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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
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Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 


September 2019
 

 

Do      19.09.     20 Uhr   Premiere
Fr       20.09.     20 Uhr





                                           Foto: Produktion

UNTERM TEPPICH
Der Krieg, meine Eltern und ich.  

szenische Collage

Konzept / Dramaturgie: Ilona Schulz / Dania Hohmann
Texte / Textbearbeitung: Ilona Schulz
Regie: Dania Hohmann
Ausstattung: Eva-Maria Henschkowski / Lolita Hindenberg
Schauspiel: Ilona Schulz
am Klavier: Jenny Ribbat 

„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts ver­stan­den, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“ Soren Kierkegaard

1945, Stunde Null. Hinter „uns“ der zerstöre­rische Größen­wahn, vor „uns“ die Zerstörung. Dieses Sprachbild zeigt das Ausmaß und die unfassbare, perfide organisierte Ver­nichtung der jüdischen Bevölkerung. Das ist so ungeheuer­lich, dass daneben alles andere Leid verblasst. Aber es ist da. Millionen Deutsche stehen vor dem Scherben­haufen ihres eigenen kleinen Lebens, Über­lebens, geplatzter Träume, zerstörter Heimat, Flucht, Vertrei­bung und den Verlust nahe­stehender Menschen.
Was passiert mit den Menschen der schuldi­gen Nation? Wohin mit Scham, Schuld­gefühlen, Trauer über Verlorenes, Wut über Verblendung, Ent­täuschung, Verletzung, Erschöpfung?
Keine Zeit: Wiederaufbau. Die keimende Hoffnung, doch noch einen kleinen Zipfel Glück zu erwischen oder wenigstens Frieden, ein bißchen „Normalität“ – Liebe vielleicht – man will nach vorne schauen und nicht zurück. Aber wohin mit der eigenen Not?
Unter den Teppich!

Auf der Grundlage einer Auswahl von Briefen der Eltern der Schauspielerin Ilona Schulz von Kriegsende 1945, Flucht, Gefangenschaft und Rückkehr, haben Dania Hohmann und sie eine Collage erstellt. 

 

 


 
Sa     21.09.     20 Uhr
So     22.09.     20 Uhr










                                  Foto: Christoph Schüchner

metzner&schüchner
BREAKING BRUNHILD
von und mit Mareile Metzner, Till Josa Paar & Gäste

Künstlerische Leitung / Text / Spiel: Mareile Metzner
Live-Musik / Arrangements: Till Josa Paar
Dramaturgische, gestalterische Beratung: Christoph Schüchner / Alexandra Süßmilch

BRUNHILD
ist ent-täuscht! Buchstäblich. Von wegen Gleich­berechtigung, Toleranz, Solidarität, Welt­frieden. Von wegen „Nie wieder Faschismus“. Und vom Klima ganz zu schweigen! Wie zuversichtlich ist sie im letzten Jahr­hundert ins Erwachsenen­leben gestartet – und jetzt? Zu einer Live-­Talkshow mit literarisch-­musikalischer Bestands­aufnahme lädt Mareile Metzner alias BRUNHILD ein ins deutsche Wohn­zimmer und fragt nach dem Wesen einer kulturellen Identität. Gibt’s die? Wenn ja, wie viele? Was soll man bewahren, was sich bewähren, was kann weg?

BREAKING
BRUNHILD ist ein Abend zwischen Auf- und Zusammen­bruch, Ethik und Eti­ket­ten. Eine (An)Klage. Ein (Ab)Gesang. Eine (Ver)Dichtung. Ein (Mani)Fest. Mit Balladen, Liedern, Herz, Hand und Hirn. Und vor allem mit Gästen von überall und nebenan.
 


  

Mi     25.09.     20 Uhr







                                  Foto: Andreas Rüttenauer

LENINGRADER BLOCKADE

Tragödie und Mythos

Ein multiperspektivisches Theaterprojekt
Gemeinschaftsproduktion des Drama Panorama e.V. (Berlin)
undTeatr Pokoleniy (Sankt Petersburg)

Autorin: Elena Grëmina
Regie: Eberhard Köhler
mit: Susanne Hoss, Elena Polyakova, Stepan Beketov, Zenya Anisimov, Svetlana Smirnova
Bühne/Kostüm: Danila Korogodsky
Dramaturgie: Yvonne Griesel
Übersetzung:    Irina Bondas, Yvonne Griesel

67 Geschichten aus 871 Tagen der "Blokada".
Weit über eine Million Menschen sind zwischen dem 8. September 1941 und dem 25. Januar 1944 in der von der Wehrmacht eingeschlossenen Stadt Leningrad ums Leben gekommen. Die Erinnerung an eines der schwersten Kriegsverbrechen der Wehrmacht könnte in Russland und Deutschland nicht unterschiedlicher sein. In der einst belagerten Stadt gibt es eine Art verordnete Erinnerung an die „Blokada“. Die Zeit des Leidens wird als Heldengeschichte erzählt. Opfergeschichten haben bei der Schilderung des siegreichen Kampfes gegen des Faschismus kaum Platz.
In Deutschland droht die Erinnerung an die Blockade ganz zu verblassen. Sie ist eine Leerstelle in der Erinnerung. Ist eine Verständigung über diese große Katastrophe noch möglich? Die russisch-deutsche Koproduktion möchte genau das ausloten.
67/871 ist der Versuch, einen Graben zu überwinden. Dabei arbeiten deutsche und russische SchauspielerInnen zusammen an dem Text, den die Moskauer Theatermacherin Elena Gremina aus dokumentarischem Material gebaut hat.

Das Projekt wurde 2017 von der Stiftung EVZ sowie der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

 


 
 Do      26.09.      20 Uhr










                                                  
                                          Foto: Marcus Lieberenz

GRETE

Nach Goethes Faust
Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Regieassistenz: Nora Otte
künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger

Mit der Premiere von GRETE vollendeten die Regisseurin Anja Gronau und die Spielerin Claudia Wiedemer ihre Trilogie der klassischen Mädchen: KÄTHE, JOHANNA, GRETE – drei junge Mädchen, vierzehn-, fünfzehnjährig, getrieben vom Furor des Erwachsenwerdens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. Käthe von Heilbronn, Johanna von Orleans, Grete aus der deutschen Kleinstadt – alle drei geben sich bedingungslos einer Leidenschaft hin, die ihre Welt von Grund auf verändert…

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Anja Gronau und Claudia Wiedemer geben dem Gret­chen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.
Zerscheitern und zu Grunde gehen – diese Unbedingtheit im Handeln, nicht nur alle Schran­ken der bürgerlichen Existenz, sondern alle Bedingungen des Lebens selbst hinter sich zu lassen, formuliert Faust. Gretchen handelt danach.
Mit ihrem Blick hinter die Kulissen untersuchen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blondzopfigen Mädchen bietet.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..

Diese Inszenierung wurde mit dem Friedrich-Luft-Preis 2004 ausgezeichnet.
 


 

Fr     27.09.     20 Uhr im Anschluss
theaterscoutings- Publikumsgespräc
h

Sa    28.09.     20 Uhr


                                        Foto: Produktion

EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von Dorothee Böhm
szenische Lesung

mit: Anne-Catrin Märzke und Thaddäus Meilinger

Das ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunden, die Anfang des 20. Jahr­hunderts eine gemein­same Kunst­galerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutsch­land zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brief­freundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wieder und mit jedem Post­stempel nähert sich die Freund­schaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität, das im vergangenem Jahr 80. Jubiläum feierte.

 



So     29.09.     20 Uhr







                                        Foto: Produktion

Erzähklkunst zu Gast im TuD
KÄTHE 35
Biographie eines Hauses

Erzählerin: Britta Wilmsmeier
Live-Musik: Roman Ott

„Sie klopfte an, ganz unvermittelt, ich hieß sie herzlich willkommen und war doch überrascht, dass sie auf einmal in MEIN Zuhause eindrang. Geschichte. Seit ihrem Besuch war nichts mehr wie vorher.“

Vor zwei Jahren stand Britta C. Wilmsmeier vor einem Bild des DDR-Fotografen Harf Zimmermann. Auf dem Foto aus dem Jahr 1986 war eine Frau mit einem dicken Hund zu sehen - auf IHREM Balkon. Wer war diese Frau und wer hatte noch alles in ihrer Wohnung, in ihrem Haus gewohnt? Sie begann Stein für Stein ihres Hauses in der Käthe-Niederkirchner-Straße umzudrehen. So lernte sie zwei Juden kennen, die einst in ihrem Haus gelebt hatten und überlebten, weil ihre Eltern sie 1939, als kleine Jungs, nach Frankreich schickten. Mutter und Großmutter wurden von den Nationalsozialisten ermordet, wie weitere 63 Bewohner ihres Hauses.
Keine Türklinke, kein Treppengeländer konnte berührt, kein Blick durch ein Fenster getan werden, ohne dass sich ihr Geschichte und Geschichten aufdrängten. Sie wurde eingeholt von Fragmenten aus 100 Jahren Berliner Vergangenheit, die nun zu Teilen ihres Lebens wurden. Die Geschichtsatome, die sie sonst aus gebührendem Abstand beobachtet hatte, klebten auf einmal an ihr. Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen, dass es genauso war wie in der Geschichte „Die drei Geschlechter“ des Rabbi Baal Shem Tov. In Vergessenheit geraten die Fakten, das was bleibt sind die Geschichten.
Aber wer erzählt hier wem seine Geschichte?

Britta C. Wilmsmeier begibt sich auf eine Reise zum steinernen Zeugen eines Jahrhunderts voller Geschichte und Geschichten. Ihr Erzählprogramm wird musikalisch kommentiert von dem Jazzmusiker, Komponisten und Hausmitbewohner Roman Ott.
 


 

OKTOBER 2019

 

Do      03.10.      20 Uhr
Fr       04.10.      20 Uhr
Sa      05.10.      20 Uhr





                                  Foto: Ashley Wright

SEHNSUCHT NACH DER SEHNSUCHT
Bildnis einer dekadenten Seele.


Regie/ Dramaturgie: Katarzyna Makowska-Schumacher
Musik (Komposition): Bardo Henning
Choreografische Unterstützung: Max Makowski
Bühne: Andre Putzmann
Kostüme: Michal Marczewski
Es spielen: Wolfgang Hütter (Ego)
Hannah Prasse (Rot)
Katarzyna Makowska-Schumacher (Grün, Alter Ego-Offstimme)
Kerstin Richter/ Elisabeth Taraba (Gelb)
Philipp- Manuel Bodner (Künstler 1)
Josephine Nahrstedt (Künstler 2)

Eine szenische Komposition mit Bildern, Musik, Sprache und Gesang, in deren Zentrum ein Schöpfer... ein Künstler... ein Dekadent steht. Inspiration für das Künstlerbildnis waren Künstler der Moderne: Edvard Munch, August Strindberg, Richard Dehmel, aber vor allem Stanislaw Przybyszewski, „der geniale Pole“, wie ihn August Strindberg nannte. Alle trafen sich in ihrer Berliner Stammkneipe
„Zum schwarzen Ferkel“, ein Ort der künstlerischen Boheme zu damaliger Zeit.
Der Protagonist, hier symbolisch EGO genannt, ist eine Summe von dekadenten Zügen, die sowohl in der Biographie von Przybyszewski, als auch in seinen Literaturfiguren zu erkennen sind.

Wir begleiten den Protagonisten auf eine „Reise der Seele“, eine „Lebensmesse“, eine „Totenmesse“, um es mit Przybyszewskis Worten auszudrücken. Den Künstler, der nirgendwo beheimatet ist, treibt eine unendliche Sehnsucht nach der Sehnsucht an, damals wie heute!?

 


 

So      06.10.     20 Uhr 





Jazz am Helmholtzplatz zu Gast im TuD
mit: FEE STRACKE: Instrumental Chairs

Fee Stracke (piano, composition)
Daniel Meyer (guitar)
Berit Jung (bass)
Hampus Melin (drums)

Der Jazz ist ein Luftgebilde, seine Klänge sind nicht sichtbar und lassen sich nicht materialisieren. Musik ist emotional erfahrbar, Klänge lassen sich körperlich erleben. Fee Stracke, eine faszinierende Jazzpianistin und Komponistin, hat nun gezeigt, dass sich Materie in Musik übertragen lässt und hat den Klang von Möbeln der klassischen Moderne erforscht. Konzepte von Gestaltern, von Max Bill, Arne Jacobsen bis Wera Meyer-Waldeck, und Maße, Materialien, Formen und Nutzungsweisen von ikonischen und weniger bekannten Objekten werden zu Rhythmen, Melodien und Strukturen der Kompositionen und zum Rahmen für Improvisation. Die Designobjekte schweben regelrecht durch
den Raum, wenn Fee Stracke mit ihrem Quartett, das Berit Junge (bass), Hampus Melin (drums) und Daniel Meyer (guitar) umfasst, sie musikalisch zum Leben erweckt. Nach dem Konzert werden wir uns ganz leicht und beschwingt fühlen – und sicherlich mit einem veränderten Bewusstsein auf unsere Stühle zugehen.

"Überraschend, vielfältig und originell klingen diese Möbelkompositionen, die nicht wie Erik Saties „Musique d’ameublement“ einen Raum möblieren, sondern die Möbelstücke durchdringen und in anderer Form erstehen lassen." Michael Scheiner, Jazzzeitung

 


  

Do      10.10.     20 Uhr  
Fr       11.10.     20 Uhr






                                      Foto: Produktion

UNTERM TEPPICH
Der Krieg, meine Eltern und ich.
Szenische Collage

von und mit: Ilona Schulz
am Klavier: Jenny Ribbat
Regie: Dania Hohmann
Ausstattung: Eva-Maria Henschkowski / Lolita Hindenberg

„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts ver­stan­den, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“ Soren Kierkegaard 

1945, ‘Stunde Null‘. Das Ausmaß des zerstörerischen Größenwahns und die unfassbare, perfide organisierte Vernichtung der jüdischen Bevölkerung sind so ungeheuerlich, dass daneben alles andere Leid verblasst. Aber es ist da. Millionen Deutsche stehen vor dem Scherbenhaufen ihres eigenen kleinen Lebens , Überlebens, geplatzter Träume, zerstörter Heimat, Flucht, Vertreibung und den Verlust nahestehender Menschen.
Was passiert mit den Menschen der schuldigen Nation? Wohin mit Scham, Schuldgefühlen, Trauer über Verlorenes, Wut über Verblendung, Enttäuschung, Verletzung, Erschöpfung?
Keine Zeit: Wiederaufbau. Die keimende Hoffnung, doch noch einen kleinen Zipfel Glück zu erwischen oder wenigstens Frieden, ein bisschen „Normalität“ – Liebe vielleicht – man will nach vorne schauen und nicht zurück. Aber wohin mit der eigenen Not? Unter den Teppich!

Auf der Grundlage einer Auswahl von Briefen der Eltern der Schauspielerin, Ilona Schulz, von Kriegsende 1945, Flucht, Gefangenschaft und Rückkehr, haben Dania Hohmann und sie eine Collage erstellt.

 


 

Sa      12.10.     20 Uhr
So      13.10.     20 Uhr





                                      Foto: Stephan Thiel

DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU oder The ultimate imitation of life
von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf,
Susanne Jansen,
Elena Weiß,
Alexander Ernst

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs – Halt auf freier Strecke – drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender und auch der Hund Wolfi ist...
Der Zug steht – keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht. Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger Theaterabend. Monologisch, dialogisch und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut auf‘s banale Leben, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments. Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus. Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast en-passant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ – aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.

Diese Inszenierung wurde zum Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert.
Der seit 1992 verliehene Theaterpreis würdigt jährlich die beste Berliner oder
Potsdamer Theateraufführung.

 


 

Do      17.10.     20 Uhr
Fr        18.10.     20 Uhr




 

                                 Foto: Johanna Hasse

DAS LANGE NACHSPIEL EINER KURZEN MITTEILUNG
von Magne van den Berg –
Deutsch von Eva M. Pieper

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Francoise Hüsges
Licht: Thomas Schick
mit: Melissa Anna Schmidt, Thomas Georgi, Urs Fabian Winiger, Marco Wittorf,

Ein Mann, eine Frau, ein Freund und ein Liebhaber. Vier Freunde seit ewigen Zeiten. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz. Bis eines Tages Jon zu Louise sagt: „Ich trage mich mit dem Gedanken, von hier wegzugehen.“ Plötzlich ist nichts mehr, wie es war.
Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung rast im Sprach-Stakkato über die Gefühlsklaviatur. Kunstvoll und mit einem feinen Gespür für Komik und Tragik formt die niederländische Autorin Magne van den Berg die Dialoge zwischen ihren Figuren und lenkt den Blick auf die Fragilität unseres sozialen Miteinander. In den kurzen Dialogen werden die großen Fragen der Selbstfindung, von Liebe, Begehren Freundschaft, Eifersucht und Verlust sichtbar gemacht. Wie nah darf Nähe sein? Wann gefährdet sie die Freiheit? Wenn einer geht, was passiert mit denen, die bleiben?

Eine Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg. Gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.

 


  

Sa      19.10.     20 Uhr










                                   Foto: Mehmet Dedeoglu

Erzählkunst zu Gast
PARCOURS DES GRAUENS
von Tantalos bis Iphigenie


Mit: Kristin Wardetzky

Da schlachtet ein Vater seinen Sohn, um die Allwissenheit der Götter zu prüfen.
Er wird verflucht und sein Fluch bestimmt das Schicksal seiner Nachkommen.
Mord und Vergeltung von Generation zu Generation, ohne Erbarmen.
Am Ende ein Hoffnungsschimmer: Die Göttin der Weisheit findet einen Ausgang – für immer?
 


  

So      20.10.
Mo      21.10.
Di       22.10.





                                   Foto: Produktion

Berliner Schule für Schauspiel
JASON UND MEDEA oder was ist Heimat

Regie, Textfassung: Karin Mikityla
Spiel: Studenten und Absolventen der Berliner Schule für Schauspiel

„von meinem Zorn verstehst du nichts
von meinem Leid erfährst du nichts“

Vom Drama des Menschen als Opfer ihrer Herkunft und Kultur. Was bedeutet der Verlust der Heimat, das Leben in fremder Kultur? Entwurzelung und Isolation?
Anhand der Geschichte um Medea und Jason werden diese Fragen untersucht. Die Argonauten aus Griechenland landen in Kolchis und fordern das goldene Vlies. Der König plant, ihren Anführer Jason zu vergiften. Doch die Tochter des Königs, Medea rettet den Fremden, in den sie sich verliebt und fl ieht mit ihm.
Nach langer Irrfahrt, in Jasons Heimat Iolkos, nicht willkommen geheißen, gelangen sie nach Korinth und bitten um Asyl. Kinder sind inzwischen geboren, Medea bleibt hier fremd. Jason will eine neue Ehe mit der jungen Königstochter eingehen und verlässt Medea. Entwurzelt, den Verrat nicht verwindend, holt sie zur Rache aus und bekennt: „Man hat mich bös genannt, ich war es nicht:
Allein ich fühle, dass man’s werden kann.“

 


 

Do       24.10.     20 Uhr
Fr        25.10.     20 Uhr





 

                                 Foto: Johanna Hasse

DAS LANGE NACHSPIEL EINER KURZEN MITTEILUNG
von Magne van den Berg –
Deutsch von Eva M. Pieper

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Francoise Hüsges
Licht: Thomas Schick
mit: Melissa Anna Schmidt, Thomas Georgi, Urs Fabian Winiger, Marco Wittorf,

Ein Mann, eine Frau, ein Freund und ein Liebhaber. Vier Freunde seit ewigen Zeiten. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz. Bis eines Tages Jon zu Louise sagt: „Ich trage mich mit dem Gedanken, von hier wegzugehen.“ Plötzlich ist nichts mehr, wie es war.
Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung rast im Sprach-Stakkato über die Gefühlsklaviatur. Kunstvoll und mit einem feinen Gespür für Komik und Tragik formt die niederländische Autorin Magne van den Berg die Dialoge zwischen ihren Figuren und lenkt den Blick auf die Fragilität unseres sozialen Miteinander. In den kurzen Dialogen werden die großen Fragen der Selbstfindung, von Liebe, Begehren Freundschaft, Eifersucht und Verlust sichtbar gemacht. Wie nah darf Nähe sein? Wann gefährdet sie die Freiheit? Wenn einer geht, was passiert mit denen, die bleiben?

Eine Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg. Gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.

 


 

Sa     26.10.     20 Uhr
So     27.10.     20 Uhr



                                    
                                      Foto: Produktion

EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von Dorothee Böhm

Eine Szenische Lesung mit:
Anne-Catrin Märzke und Lorris Blazejewski

Es ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunde, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine gemeinsame Kunstgalerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutschland zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brieffreundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wieder und mit jedem Poststempel nähert sich die Freundschaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität, das im vergangenem
Jahr 80. Jubiläum feierte.

 


 

Do     31.10.     20 Uhr   Preview
Fr      01.11.     20 Uhr   Preview





                                   
                                 Foto: Marisol Ramirez

Teatro Ulua(k)
MAITE

Ein berührendes, humorvolles Familiendrama mit Masken

Maite und ihre Familie haben Veränderungen durchgemacht, wie alle Familien. Sie haben Stürme überstanden, sie haben sich auseinander gelebt, aber irgendwie halten sie noch zusammen.
Aber für Maite, an einem Scheideweg in ihrm Leben, ist es nicht genug, nur zusammenzuhalten. Während sie nach etwas sucht, das ihr hilft, die Dinge um sie herum zu verstehen, blickt sie über den Rand in die Tiefen der Familiengeschichte und macht eine Entdeckung, die alles aufbricht. Geister und Erinnerungen beginnen aufzutauchen und die Familie wird mit Dingen konfrontiert, die sie nicht erwartet hat: einige waren versteckt, andere verloren und andere absichtlich vergessen. Das Wasser beginnt zu steigen.

Ulua(k) Teatro präsentiert ihr erstes Masken-Theater Stück in voller Länge „Maite“ eine fantastische, bewegende und humorvolle Reise durch das Auf und Ab einer Familie. Was wird über die Generationen vererbt und was kann mit dem Aufstieg des Wassers weggespült werdden?

Ulua(k) Teatro ist ein internationales Ensemble von vier Künstlerinnen und assoziierten Künstlern, von denen die meisten in Berlin leben. Ulua(k) kommt vom baskischen Wort für Heulen. In der Tradition der Inuit bezieht es sich auch auf ein Ulu, das Messer einer Frau.
 


 


 

 


  
 


www.theateruntermdach-berlin.de