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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 

 
 

 

Liebe Theaterbesucher,

bis 31. Juli 2020
sind alle Vorstellungen abgesagt.



VORSCHAU Spielzeit 2020/2021
Momentan haben einige der coronabedingt abgesagten Produktionen ihre Proben wieder aufgenommen.
Die nachfolgende Produktion wird ebenfalls im Herbst/Winter nachgeholt.


MÜHLEN, MIETER UND MONETEN
von Catharina Göldner
Ein Live-Hörspiel über Geschehnisse an der Prenzlauer Allee 1890 bis heute

Regie: Catharina Göldner
mit: Alexander Höchst, Esther Esche, Ina Tempel, Jan Pohl, Mirco Borscht

Prenzlauer Berg 2013:
Ein Haus wird saniert. Die Zimmerdecke bröckelt herunter, das Wasser wird abgestellt, im Hof herrscht eine Rattenplage und die meisten Nachbarn ziehen aus. Nur wenige bleiben. Unter ihnen eine Frau, die versucht zu verstehen, warum sie bleiben will.

Prenzlauer Berg 1890:
Ein junger Müller bangt um den Fortbestand seiner Mühle, in deren Rücken das neue Gaswerk wächst. Die riesigen Gasometer brauchen Platz, doch der junge Müller will seine Mühle und sein Land dafür nicht aufgeben.

Mit über 100 Jahren Abstand kämpfen die zwei jungen Leute am gleichen Ort darum, bleiben zu können.
Der Hörspiel-Abend erzählt mit Worten, Musik und Geräuschen vom Schwingen der Menschen zwischen ihren Wurzeln und dem Wandel der Zeit, von Widerstand und Anpassung.
 

 



Hurra - WIR STARTEN WIEDER !

Bitte beachten Sie die Hinweise zu Abstands- und Hygieneregeln des TuD, die Mitte August 2020 hier veröffentlicht werden.

AUGUST 2020


Fr     28.08.     20 Uhr Premiere
Sa    29.08.     20 Uhr
So    30.08.     20 Uhr







                                         Foto: Johanna Hasse

Uraufführung
BRUCHLINIEN
von Michael Alexander Müller

Mit: Melissa Anna Schmidt, Urs Fabian Winiger
Konzeption/Regie: Johanna Hasse
Konzeption/Ausstattung: Francoise Hüsges
Video/Animation: Mara Wild
Licht: Thomas Schick
Technik OFFline: Oliver Gayk, Robert Schüller
Technik ONline: Ole Schmetzer, Jonas Fülscher

BRUCHLINIEN ist ein öffentlicher Bericht, in dem zwei wahre, aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen anonym gehaltene Fälle sexuellen Missbrauchs verhandelt werden. Da ist das Mädchen, das von ihrem Stiefvater jahrelang unter den Augen ihrer Mutter missbraucht wurde, und der Junge, der von seinem Jugendbetreuer eines Eisenbahnvereins über mehrere Jahre hinweg vergewaltigt wurde. Zwei Kinder, eingeschüchtert und gefangen in ein System aus Verrat, Manipulation, psychischem Druck und brutaler Gewalt im vertrauten Umfeld. Zwei Kinder, die das Erlebte über Jahre verdrängt und aus Angst und Schamgefühl geheim gehalten haben. Jahre später erst können sie sich ihrer Vergangenheit stellen, brechen das Schweigen und stellen Strafanzeige.

Sie übergeben ihre Akten, Erinnerungsprotokolle und Briefe dem Autor Michael Alexander Müller, der ihr Erlebtes zu einem Theatertext dramatisiert hat. Eine Berichterstatterin und ein Berichterstatter rekapitulieren das Geschehen für die Öffentlichkeit. Vergangenes wird gegenwärtig. Während beide Fälle juristisch verjährt sind, erwachen die Menschen und ihre Schicksale hinter den Akten zu neuem Leben, geben Auskunft und fordern Aufklärung.
 

Das Theater unterm Dach Berlin und das monsun.theater Hamburg arbeiten sowohl analog als auch digital zusammen. Während das Publikum im Saal des Theaters unterm Dach der Aufführung beiwohnt, gibt es die Möglichkeit, die Vorstellungen simultan per Livestream zu verfolgen und aktiv teilzunehmen. Im Live-Chat können die Teilnehmer*innen sich mit anderen austauschen, live mitreden, kommentieren und diskutieren. Moderiert wird das virtuelle Community-Viewing von Mitgliedern des Produktionsteams, die Auskunft geben über die Inszenierung und einzelne Wortbeiträge und Fragen für die Bühne freischalten, die wiederum von der Berichterstatterin und dem Berichterstatter im Theater aufgegriffen werden. Darüber hinaus werden die ONline Teilnehmer*innen zu Interaktionen aufgefordert, die zurück auf die Bühne wirken und somit an der visuellen Gestaltung der analogen Bühnenästhetik zu partizipieren.

ONline-Zugang: http://www.monsun.theater

 


Eine simultane ON-OFFline-Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg, gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung und dem Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur
 



SEPTEMBER 2020
 

Do    03.09.     20 Uhr    im Anschluss
Theaterscouting Publikumsgespräch

Fr     04.09.     20 Uhr





                                         Foto: Johanna Hasse


Uraufführung
BRUCHLINIEN
von Michael Alexander Müller

Mit: Melissa Anna Schmidt, Urs Fabian Winiger
Konzeption/Regie: Johanna Hasse
Konzeption/Ausstattung: Francoise Hüsges
Video/Animation: Mara Wild
Licht: Thomas Schick
Technik OFFline: Oliver Gayk, Robert Schüller
Technik ONline: Ole Schmetzer, Jonas Fülscher

BRUCHLINIEN ist ein öffentlicher Bericht, in dem zwei wahre, aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen anonym gehaltene Fälle sexuellen Missbrauchs verhandelt werden. Da ist das Mädchen, das von ihrem Stiefvater jahrelang unter den Augen ihrer Mutter missbraucht wurde, und der Junge, der von seinem Jugendbetreuer eines Eisenbahnvereins über mehrere Jahre hinweg vergewaltigt wurde. Zwei Kinder, eingeschüchtert und gefangen in ein System aus Verrat, Manipulation, psychischem Druck und brutaler Gewalt im vertrauten Umfeld. Zwei Kinder, die das Erlebte über Jahre verdrängt und aus Angst und Schamgefühl geheim gehalten haben. Jahre später erst können sie sich ihrer Vergangenheit stellen, brechen das Schweigen und stellen Strafanzeige.

Sie übergeben ihre Akten, Erinnerungsprotokolle und Briefe dem Autor Michael Alexander Müller, der ihr Erlebtes zu einem Theatertext dramatisiert hat. Eine Berichterstatterin und ein Berichterstatter rekapitulieren das Geschehen für die Öffentlichkeit. Vergangenes wird gegenwärtig. Während beide Fälle juristisch verjährt sind, erwachen die Menschen und ihre Schicksale hinter den Akten zu neuem Leben, geben Auskunft und fordern Aufklärung.

Das Theater unterm Dach Berlin und das monsun.theater Hamburg arbeiten sowohl analog als auch digital zusammen. Während das Publikum im Saal des Theaters unterm Dach der Aufführung beiwohnt, gibt es die Möglichkeit, die Vorstellungen simultan per Livestream zu verfolgen und aktiv teilzunehmen. Im Live-Chat können die Teilnehmer*innen sich mit anderen austauschen, live mitreden, kommentieren und diskutieren. Moderiert wird das virtuelle Community-Viewing von Mitgliedern des Produktionsteams, die Auskunft geben über die Inszenierung und einzelne Wortbeiträge und Fragen für die Bühne freischalten, die wiederum von der Berichterstatterin und dem Berichterstatter im Theater aufgegriffen werden. Darüber hinaus werden die ONline Teilnehmer*innen zu Interaktionen aufgefordert, die zurück auf die Bühne wirken und somit an der visuellen Gestaltung der analogen Bühnenästhetik zu partizipieren.


Eine simultane ON-OFFline-Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg, gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung und dem Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur
 



Sa    05.09.     20 Uhr
So    06.09.     20 Uhr





                                               Foto: Produktion
 
EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von

mit: Anne-Catrin Märzke und Thaddäus Meilinger

Es ist das kürzeste Drama aller Zeiten.
In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunden, die Anfang des 20. Jahr-hunderts eine gemeinsame Kunstgalerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutschland zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brieffreundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wieder und mit jedem Poststempel nähert sich die Freundschaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität, das vor über 80 Jahren entstand.
 



Do    10.09.     20 Uhr Premiere
Fr     11.09.     20 Uhr
Sa    12.09.     20 Uhr





                                              Foto: Produktion

STEVIE WONDER IST NICHT BLIND
Eine Verschwörungstherapie

von und mit: Christoph Schüchner und Stephan Thiel                      
                                 

Die Lösung für alle Probleme der Menschheit - was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Man muss nur hinter die Dinge schauen können und erkennen, dass wir alle von dunklen Mächten gesteuert und manipuliert werden... Das zumindest behaupten viele Verschwörungstheorien - und davon entstehen täglich neue. Das Produktionsteam geht der Sache nach.

https://www.youtube.com/watch?v=TdDTwh5TOUk




So      13.09.     20 Uhr




 Bild: SLUB Dresden/ Deutsche Fotothek/ Gerd Danigel

JAZZ AM HEELMHOLTZPLATZ
zu Gast im TuD
mit dem Trio Leuthäuser /Röme/Steinhoff

 
Erik Leithäuser (vocals)
Conrad Steinhoff (bass)
Felix Römer (piano)

Sein neues Album hat der junge und bereits international anerkannte Jazzsänger Erik Leuthäuser der amerikanischen Sängerin Irene Kral gewidmet, die als Teenager bereits berufliche Erfolge erzielte. Mit Laurindo Almeida gewann sie einen Grammy, arbeitete mit Shelly Mann, Woody Herman, Herb Pomeroy und im Quintett mit Buddy Collette. Außerdem nahm sie zwei melancholisch anmutende und sehr poetische Alben im Duo mit dem Pianisten Alan Broadbent auf: "Where is love" (1974) und "Gentle Rain" (1977). Diese beiden Platten, die die hektische Schnelllebigkeit des Alltags vergessen lassen und eine seelische Auszeit ermöglichen, haben Erik Leuthäuser für sein neues Album inspiriert, das er unter anderem im A-Trane, im b flat und in der deutschen Oper präsentiert. Zusammen mit dem aufstrebenden und swingenden Conrad Steinhoff am Bass und dem vielseitigen Felix Römer am Klavier ist er am 13. September  im Theater unterm Dach zu erleben! 
Bisher ist er mit deutschen Texten, selbstkomponierten Stücken, altbekannten Standards und experimentellen Gesängen (Loop) an die Öffentlichkeit getreten. Es ist die Gelegenheit, Erik Leuthäuser noch einmal in einem intimeren Rahmen in Berlin zu erleben, bevor die großen Bühnen dieser Welt für ihn zum Zuhause werden. "I like you, you' re nice" - stellen wir uns einfach mal vor, dass Irene Kral den Song vielleicht Erik Leuthäuser gewidmet hätte.

 



Do     17.09.     20 Uhr
Fr      18.09.     20 Uhr





    



                                       

                                              Foto: Gisela Hoffmann

Gastspiel
Gostner Hoftheater Nürnberg
EINE ART LIEBESERKLÄRUNG
von Neil LaBute

Spiel: Michaela Winterstein
Bühne, Kostüme: Dorothea Kaiser
Regie: Anke Salzmann

Wie unterschiedlich lässt sich ein und dieselbe Geschichte erzählen, inter­pretieren?
Wo endet Interpretation, wo beginnt eine Lüge, das Verdrehen von Tatsachen?
Welche Geschichte glauben wir?
Welche wollen wir glauben, weil sie vielleicht dem Bild entspricht, das wir von einem Menschen haben und behalten wollen…
Was macht eine fortwährende Lüge mit uns, mit dem, der lügt, mit unseren Beziehungen?
Wie weit sind wir bereit zu gehen, um etwas zu bekommen, was ohne Lüge vielleicht nicht zu haben wäre…

https://m.youtube.com/watch?v=TpAps6c-Qpk
 


 
Sa    19.09.     20 Uhr






                                       Foto: Produktion

UNTERTAN-Wir sind Dein Volk
nach Heinrich Mann Der Untertan

Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Dramaturgie: Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger

Vor über 100 Jahren (1914) erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln – nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete. Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr – in Verkennung seiner eigenen gesellschaftlichen Stellung. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt. Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt. In Zeiten gesellschaftlicher Un­sicher­heiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und dem Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur
 


 
So     20.09.     20 Uhr











                                       
                                                 Foto: Marcus Lieberenz
GRETE
nach Gothes Faust

Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Regieassistenz: Nora Otte
künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Anja Gronau und Claudia Wiedemer geben dem Gret­chen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.
Zerscheitern und zu Grunde gehen – diese Unbedingtheit im Handeln, nicht nur alle Schran­ken der bürgerlichen Existenz, sondern alle Bedingungen des Lebens selbst hinter sich zu lassen, formuliert Faust. Gretchen handelt danach.
Mit ihrem Blick hinter die Kulissen untersuchen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blondzopfigen Mädchen bietet.

Diese Inszenierung wurde mit dem Friedrich-Luft-Preis 2004 ausgezeichnet und
vielen weiteren Auszeichnungen.



Do    24.09.     20 Uhr
Fr     25.09.     20 Uhr
Sa    26.09.     20 Uhr





                                              Foto: Produktion

STEVIE WONDER IST NICHT BLIND
Eine Verschwörungstherapie

von und mit: Christoph Schüchner und Stephan Thiel                      
                                 

Die Lösung für alle Probleme der Menschheit - was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Man muss nur hinter die Dinge schauen können und erkennen, dass wir alle von dunklen Mächten gesteuert und manipuliert werden... Das zumindest behaupten viele Verschwörungstheorien - und davon entstehen täglich neue. Das Produktionsteam geht der Sache nach. 

https://www.youtube.com/watch?v=TdDTwh5TOUk
 



So     27.09.     20 Uhr













                                                Foto: Produktion

Erzählkunst zu Gast im TuD
DIE WELT EIN EILAND,
IN MIR DAS BRAUSENDE MEER
Geschichten von nahen & fernen Inseln

Erzählerin: Johanna Gerosch

Johanna Gerosch erzählt von Wagnis und Isolation, von Verdammnis und verborgener Glückseligkeit, von Aufbruch und Untergang, von Mutter Moneiba am Grunde des Ozeans, verinselten Menschen und von welchen, die sehr tief graben. Denn „Das Paradies mag eine Insel sein. Die Hölle ist es auch.“ (J. Schalansky)

Johanna Gerosch studierte Schauspiel an der staatlichen Theaterakademie Hamburg und Theaterpädagogik in der Universität der Künste in Berlin.
2018 gewann sie den Nachwuchspreis beim Gute Stube Erzählfestival München und erzählt seither deutschlandweit für Menschen jeden Alters – auf Bühnen oder in Wohnzimmern, für Jung oder Alt, Modernes, Traditionelles, selbst Erlebtes. Was zählt, ist die Notwendigkeit der Geschichte – denn
Geschichten haben die Macht, Menschen zu erwecken und Menschen können die Welt verändern.

Johanna Gerosch: Berührend, leidenschaftlich, mutig, wahrhaftig, echt.” (Jury Nachwuchspreis)

“Eine seelenberührende Reise” (Zuschauerinnenstimme)

www.johannagerosch.de

 


 

OKTOBER 2020


Do     01.10.     20 Uhr   Premiere
Fr      02.10.     20 Uhr
Sa     03.10.     20 Uhr









                                                                     
                                                       Foto: Produktion

STIEFMUTTER HEIMAT. Meine Mutter das gestohlene Kind
Eine Stückentwicklung von Wicki Kalaitzi und Joanna Lewicka

Regie: Joanna Lewicka
Spiel: Wicki Kalaitzi
Ausstattung: Marta Góźdź (El Bruzda)
Multimedia: Aleksander Janas
Musik: Tomasz Krzyżanowski
DJ-Set: Anka Pitu (Gast)
Licht: Karol Rębisz
Plakat: Michał Jadczak
Foto-Dokumentation: José-Luis Mendoza
Regieassistenz: Olga Osuchowska

"Wickuschka, wer will das denn heute hören, was wir als Kinder durchgemacht haben und was uns angetan wurde, keiner!"

Stiefmutter Heimat. Meine Mutter das gestohlene Kind ist ein Theaterabend, der von Wicki Kalaitzi (Wickuschka) initiiert wurde und auf der wahren Geschichte der Lenka, ihrer Mutter, einem Opfer der Kinderverschickung im griechischen Bürgerkrieg nach Mittelosteuropa, basiert. Die Zuschauer*innen werden auf eine künstlerisch dokumentarische Zeitreise mitgenommen, rund um die Themen Vergangenheitsbewältigung, Herkunft(-en), Heimat(-en) und der Suche nach dem Zuhause. "Ernnerung-Entführung-Mutter Europa", Lenkas Odyssee führt uns durch Albanien, Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien in ein Breslauer Kinderheim, Leipzig und 1981 nach West-Berlin, wo sie bis heute lebt. Lenkas Tochter, Wicki, erzählt an dem Abend von Kontexten und dem Umgang mit ihren Familienerinnerungen. Die Narrative verweisen, zusammen mit dokumentarischen, tanzperformativen theatralen und musikalischen Elementen auf die aktuelle und zeitlose Situation Schutzsuchender in Europa. Die Stückentwicklung thematisiert somit einen generationsübergreifenden Prozess zu Fragen der Vergangenheitsbewältigung unserer Töchter, Mütter, Großsmütter, Urgroßmütter und schließlich auch der Einen: Mutter Europa. Das Stück spielt in der Gegenwart und setzt die Geschichte in einen direkten Bezug zum gegenwärtigen Diskurs zu Heimat und Entfremdung.

Wir leben in einer Zeit, in der die Vergangenheitsbewältigung und das (un)bewusste "Nomadentum" zur alltäglichen Realität geworden ist. Dies verbinden wir oft mit Angstgefühlen, Obdachlosigkeit und negativen Emotionen. Das Erzählen von persönlichen und intimen Geschichten, der Austausch, ermöglichen uns, uns für weitere Geschichten zu öffnen und zurückzukehren zum Thema Opfer, sowohl polnischer, deutscher als auch griechischer Zeitzeugen und ihrer Erfahrungen. Das Erzählen erlaubt uns, Fragen zu stellen: Was bedeutet Sehnsucht nach einer Heimat, einem Zuhause, einem Zugehörigkeitsgefühl heute, ganz egal wo wir leben? Und wie übersetzt sich diese eine persönliche Zeugen- Perspektive in eine universelle Perspektive und einen zeitlosen, interkulturellen Dialog? Es scheint uns sehr wichtig, diese Fragen zu stellen. 


Die Stückentwicklung wird Teil des Projekts "Stepmother Motherland" von Joanna Lewicka, das sich in Polen dem Thema Herkunft, Entwurzelung und mangelnder Zugehörigkeit widmet.

Produktion: Theater unterm Dach Berlin und Grotowski Institut Wrocław

Gefördert vom  Amt für Weiterbildung und Kultur (Fachbereich: Kunst und Kultur) BA Pankow von Berlin, Stiftung für Deutsch- Polnische Zusammenarbeit, unterstützt vom Polnischen Institut in Berlin und dem Pilecki Institut Berlin.
Produktionsleitung und organisatorische Unterstützung Stiftung Fundacja od WSCHODU do ZACHODU

https://www.youtube.com/watch?v=R2GixU8xeaU&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2fmd1y5EYd5QbjHWDR8F02r5MKs9DmLFmQQuZGST3rOi6rmmn0CjWGQ-w 

 


 



www.theateruntermdach-berlin.de