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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 

 

 

OKTOBER 2019

 

 

Do      17.10.     20 Uhr
Fr       18.10.     20 Uhr




 

                                 Foto: Johanna Hasse

DAS LANGE NACHSPIEL EINER KURZEN MITTEILUNG
von Magne van den Berg –
Deutsch von Eva M. Pieper

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Francoise Hüsges
Licht: Thomas Schick
mit: Melissa Anna Schmidt, Thomas Georgi, Urs Fabian Winiger, Marco Wittorf,

Ein Mann, eine Frau, ein Freund und ein Liebhaber. Vier Freunde seit ewigen Zeiten. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz. Bis eines Tages Jon zu Louise sagt: „Ich trage mich mit dem Gedanken, von hier wegzugehen.“ Plötzlich ist nichts mehr, wie es war.
Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung rast im Sprach-Stakkato über die Gefühlsklaviatur. Kunstvoll und mit einem feinen Gespür für Komik und Tragik formt die niederländische Autorin Magne van den Berg die Dialoge zwischen ihren Figuren und lenkt den Blick auf die Fragilität unseres sozialen Miteinander. In den kurzen Dialogen werden die großen Fragen der Selbstfindung, von Liebe, Begehren Freundschaft, Eifersucht und Verlust sichtbar gemacht. Wie nah darf Nähe sein? Wann gefährdet sie die Freiheit? Wenn einer geht, was passiert mit denen, die bleiben?

Eine Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg. Gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.

 


  

Sa      19.10.     20 Uhr










                                   Foto: Mehmet Dedeoglu

Erzählkunst zu Gast
PARCOURS DES GRAUENS
von Tantalos bis Iphigenie


Mit: Kristin Wardetzky
 

Tantalos setzt seinen Sohn den Göttern zum Mahl vor. Sie verfluchen ihn, und dieser Fluch bestimmt
das Schicksal seiner Nachkommen. Mord und Vergeltung von Generation zu Generation, Männer,
Frauen und Kinder werden zu Opfern und Tätern. Eine Geschichte aus vergangenen Zeiten?

Im Tantalos-Mythos greift am Ende Athene ein, die Göttin der Weisheit, und setzt dem Morden ein
Ende. Wo bleibt Athene heute?
 


  

So      20.10.
Mo      21.10.
Di       22.10.





                                   Foto: Produktion

Berliner Schule für Schauspiel
JASON UND MEDEA oder was ist Heimat

Regie, Textfassung: Karin Mikityla
Spiel: Studenten und Absolventen der Berliner Schule für Schauspiel

„von meinem Zorn verstehst du nichts
von meinem Leid erfährst du nichts“

Vom Drama des Menschen als Opfer ihrer Herkunft und Kultur. Was bedeutet der Verlust der Heimat, das Leben in fremder Kultur? Entwurzelung und Isolation?
Anhand der Geschichte um Medea und Jason werden diese Fragen untersucht. Die Argonauten aus Griechenland landen in Kolchis und fordern das goldene Vlies. Der König plant, ihren Anführer Jason zu vergiften. Doch die Tochter des Königs, Medea rettet den Fremden, in den sie sich verliebt und fl ieht mit ihm.
Nach langer Irrfahrt, in Jasons Heimat Iolkos, nicht willkommen geheißen, gelangen sie nach Korinth und bitten um Asyl. Kinder sind inzwischen geboren, Medea bleibt hier fremd. Jason will eine neue Ehe mit der jungen Königstochter eingehen und verlässt Medea. Entwurzelt, den Verrat nicht verwindend, holt sie zur Rache aus und bekennt: „Man hat mich bös genannt, ich war es nicht:
Allein ich fühle, dass man’s werden kann.“

 


 

Do       24.10.     20 Uhr
Fr        25.10.     20 Uhr





 

                                 Foto: Johanna Hasse

DAS LANGE NACHSPIEL EINER KURZEN MITTEILUNG
von Magne van den Berg –
Deutsch von Eva M. Pieper

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Francoise Hüsges
Licht: Thomas Schick
mit: Melissa Anna Schmidt, Thomas Georgi, Urs Fabian Winiger, Marco Wittorf,

Ein Mann, eine Frau, ein Freund und ein Liebhaber. Vier Freunde seit ewigen Zeiten. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz. Bis eines Tages Jon zu Louise sagt: „Ich trage mich mit dem Gedanken, von hier wegzugehen.“ Plötzlich ist nichts mehr, wie es war.
Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung rast im Sprach-Stakkato über die Gefühlsklaviatur. Kunstvoll und mit einem feinen Gespür für Komik und Tragik formt die niederländische Autorin Magne van den Berg die Dialoge zwischen ihren Figuren und lenkt den Blick auf die Fragilität unseres sozialen Miteinander. In den kurzen Dialogen werden die großen Fragen der Selbstfindung, von Liebe, Begehren Freundschaft, Eifersucht und Verlust sichtbar gemacht. Wie nah darf Nähe sein? Wann gefährdet sie die Freiheit? Wenn einer geht, was passiert mit denen, die bleiben?

Eine Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg. Gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.

 


 

Sa     26.10.     20 Uhr
So     27.10.     20 Uhr



                                    
                                      Foto: Produktion

EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von Dorothee Böhm

Eine Szenische Lesung mit:
Anne-Catrin Märzke und Lorris Blazejewski

Es ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunde, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine gemeinsame Kunstgalerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutschland zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brieffreundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wieder und mit jedem Poststempel nähert sich die Freundschaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität, das im vergangenem
Jahr 80. Jubiläum feierte.

 


 

Do     31.10.     20 Uhr   Preview






                                   
                                 Foto: Marisol Ramirez

Teatro Ulua(k)
MAITE

Ein berührendes, humorvolles Familiendrama mit Masken

Maite und ihre Familie haben Veränderungen durchgemacht, wie alle Familien. Sie haben Stürme überstanden, sie haben sich auseinander gelebt, aber irgendwie halten sie noch zusammen.
Aber für Maite, an einem Scheideweg in ihrm Leben, ist es nicht genug, nur zusammenzuhalten. Während sie nach etwas sucht, das ihr hilft, die Dinge um sie herum zu verstehen, blickt sie über den Rand in die Tiefen der Familiengeschichte und macht eine Entdeckung, die alles aufbricht. Geister und Erinnerungen beginnen aufzutauchen und die Familie wird mit Dingen konfrontiert, die sie nicht erwartet hat: einige waren versteckt, andere verloren und andere absichtlich vergessen. Das Wasser beginnt zu steigen.

Ulua(k) Teatro präsentiert ihr erstes Masken-Theater Stück in voller Länge „Maite“ eine fantastische, bewegende und humorvolle Reise durch das Auf und Ab einer Familie. Was wird über die Generationen vererbt und was kann mit dem Aufstieg des Wassers weggespült werdden?

Ulua(k) Teatro ist ein internationales Ensemble von vier Künstlerinnen und assoziierten Künstlern, von denen die meisten in Berlin leben. Ulua(k) kommt vom baskischen Wort für Heulen. In der Tradition der Inuit bezieht es sich auch auf ein Ulu, das Messer einer Frau.
 


 

NOVEMBER 2019
 

 

Fr      01.11.     20 Uhr   Preview





                                   
                                 Foto: Marisol Ramirez

Teatro Ulua(k)
MAITE

Ein berührendes, humorvolles Familiendrama mit Masken

Maite und ihre Familie haben Veränderungen durchgemacht, wie alle Familien. Sie haben Stürme überstanden, sie haben sich auseinander gelebt, aber irgendwie halten sie noch zusammen.
Aber für Maite, an einem Scheideweg in ihrm Leben, ist es nicht genug, nur zusammenzuhalten. Während sie nach etwas sucht, das ihr hilft, die Dinge um sie herum zu verstehen, blickt sie über den Rand in die Tiefen der Familiengeschichte und macht eine Entdeckung, die alles aufbricht. Geister und Erinnerungen beginnen aufzutauchen und die Familie wird mit Dingen konfrontiert, die sie nicht erwartet hat: einige waren versteckt, andere verloren und andere absichtlich vergessen. Das Wasser beginnt zu steigen.

Ulua(k) Teatro präsentiert ihr erstes Masken-Theater Stück in voller Länge „Maite“ eine fantastische, bewegende und humorvolle Reise durch das Auf und Ab einer Familie. Was wird über die Generationen vererbt und was kann mit dem Aufstieg des Wassers weggespült werdden?

Ulua(k) Teatro ist ein internationales Ensemble von vier Künstlerinnen und assoziierten Künstlern, von denen die meisten in Berlin leben. Ulua(k) kommt vom baskischen Wort für Heulen. In der Tradition der Inuit bezieht es sich auch auf ein Ulu, das Messer einer Frau.
 


 

Sa     02.11.     20 Uhr
So     03.11.     20 Uhr





                                        Foto: Dorothea Tuch
 

DER RESERVIST
von Thomas Depryck
Aus dem belgischen Französisch übersetzt von Frank Weigand

Regie: Suzanne Emond
Es spielen: Helge Gutbrod, Thorsten Hierse, Carla Weingarten
Live Musik: Tobias Vethake

Perfekt, sage ich mir ...nachdem es wirklich nichts für mich zu tun gibt, gehöre ich eben zur Reserve!“

Das ist die Geschichte von einem Typen, der nach einer Alternative zu dem Modell sucht, das man ihm vorgibt. Ein Naivling halt. Oder ein Parasit. Aber das klappt nicht. Am Ende ist er auf jeden Fall der Gelackmeierte.

Das ist die Geschichte von einem Mann, der sich nicht zugehörig fühlt. Ein Mann, der seinen Platz nicht findet. Der keine Arbeit hat. Dem man aber erklärt hat, dass er eine Arbeit finden muss. Ein Mann, der sich umschaut, wenn er zum Jobcenter geht, ohne wirklich zu verstehen, was er dort soll. Eines Tages macht er einen Schritt zur Seite und beschließt sich selbst als Teil der Reserve an verfügbarer Arbeitskraft zu betrachten. Ein Reservist. Wie bei der Armee. Und an dem Tag, an dem man ihm den Job anbietet, der hundertprozentig zu ihm passt, wird er bereit sein.

„Der Reservist“ ist eine satirische und impertinente Parabel über Arbeit und Sozialpolitik. Das Stück des belgischen Autors Thomas Depryck gewann 2016 den Internationalen Autorenpreis beim Heidelberger Stückemarkt.

https://www.youtube.com/watch?v=X61_WguHD-E

 



30 J a h r e   M a u e r f a l l
 

Do       07.11.     20 Uhr
Fr        08.11.     20 Uhr zum letzten Mal




                     
                                  Foto: Stephan Thiel

VON DER LANGEN REISE AUF EINER HEUTE
ÜBERHAUPT NICHT MEHR WEITEN STRECKE

von Henriette Dushe
 

Regie: Stephan Thiel
Mit: Franziska Hoffmann, Meda Gheorghiu-Banciu, Anja Lechle, Nadine Nollau, Eléna Weiß

Eine Mutter trifft ihre vier Töchter viele Jahre nach der gemeinsamen Ausreise aus der DDR. In Rückblicken wird erzählt, wie sie damals mit Angst, aber auch mit großen Hoffnungen dem Neuanfang in Westen entgegenblickten. Sie ringen mit ihren bis heute andauernden Versuchen, Träume und Ideale eines besseren Lebens mit der Realität in Einklang zu bringen.
Henriette Dushe betrachtet in ihrem Stück die aktuelle „Flüchtlingsdebatte“ aus einer besonderen Perspektive: Auch Deutsche sollten wissen, was es heißt, ein Flüchtling zu sein. Während des 2. Weltkrieges und Ende der 80er Jahre flüchteten Deutsche nach Deutschland - und stießen dabei zum Teil auf heftige Ablehnung.
Was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlicher Prägung lernen müssen, miteinander zu leben? Wie kommt es, dass das Gefühl der Heimatlosigkeit und Fremdheit trotz Integration bestehen bleiben kann? Damals wie heute sind es die gleichen Fragen.
 
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Sa     09.11.     20 Uhr




                                     Foto: Produktion

 

HE, DU GLÜCKLICHE

29 Lebensgeschichten
szenische Lesung

mit: Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth

Fast vierzig Jahre nach dem bahnbrechenden Interview-Buch „Guten Morgen, Du Schöne“ von Maxie Wander befragten die Autorinnen Monika Szenzel und Ulrike Jackwerth ostdeutsche Großmütter, Töchter und Enkelinnen, wie sie heute ihr Leben meistern, was sie glücklich macht, was Heimat für sie bedeutet.
Wie haben sie die umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989 erlebt, wie sich in der ‘westlichen Realität‘ zurechtgefunden? Und was bedeuten die gesellschaftlichen und biografischen Umbrüche für die nachfolgende Generation?

In spannenden, unterhaltsamen und oftmals berührenden Porträts werden die Frauen und ihre Geschichten vorgestellt, kann man Anteil nehmen an ihren Erfahrungen und Erlebnissen.
 

e5e988dc-0f6d-4c12-925d-4c8c7eb187cc(1).mp4 Download

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 So     10.11.     20 Uhr Premiere

 









                                         Foto: Produktion


DIE GESCHWISTER

nach einer Erzählung von Brigitte Reimann
Szenische Lesung-Uraufführung

 

Spiel: Inga Bruderek, Ole Eisfeld, Friederike Pöschel, Lutz Wessel

Regie/Ausstattung: Ariane Kareev

Textfassung: Friederike Pöschel und Inga Bruderek

Produktionsleitung: Inga Bruderek und Friederike Pöschel

 

"...Zu wem hätte ich denn gehen sollen-heute, als ich begriffen hatte, dass ich meinen Bruder verlieren würde? Morgen wäre Uli abgereist... Ich ging zur Tür, alles drehte sich in mir. Ich fand die Klinke und draussen im Flur hielt ich mich eine Weile an der Klinke fest, während ich auf seine Stimme wartete..."

 

Ostern 1961. Elisabeth, eine junge Malerin, erfährt, dass ihr über alles geliebter Bruder Ulrich in den Westen fliehen möchte. Ulrich sieht für sich keine Zukunft mehr in der DDR, an die er einst geglaubt hatte. Elisabeth ist verzweifelt und fragt sich: Was wird bleiben von ihrer Liebe und ihren gemeinsamen Idealen, wenn jeder in einem anderen Teil Deutschlands lebt? Sie will, sie muss Ulrich aufhalten und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Sie hat noch anderthalb Tage Zeit.

In ihrer 1963 erschienenen Erzählung verarbeitet Brigitte Reimann die menschlichen Konflikte der deutschen Teilung, deren Lösung mit dem Bau der Berliner Mauer in unendliche Ferne zu rücken schien.

Auf was für ein wiedervereintes neues Deutschland schauen wir heute 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer?

 

Aufführungsrechte: Aufbau-Verlag

Gefördert von der Rosa Luxemburg-Stiftung

In Kooperation mit dem Theater unterm Dach, Theaterforum Kreuzberg und Tribuene Berlin 
 


 

Do      14.11.     20 Uhr 




Jazz am Helmholtzplatz zu Gast im TuD
mit dem The Occasional Trio

Simon Vincent (piano)
Roland Fidezius (bass)
Kay Lübke (drums)

Im Zusammenspiel der drei faszinierenden Musiker des Occasional Trio werden Rhythmen, Harmonien und Melodien immer wieder neu ausgehandelt und spontan entwickelt. Während Kay Lübke am Schlagzeug für die rasante und aufregende Dynamik zuständig ist, kümmert sich Simon Vincent am Klavier um poetische und komplexe Melodien. Zusammen mit dem Bassisten Roland Fidezius schafft er neue Klangwelten, die einerseits mitreißend, aber auch gegebenenfalls sehr lyrisch sein können. Das Occasional Trio spielt groovigen zeitgenössischen Jazz, bei dem die individuelle Freiheit der Musiker, aber auch die Freiheit der Musik an sich ein zentrales Anliegen darstellt.

 

 

Fr       15.11.     20 Uhr






                                      Foto: Produktion

UNTERM TEPPICH
Der Krieg, meine Eltern und ich.
Szenische Collage

von und mit: Ilona Schulz
am Klavier: Jenny Ribbat
Regie: Dania Hohmann
Ausstattung: Eva-Maria Henschkowski / Lolita Hindenberg

„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts ver­stan­den, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“ Soren Kierkegaard 

1945, ‘Stunde Null‘. Das Ausmaß des zerstörerischen Größenwahns und die unfassbare, perfide organisierte Vernichtung der jüdischen Bevölkerung sind so ungeheuerlich, dass daneben alles andere Leid verblasst. Aber es ist da. Millionen Deutsche stehen vor dem Scherbenhaufen ihres eigenen kleinen Lebens , Überlebens, geplatzter Träume, zerstörter Heimat, Flucht, Vertreibung und den Verlust nahestehender Menschen.
Was passiert mit den Menschen der schuldigen Nation? Wohin mit Scham, Schuldgefühlen, Trauer über Verlorenes, Wut über Verblendung, Enttäuschung, Verletzung, Erschöpfung?
Keine Zeit: Wiederaufbau. Die keimende Hoffnung, doch noch einen kleinen Zipfel Glück zu erwischen oder wenigstens Frieden, ein bisschen „Normalität“ – Liebe vielleicht – man will nach vorne schauen und nicht zurück. Aber wohin mit der eigenen Not? Unter den Teppich!

Auf der Grundlage einer Auswahl von Briefen der Eltern der Schauspielerin, Ilona Schulz, von Kriegsende 1945, Flucht, Gefangenschaft und Rückkehr, haben Dania Hohmann und sie eine Collage erstellt.
 


  

Sa      16.11.     20 Uhr, im Anschluß:
Theaterscouting-Publikumsgespräch


So      17.11.     20 Uhr



                                      Foto: Stephan Thiel

DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU oder The ultimate imitation of life
von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf,
Susanne Jansen,
Elena Weiß,
Alexander Ernst

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs – Halt auf freier Strecke – drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender und auch der Hund Wolfi ist...
Der Zug steht – keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht. Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger Theaterabend. Monologisch, dialogisch und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut auf‘s banale Leben, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments. Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus. Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast en-passant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ – aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.

Diese Inszenierung wurde zum Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert.
Der seit 1992 verliehene Theaterpreis würdigt jährlich die beste Berliner oder
Potsdamer Theateraufführung.



 
Mo     18.11.     20 Uhr

Konzert
mit der Jugendband ENDE SEPTEMBER

"Ende September" gibt es seit Anfang 2019. Sie bestehen aus Asja (Bass), Bruno (Schlagzeug), Johan (Gitarre), James (Gitarre), Caspar Valentin und Marlene (Gesang).

Stilistisch findet man sie irgendwo zwischen Rock, Grunge, Pop, Punk und Lärm. Sie geben hiermit ihr erstes abendfüllendes Konzert.
Stiftung Warentest hat bestätigt: „Ende September ist mit "Sehr Gut" zu bewerten. 5/5 Sterne. "They are good." - Johnny Rotten

Eintritt: 4 €
 


 

Do       21.11.     20 Uhr
Fr        22.11.     20 Uhr  zum letzten Mal





 

                                 Foto: Johanna Hasse

DAS LANGE NACHSPIEL EINER KURZEN MITTEILUNG
von Magne van den Berg –
Deutsch von Eva M. Pieper

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Francoise Hüsges
Licht: Thomas Schick
mit: Melissa Anna Schmidt, Thomas Georgi, Urs Fabian Winiger, Marco Wittorf,

Ein Mann, eine Frau, ein Freund und ein Liebhaber. Vier Freunde seit ewigen Zeiten. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz. Bis eines Tages Jon zu Louise sagt: „Ich trage mich mit dem Gedanken, von hier wegzugehen.“ Plötzlich ist nichts mehr, wie es war.
Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung rast im Sprach-Stakkato über die Gefühlsklaviatur. Kunstvoll und mit einem feinen Gespür für Komik und Tragik formt die niederländische Autorin Magne van den Berg die Dialoge zwischen ihren Figuren und lenkt den Blick auf die Fragilität unseres sozialen Miteinander. In den kurzen Dialogen werden die großen Fragen der Selbstfindung, von Liebe, Begehren Freundschaft, Eifersucht und Verlust sichtbar gemacht. Wie nah darf Nähe sein? Wann gefährdet sie die Freiheit? Wenn einer geht, was passiert mit denen, die bleiben?

Eine Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg. Gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.
 


 

Sa     23.11.     20 Uhr
So     24.11.     20 Uhr





                                     Foto: Dorothea Tuch
 

DER RESERVIST
von Thomas Depryck
Aus dem belgischen Französisch übersetzt von Frank Weigand

Regie: Suzanne Emond
Es spielen: Helge Gutbrod, Thorsten Hierse, Carla Weingarten
Live Musik: Tobias Vethake

Perfekt, sage ich mir ...nachdem es wirklich nichts für mich zu tun gibt, gehöre ich eben zur Reserve!“

Das ist die Geschichte von einem Typen, der nach einer Alternative zu dem Modell sucht, das man ihm vorgibt. Ein Naivling halt. Oder ein Parasit. Aber das klappt nicht. Am Ende ist er auf jeden Fall der Gelackmeierte.

Das ist die Geschichte von einem Mann, der sich nicht zugehörig fühlt. Ein Mann, der seinen Platz nicht findet. Der keine Arbeit hat. Dem man aber erklärt hat, dass er eine Arbeit finden muss. Ein Mann, der sich umschaut, wenn er zum Jobcenter geht, ohne wirklich zu verstehen, was er dort soll. Eines Tages macht er einen Schritt zur Seite und beschließt sich selbst als Teil der Reserve an verfügbarer Arbeitskraft zu betrachten. Ein Reservist. Wie bei der Armee. Und an dem Tag, an dem man ihm den Job anbietet, der hundertprozentig zu ihm passt, wird er bereit sein.

„Der Reservist“ ist eine satirische und impertinente Parabel über Arbeit und Sozialpolitik. Das Stück des belgischen Autors Thomas Depryck gewann 2016 den Internationalen Autorenpreis beim Heidelberger Stückemarkt.
 

https://www.youtube.com/watch?v=X61_WguHD-E
 


 

Do       28.11.     20 Uhr
Fr        29.11.     20 Uhr

 

 

 

 




 
 

                                     Foto: Christoph Schüchner

 

metzner & schüchner                                                                                  
BREAKING BRUNHILD 
von und mit Mareile Metzner, Till Josa Paar & Gäste

Künstlerische Leitung / Text / Spiel: Mareile Metzner
Live-Musik / Arrangements: Till Josa Paar
Dramaturgische Beratung: Christoph Schüchner / Alexandra Süßmilch

BRUNHILD ist enttäuscht! Buchstäblich. Von wegen Gleichberechtigung, Toleranz, Solidarität,
Weltfrieden. Von wegen „Nie wieder Faschismus“. Und vom Klima ganz zu schweigen! Wie
zuversichtlich ist sie im letzten Jahrhundert ins Erwachsenenleben gestartet - und jetzt? Zu einer Live-Talkshow mit literarisch-musikalischer Bestandsaufnahme lädt Mareile Metzner alias BRUNHILD ein ins deutsche Wohnzimmer und fragt nach dem Wesen einer kulturellen Identität. Gibt’s die? Wenn ja, wie viele? Was soll man bewahren, was sich bewahren, was kann weg?

BREAKING BRUNHILD ist ein Abend zwischen Auf- und Zusammenbruch, Ethik und Etiketten.
Eine (An)Klage. Ein (Ab)Gesang. Eine (Ver)Dichtung. Ein (Mani)Fest. Mit Balladen, Liedern, Herz, Hand und Hirn. Und vor allem mit Gästen von überall und nebenan.

www.mareile-metzner.de
 


 

Sa     30.11.     20 Uhr
So     01.12.     20 Uhr

 

 


  
 


 

                                     Foto: Enrico Kusnady
 

DRECK
von Robert Schneider

Regie/Ausstattung: Oleg Mirzak
Schauspiel: Timur Isik

Das Stück „Dreck“ von Robert Schneider stammt aus der Zeit, als die sogenannte „Flüchtlingskrise“ nicht einmal vorstellbar war, genauso undenkbar war vor 25 Jahren die Möglichkeit der Entstehung einer Partei, die mit offen ausländerfeindlichen und menschenverachtenden Parolen in alle 16 Landtage der Bundesrepublik einzieht und in der laufenden Legislaturperiode im Bundestag vertreten ist.

Sad ist Araber. Er ist illegal in Deutschland. Täglich muss er achtundfünfzig Lokale ablaufen und Rosen verkaufen, um sein Lebensunterhalt zu finanzieren, jede Nacht zwölf Kilometer. Dabei begegnet er jeden Tag Ausländerfeindlichkeit und Vorurteilen und der Kampf dagegen scheint so aussichtslos zu sein,
dass Sad einen Teil von sich aufgibt: Seinen Stolz und seine Selbstachtung. In dem Elend, in dem er
sich befindet, hat der andere Teil von ihm kaum eine Chance zu überleben. Trotzdem bricht sein wahrer Charakter manchmal durch.
 


 


 

 


www.theateruntermdach-berlin.de