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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 

  

DEZEMBER 2019 

 

 

Do      12.12.     20 Uhr
Fr       13.12.     20 Uhr
Sa      14.12.     20 Uhr 







                                        
                                          Foto: PIFF! PAFF! e.V.


Premiere
PIFF! PAFF! e.V.
Uraufführung
SIEBEN LAGEN KNOBLAUCH SCHARF
von Juliane Baldy
 
Regie/Bühne/Kostüme: Thomas Donndorf
Mit: Juliane Baldy, Brigitte Faulhaber, Ellen Funke, Sandra Görlitz, Kristina Rubin,
Henry Tuchlinsky
Special Guest: PIFF!PAFF!-Chor mit: Manjana Fischer, Gesine Rosenau, Ulrike Thieme,
Karen Winkler, Monika Drescher, Ines Bechtle, Birgit Rurainsky, Stefanie Woelk, Ilka Völkel, Renate Gerlach 

SIEBEN LAGEN KNOBLAUCH SCHARF ist eine Bearbeitung von Juliane Baldy nach dem Stück Die Troerinnen von Euripides.
Die besiegte Stadt. Wer übrig bleibt, sind die Gewinner, die keine mehr sind, weil Verlierer. Der Feind hat gewonnen, ergo ist er der Gewinner. Wer nicht zum Feind hält, ist kein Gewinner - in neuer deutscher Wirklichkeit.
Hilde. Die Umsiedlerin. In der DDR hat sie ihr Auskommen gefunden, im neuen Deutschland wird sie von den Ereignissen überrollt. All das, wofür Hilde gekämpft hat, gibt es heutzutage nicht mehr. "Im Fernsehen sagen sie, dass es uns heut nicht mehr gibt. Sie sagen, dass as so sicher sei wie das Amen in der Kirche. Dabei wissen die gar nicht, wie sicher das Amen in der Kirche mal war."

Im Frühjahr 2020 erscheint Juliane Baldys Romandebüt in der Frankfurter Verlagsanstalt. Ihre Theatertexte werden vom Krl Make Theaterverlag vertreten.

Homepage www.piffpaff-berlin.jimdo.com
 


 

So     15.12.      20 Uhr






                                        Foto: Roger Jahnke

MUSIKBÜHNE
FEELING GOOD_4

Mit: Susanne Jansen (Vocal) und Ihren Musikern Guido Raschke (Piano) und Lutz Schlosser (Gitarre/Bass)

Inzwischen eine lieb gewonnene Tradition – das Advents­konzert.
Susanne Jansen, ausdrucksstarke Sängerin und Vollblut­schau­spielerin mit Gold und nötigen­falls auch dem passenden Quäntchen raueren Edel­metalls in der Stimme, lädt zum Konzert und einem musikali­schen Perforceritt durch Ihr Favoriten­repertoire – Blues, Jazz, Chanson, Eigen­williges, Selbst­getextetes.
Begleitet von den beiden groß­artigen Musikern Guido Raschke und Lutz Schlosser.

Gänse­haut­feeling garantiert!
 


 

Do    19.12.     20 Uhr
Fr     20.12.     20 Uhr
Sa    21.12.     20 Uhr  




                                         Foto: Ashley
                      
zum letzten Mal:
SEHNSUCHT NACH DER SEHNSUCHT...
Bildnis einer dekadenten Seele.

Regie/Dramaturgie: Katarzyna Makowska-Schumacher
Musik (Komposition): Bardo Henning
Choreografische Unterstützung: Max Makowski
Bühne: Andre Putzmann
Kostüme: Liubov Miesch
Es spielen:  Wolfgang Hütter (Ego)
                 Katarzyna Makowska-Schumacher (Offstimme)  
                 Hannah Prasse (Rot)
                 Katarzyna Makowska-Schumacher (Grün)
                 Kerstin Richter/Elisabeth Taraba (Gelb)
                 Philipp- Manuel Bodner (Künstler 1)
                 Josephine Nahrstedt (Künstler 2)

Eine szenische Komposition mit Bildern, Musik, Sprache und Gesang, in deren Zentrum ein Schöpfer... ein Künstler... ein Dekadent steht. Inspiration für das Künstlerbildnis waren Künstler der Moderne: Edvard Munch, August Strindberg, Richard Dehmel, aber vor allem Stanislaw Przybyszewski, „der geniale Pole“, wie ihn August Strindberg nannte. Alle trafen sich in ihrer Berliner Stammkneipe „Zum schwarzen Ferkel“, ein Ort der künstlerischen Boheme zu damaliger Zeit.

Der Protagonist, hier symbolisch EGO genannt, ist eine Summe von dekadenten Zügen, die sowohl in der Biographie von Przybyszewski, als auch in seinen Literaturfiguren zu erkennen sind. Wir begleiten den Protagonisten auf eine „Reise der Seele“, eine „Lebensmesse“, eine „Totenmesse“, um es mit Przybyszewskis Worten auszudrücken. Den Künstler, der nirgendwo beheimatet ist, treibt eine unendliche Sehnsucht nach der Sehnsucht an, damals wie heute!?

https://vimeo.com/361942296
 



Wir wünschen Ihnen allen
ein frohes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Ihr Theater unterm Dach-Team
 




JANUAR 2020

 

Do     09.01.     20 Uhr
Fr      10.01.     20 Uhr
Sa     11.01.     20 Uhr
So     12.01.     20 Uhr



                                          Foto: Julius Kirchner



Premiere:
VERLORENE KÖNIGE – Ein dramatisches Gedicht
                                                                     
Text und Bühne: Julius Kirchner
Regie: Jan-Hendrik Hermann
Kostüm: Alex Hein
Schauspieler: Lukas Nowak, Thilo Garus, Leon Blohm, Marcel von Brasche, Ehab Eissa

Alle Könige sind verschwunden – sie sind nicht mehr auf der Erde, sondern auf dem Mond. Erschüttert von dieser Nachricht und aus Angst vor dem drohenden Chaos schmieden die Protagonisten einen Plan, um die Könige zurückzuholen und die alte Ordnung wiederherzustellen. Die Herausforderungen aber, welche sich ihnen auf der Reise stellen, wirbeln ihre innere und äußere Welt zusehends durcheinander.

Verlorene Könige ist eine dystopische Dichtung, die Welt eine Homotopie, in der es nur Männer gibt und prinzipiell jeder jeden lieben kann. Doch was geschieht mit denen, die niemand liebt oder keinen lieben? Wie geht man damit um, wenn sich die Machtverhältnisse plötzlich verschieben? Welche Bedeutung haben Männlichkeit, Eifersucht, Sex, Macht und Gewalt auf die Beziehungen der Figuren und ihr Vorhaben, die Könige zu retten – und welche Parallelen finden sich in dieser Geschichte zu unserer heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation?
instagram: https://www.instagram.com/verlorene_koenige
 


 

Di      14.01.      20 Uhr


                                  
                                          Foto: Slub Dresden


Konzert
Jazz am Helmholtzplatz
zu Gast im TuD
mit: Allan Praskin (sax) & Friends

Nach ziemlich genau einem Jahr kehrt der amerikanische Jazzsaxophonist Allan Praskin endlich wieder in das Theater unterm Dach zurück. Sein Quartett hatte ursprünglich Anlass zur Gründung der Initiative "Jazz am Helmholtzplatz" gegeben, als es in einer charmant und prekär (oder besser "arm und sexy") aus Wellblech und Teppichen zusammengeschusterten Shisha Bar namens Café Aleppo in Neukölln auftrat. Es stellte sich dabei heraus, dass es in Berlin nicht genug Auftrittsmöglichkeiten für Jazzmusiker gibt. Gesagt, getan: Mit Unterstützung des Theaters unterm Dach hat sich die Initiative "Jazz am Helmholtzplatz" weiterentwickelt und sogar neue Spielstätten in Prenzlauer Berg erschließen können, wo nun regelmäßig wunderbare JazzmusikerInnen zu hören sind. Allan Praskin kommt aus Los Angeles und hat seine Karriere in der Wiege des "West Coast Jazz", im Lighthouse Café, begonnen, die ihn über Korea, Japan und New York nach Österreich, Süddeutschland und letztlich nach Berlin führte. Am Abend des 14.1.2020 tritt er im Theater unterm Dach mit Überraschungsgästen auf - es wird wieder ein erstklassiges Konzerterlebnis, das unter die Haut geht. Ein wunderbarer Start ins neue Jazzjahr 2020 im Theater unterm Dach.

Facebook: Jazz am Helmholtzplatz  / Eintritt: 10,- Euro, ermäßigt 8,- Euro



Do      16.01.     20 Uhr
Fr       17.01.     20 Uhr








                                        
                                      Foto: PIFF! PAFF! e.V.

PIFF! PAFF! e.V.
Uraufführung
SIEBEN LAGEN KNOBLAUCH SCHARF
von Juliane Baldy
 
Regie/Bühne/Kostüme: Thomas Donndorf
Mit: Juliane Baldy, Brigitte Faulhaber, Ellen Funke, Sandra Görlitz, Kristina Rubin,
Henry Tuchlinsky
Special Guest: PIFF!PAFF!-Chor mit: Manjana Fischer, Gesine Rosenau, Ulrike Thieme,
Karen Winkler, Monika Drescher, Ines Bechtle, Birgit Rurainsky, Stefanie Woelk, Ilka Völkel, Renate Gerlach 

SIEBEN LAGEN KNOBLAUCH SCHARF ist eine Bearbeitung von Juliane Baldy nach dem Stück Die Troerinnen von Euripides.
Die besiegte Stadt. Wer übrig bleibt, sind die Gewinner, die keine mehr sind, weil Verlierer. Der Feind hat gewonnen, ergo ist er der Gewinner. Wer nicht zum Feind hält, ist kein Gewinner - in neuer deutscher Wirklichkeit.
Hilde. Die Umsiedlerin. In der DDR hat sie ihr Auskommen gefunden, im neuen Deutschland wird sie von den Ereignissen überrollt. All das, wofür Hilde gekämpft hat, gibt es heutzutage nicht mehr. "Im Fernsehen sagen sie, dass es uns heut nicht mehr gibt. Sie sagen, dass as so sicher sei wie das Amen in der Kirche. Dabei wissen die gar nicht, wie sicher das Amen in der Kirche mal war."

Im Frühjahr 2020 erscheint Juliane Baldys Romandebüt in der Frankfurter Verlagsanstalt. Ihre Theatertexte werden vom Krl Make Theaterverlag vertreten.

Homepage www.piffpaff-berlin.jimdo.com
 



Sa      18.01.      20 Uhr
So      19.01.      20 Uhr






                                 
                                     Foto: Zé de Paiva

zum letzten Mal
ROSA - Trotz alledem
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Dramaturgie / Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Lutz Wessel, Arne van Dorsten (Puppenspiel),
       Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“ August Bebel

Am 15. Januar 2020 jährt sich der Todestag von Rosa Luxemburg. Damals zerstörte der 1. Weltkrieg Europa und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von kapitalistische und freie Gesellschaft.

Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen und Freundschaften.

Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt.

Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wiederkehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, `Uckermärkisches Nationaltheater - Kulturgut Metzelthin`
 
Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg
 



Do     23.01.     20 Uhr
Fr      24.01.     20 Uhr










                                             Foto: Produktion

metzner&schüchner  
Uraufführung
DER THEATERKRITIKER
von Tobias Schwartz 


Konzept/Regie: Mareile Metzner
Spiel: Christoph Schüchner

Tobias Schwartz’ DER THEATERKRITIKER ist ein Parcours über das Leben im Theater, über das Theater im Leben, über Sinnsuche und Besinnungslosigkeit, über das wilde Wollen und das klägliche Können (und umgekehrt) und natürlich über das Scheitern in ganz großem Stil - mit Pauken und Trompeten und Himmel und Hölle. Sonst wär‘s ja kein Theater! 

https://www.youtube.com/watch?v=kr2T8IOffHw

"Christoph Schüchner spielt in dieser spannenden Theaterstunde aber nicht nur den narzisstisch eitlen Wiedergänger... Die Uraufführung von Mareile Metzner entdeckt die Ambivalenz dieser Figur; dieser unheimliche Mann mit dem stechend durchdringenden Blick ist ein von Sehnsüchten getriebener, womöglich verhinderter Künstler... Stark das Spiel über Kunst und Kunstkritik." (Axel Schalk, zitty, 24.05.2018)

„Der Theaterkritiker“... mit einem vorzüglichen Christoph Schüchner als bizarr bestrapstem Theater-Vampir im zerschlissenen Morgenmantel. Wie schön, dass die freie Szene sich auch mal der Sorgen und Psychopathologien der Kritikerzunft annimmt, statt immer nur um das eigene Befinden zu kreisen. (Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel, 07.06.2018)
 


 

Sa     25.01.     20 Uhr







                                        Foto: Andreas Schwarz

Gastspiel
Theater am Strom / Hamburg
SPIEL ZIGEUNISTAN
Lesung und Jazz
  

mit: Christiane Richers (Autorin) und Kako Weiss (Saxophon)

SPIEL ZIGEUNISTAN erzählt die Geschichte von zwei Sinti aus Hamburg, die so und ähnlich in Berlin, in München, in Stuttgart und anderswo ihren Ort haben könnte.

Der Stücktext basiert auf den Lebenserfahrungen des Hamburger Jazz-Saxophonisten und Sinto Kako Weiss. Zentrale Aspekte seiner Biografie stehen stellvertretend für die Erfahrungen und die Geschichte vieler deutscher Sinti. Die Autorin Christiane Richers hat sie zu einem lebendigen, eindrücklichen Theatertext verdichtet.

Wolkly ist Schulversager und begabter Musiker, sein Onkel Latscho ist Schulversager, Boxtrainer und Bildungsberater. Beide bestreiten ihren Alltag zwischen Vorurteilen, Lebensträumen und den Schlagschatten der deutschen Vergangenheit. Der Abend bietet einen intensiven, aufrüttelnden Einblick in die nur sehr allmählich kleiner werdenden Traumatisierungen durch die kollektive Verfolgung und Ermordung deutscher Sinti in der Nazizeit. Und er erzählt berührend, zum Nachfragen anregend und auch amüsant vom gegenwärtigen Alltag der beiden Sinti.

Die Autorin Christiane Richers schreibt Theaterstücke, die Geschichten und Biografien aus Hamburg aufgreifen. SPIEL ZIGEUNISTAN war eine Auftragsarbeit des Thalia Theaters und war dort als Klassenzimmerstück vier Jahre im Spielplan. Ihre Produktionen sind vielfach preisgekrönt. Christiane Richers leitet das freie Hamburger THEATER AM STROM. Bisherige Gastspiele mit SPIEL ZIGEUNISTAN führten bis in den süddeutschen Raum und nach Österreich.
Kako Weiß ist als Jazz-Saxophonist bekannt durch sein Kako Weiß Ensemble und das Café Royal Salonorchester.
 


 

So     26.01.                 20 Uhr             











                                             Foto: Mehmet Deo

Erzählkunst zu Gast im TuD
GILGAMESCH

Erzählt von Kristin Wardetzky

„Gilgamesch ist ungeheuer! Ich … rechne es zum Grössten, das einem widerfahren kann“ – so urteilt Rainer Maria Rilke über dieses „Epos der Todesfurcht“. Entstanden ist es vor etwa 5 000 Jahren im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, lange vor der Bibel oder den griechischen Epen. Wie kaum an anderes Zeugnis der Kulturgeschichte ist es trotz seines Alters von brennender Aktualität.
Die Suche nach dem ewigen Leben, Menschwerdung, Sexualität, Ruhmessucht und Vermessenheit, Männerfreundschaft, Vernichtung eines Ökosystems, Herrschafts- und Götterkritik - all diese Grundfragen finden wir hier in einzigartiger, tief berührender Weise gestaltet.
 



Do     30.01.     20 Uhr









                                            Foto: Marcus Lieberenz


GRETE
nach Goethes Faust

Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Künstl. Mitarbeit:  Marcel Luxinger                                

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..   
 



Fr     31.01.     20 Uhr







                                             Foto: Produktion

UNTERTAN - Wir sind Dein Volk

nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann
                                                                                  
Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger
Dramaturgie: Dirk Baumann

Vor über 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, “ war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem
fürchtete….“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt.

Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und
Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de