ihr kurzerhand die Zunge raus-gerissen.
In Ovids Mythensammlung bleibt die Rede – und besonders die öffentliche – Sache der Männer. Bis heute werden Frauen in der Öffentlichkeit nicht gehört oder überhört. Ist #MeToo ein Wendepunkt?
Werden die Frauen jetzt gehört. Die Geschichten, die durch #MeToo bekannt wurden, gaben erstmals Anlaß zur Hoffnung, aber kann ein Hashtag eine 2500 Jahre währende Tradition ändern?
Ein Erzählabend von und mit der Agentur für Anerkennung.
 


 

So     29.03.     20 Uhr








                                                    Foto: Produktion

Erzählkunst zu Gast im TuD
DIE WELT EIN EILAND, IN MIR DAS BRAUSENDE MEER:
Geschichten von nahen & fernen Inseln.

Erzählerin: Johanna Gerosch

Johanna Gerosch erzählt von Wagnis und Isolation, von Verdammnis und verborgener Glückseligkeit,
von Aufbruch und Untergang, von Mutter Moneiba am Grunde des Ozeans, verinselten Menschen und von welchen, die sehr tief graben. Denn „Das Paradies mag eine Insel sein. Die Hölle ist es auch.“ (J.Schalansky)

Johanna Gerosch studierte Schauspiel an der staatlichen Theaterakademie Hamburg und
Theaterpädagogik in der Universität der Künste in Berlin.
2018 gewann sie den Nachwuchspreis beim Gute Stube Erzählfestival München und erzählt seither deutschlandweit für Menschen jeden Alters - auf Bühnen oder in Wohnzimmern, für Jung oder Alt,
Modernes, Traditionelles, selbst Erlebtes. Was zählt, ist die Notwendigkeit der Geschichte - denn
Geschichten haben die Macht, Menschen zu erwecken und Menschen können die Welt verändern.

Johanna Gerosch: Berührend, leidenschaftlich, mutig, wahrhaftig, echt.” (Jury Nachwuchspreis)“Eine seelenberührende Reise” (Zuschauerinnenstimme)

www.johannagerosch.de
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de