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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 




MAI 2019 / JUNI 2019

 

  

 

Do      23.05.     20 Uhr
Fr       24.05.     20 Uhr





 
                                              Foto: Produktion

Deutsche Erstaufführung
ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!
nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“
von Honoré de Balzac
                                                                                
Spiel: Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie: Alexander Schröder
Ausstattung: Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie: Christiane Wiegand
Regieassistenz: Franziska Muche

„Du verheiratest Dich und ich liebe...“
Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden.
Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und wo? 
 


 

Sa      25.05.      20 Uhr
So      26.05.      20 Uhr Zum letzten Mal



GEFALLE, DU SCHÖNE
von Amina Gusner

Idee/Textentwicklung/Regie: Amina Gusner
Ausstattung: Inken Gusner
mit: Inga Wolff, Franziska Kleinert
und Pia Noll, Marie Sophie Rautenberg, Friederike Serr, Kateryna Shatsyllo,
       Anna Stock, Lisa Stör

"Ich spiele allen Leuten vor, dass ich eine tolle Person bin. Ich bin gütig und mitfühlend, ich
glaube, so muss man sein als Frau. Ich spiele den Clown, der immer gute Laune hat. Aber ich fühle mich allen Menschen fremd."
Ruth aus Maxi Wanders „Guten Morgen, du Schöne“

Auf der Basis von Interviewprotokollen mit Frauen heute entsteht inspiriert von Maxie Wanders Buch „Guten Morgen, du Schöne“ (1977) 40 Jahre später ein Theaterstück.

Amina Gusner verwebt diese Zeugnisse zu einer Textcollage und lässt Frauen erzählen, wie sie sich selbst sehen und wahrgenommen fühlen. Wer bin ICH und was bedeutet es heute, FRAU zu sein?

Eine Produktion von Amina Gusner in Koproduktion mit dem Theater unterm Dach.
Gefördert von der Heinz und Heide Dürrstiftung. 
 


PERFORMING ARTS - FESTIVAL BERLIN 2019 

Mi       29.05.      20 Uhr 
 






                                           




                                       Foto: Christoph Schüchner
 
metzner & schüchner
BREAKING BRUNHILD
Eine literarisch musikalische Bestandsaufnahme
von und mit Mareile Metzner, Till Josa Paar & Gäste

Künstlerische Leitung / Text / Spiel: Mareile Metzner
Live-Musik / Arrangements: Till Josa Paar
Dramaturgische und gestalterische Beratung: Christoph Schüchner / Alexandra Süßmilch

BRUNHILD ist ent-täuscht! Buchstäblich. Von wegen Gleichberechtigung, Toleranz, Solidarität, Weltfrieden. Von wegen „Nie wieder Faschismus“. Und vom Klima ganz zu schweigen! Wie zuversichtlich ist sie im letzten Jahrhundert ins Erwachsenenleben gestartet - und jetzt? Zu einer Live-Talkshow mit literarisch-musikalischer Bestandsaufnahme lädt Mareile Metzner alias BRUNHILD ein ins deutsche Wohnzimmer und fragt nach dem Wesen einer kulturellen Identität. Gibt’s die? Wenn ja, wie viele? Was soll man bewahren, was sich bewähren, was kann weg?

BREAKING BRUNHILD ist ein Abend zwischen Auf- und Zusammenbruch, Ethik und Etiketten. Eine (An)Klage. Ein (Ab)Gesang. Eine (Ver)Dichtung. Ein (Mani)Fest. Mit Balladen, Liedern, Herz, Hand und Hirn. Und vor allem mit Gästen von überall und nebenan.
 


PERFORMING ARTS - FESTIVAL BERLIN 2019

Do      30.05.      20 Uhr
Fr
      31.05.      20 Uhr


 

 

                                                Foto: Produktion

VON DER LANGEN REISE AUF EINER HEUTE    
ÜBERHAUPT NICHT MEHR WEITEN STRECKE

von Henriette Dushe

Regie: Stephan Thiel
Mit: Franziska Hoffmann, Meda Gheorghiu-Banciu, Anja Lechle, Nadine Nollau, Eléna Weiß

Eine Mutter trifft ihre vier Töchter viele Jahre nach der gemeinsamen Ausreise aus der DDR. In Rückblicken wird erzählt, wie sie damals mit Angst, aber auch mit großen Hoffnungen dem Neuanfang in Westen entgegenblickten. Sie ringen mit ihren bis heute andauernden Versuchen, Träume und Ideale eines besseren Lebens mit der Realität in Einklang zu bringen.
Henriette Dushe betrachtet in ihrem Stück die aktuelle „Flüchtlingsdebatte“ aus einer besonderen Perspektive: Auch Deutsche sollten wissen, was es heißt, ein Flüchtling zu sein. Während des 2. Weltkrieges und Ende der 80er Jahre flüchteten Deutsche nach Deutschland - und stießen dabei zum Teil auf heftige Ablehnung.
Was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlicher Prägung lernen müssen, miteinander zu leben? Wie kommt es, dass das Gefühl der Heimatlosigkeit und Fremdheit trotz Integration bestehen bleiben kann? Damals wie heute sind es die gleichen Fragen.
 


PERFORMING ARTS - FESTIVAL BERLIN 2019

Sa       01.06.       20 Uhr   






                                                    Foto: Produktion

EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von Dorothee Böhm
Eine Szenische Lesung


mit: Anne-Catrin Märzke und Lorris Andre Blazejewski

Es ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunden, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine gemeinsame Kunstgalerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutschland zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brieffreundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wieder und mit jedem Poststempel nähert sich die Freundschaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität, das im vergangenem Jahr 80. Jubiläum feierte.
 


PERFORMING ARTS - FESTIVAL BERLIN 2019 

So        02.06.      20 Uhr





 




                                                    
                                                 Foto: Enrico Kusnady

DRECK
von Robert Schneider

Regie/Ausstattung: Oleg Mirzak
Schauspiel: Timur Isik

Das Stück „Dreck“ von Robert Schneider stammt aus der Zeit, als die sogenannte
„Flüchtlingskrise“ nicht einmal vorstellbar war, genauso undenkbar war vor 25 Jahren die
Möglichkeit der Entstehung einer Partei, die mit offen ausländerfeindlichen und
menschenverachtenden Parolen in alle 16 Landtage der Bundesrepublik einzieht und in der laufenden Legislaturperiode im Bundestag bereits vertreten ist.

Sad ist Araber. Er ist illegal in Deutschland. Täglich muss er achtundfünfzig Lokale ablaufen und Rosen verkaufen, um sein Lebensunterhalt zu finanzieren, jede Nacht zwölf Kilometer. Dabei begegnet er jeden Tag Ausländerfeindlichkeit und Vorurteilen und der Kampf dagegen scheint so aussichtslos zu sein, dass Sad einen Teil von sich aufgibt: Seinen Stolz und seine Selbstachtung. In dem Elend, in dem er sich befindet, hat der andere Teil von ihm kaum eine Chance zu überleben. Trotzdem bricht sein wahrer Charakter manchmal durch.


 

Do     06.06.     Premiere
Fr      07.06.
Sa     08.06.





                                        Foto: K. Mikityla

JASON UND MEDEA
oder was ist Heimat


Textfassung, Regie: Karin Mikityla
Es spielen: Absolventen und Studenten der Berliner Schule für Schauspiel
Delschad Numan Khorschid    Jason
Jeana Grzendek                    Jason
Lydia Gruner                        Medea
Lorina Hazdenari                   Medea
Flurina Giglia Holeiter            Medea
Judith Hollingshaus                Medea
Pablo Nina Toculescu             Amm
Saskia Crehl                         Bote
Julius Lohse                          König Kreon

von meinem Zorn verstehst du nichts
von meinem Leid erfährst du nichts

Vom Drama des Menschen als Opfer ihrer Herkunft und Kultur.Was bedeutet der Verlust der Heimat, das Leben in fremder Kultur? Entwurzelung und Isolation? Anhand der Geschichte um Medea und Jason, untersuchen wir diese Fragen.
Die Argonauten aus Griechenland landen in  Kolchis und fordern das goldene Vlies. Der König  plant ihren Anführer Jason zu vergiften. Doch die Tochter des Königs, Medea, rettet den Fremden, in den sie sich verliebt und flieht mit ihm. Nach langer Irrfahrt, in Jasons Heimat Iolkos nicht willkommen geheißen, gelangen sie nach Korinth und bitten um Asyl. Kinder sind inzwischen geboren, Medea bleibt hier eine Fremde. Jason  will eine neue Ehe mit der jungen Königstochter eingehen und verlässt Medea. Entwurzelt, den Verrat nicht verwindend, holt sie zur Rache aus und bekennt: „Man hat mich bös genannt, ich war es nicht: Allein ich fühle, dass man’s werden kann.“



In der Woche vom 12. bis 15. Juni findet unter dem Titel:

WERKSCHAU JUGENDTHEATER – Volume N° 5

eine Woche Jugendtheater im Theater unterm Dach und in der sich eine Etage darunter befindlichen Jugendtheateretage statt. Nähere Informationen dazu werden über einen Extraflyer veröffentlicht.
Beginn der täglichen Vorstellungen jeweils 19 Uhr.

EINTRITT: frei


 

So      16.06.     20 Uhr










Erzählkunst zu Gast im TuD
KÄTHE 35 - Biographie eines Hauses

mit: Britta Wilmsmeier
Live-Musik: Roman Ott

„Sie klopfte an, ganz unvermittelt, ich hieß sie herzlich willkommen und war doch überrascht, dass sie auf einmal in MEIN Zuhause eindrang. Geschichte. Seit ihrem Besuch war nichts mehr wie vorher.“

Vor zwei Jahren stand Britta C. Wilmsmeier vor einem Bild des DDR-Fotografen Harf Zimmermann. Auf dem Foto aus dem Jahr 1986 war eine Frau mit einem dicken Hund zu sehen - auf IHREM Balkon. Wer war diese Frau und wer hatte noch alles in ihrer Wohnung, in ihrem Haus gewohnt? Sie begann Stein für Stein ihres Hauses in der Käthe-Niederkirchner-Straße umzudrehen. So lernte sie zwei Juden kennen, die einst in ihrem Haus gelebt hatten und überlebten, weil ihre Eltern sie 1939, als kleine Jungs, nach Frankreich schickten. Mutter und Großmutter wurden von den Nationalsozialisten ermordet, wie weitere 63 Bewohner ihres Hauses.
Keine Türklinke, kein Treppengeländer konnte berührt, kein Blick durch ein Fenster getan werden, ohne dass sich ihr Geschichte und Geschichten aufdrängten. Sie wurde eingeholt von Fragmenten aus 100 Jahren Berliner Vergangenheit, die nun zu Teilen ihres Lebens wurden. Die Geschichtsatome, die sie sonst aus gebührendem Abstand beobachtet hatte, klebten auf einmal an ihr. Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen, dass es genauso war wie in der Geschichte „Die drei Geschlechter“ des Rabbi Baal Shem Tov. In Vergessenheit geraten die Fakten, was was bleibt sind die Geschichten. Aber wer erzählt hier wem seine Geschichte?

Britta C. Wilmsmeier begibt sich auf eine Reise zum steinernen Zeugen eines Jahrhunderts voller
Geschichte und Geschichten. Ihr Erzählprogramm wird musikalisch kommentiert von dem Jazzmusiker, Komponisten und Hausmitbewohner Roman Ott.
 


 

Fr      21.06.      20 Uhr







                                         
  Foto: Karen Schultze

LENZ

von Georg Büchner

Mit: Matthias Rheinheimer
Regie: Lutz Lansemann



Der junge revolutionäre Dichter Lenz wird von Goethe und dem Weimarer Fürsten wegen einer angeblichen „Eseley“ ins Exil geschickt und durchwandert das Steintal im Elsaß. Lenz sucht – verarmt und in einer Existenzkrise – bei dem modernen Pfarrer und Sozialpionier Oberlin nach einer neuen Perspektive. Zwei Wochen später wird er aus Waldersbach unter Bewachung in einer Kutsche nach Straßburg gefahren.

Fünfzig Jahre später fällt Georg Büchner der Tagebuchbericht Oberlins in die Hände, und er
verarbeitet diesen zur Erzählung „Lenz“.

Heute gilt das Stück als erstes literarisches Werk über die Schizophrenie. Lenzens Verhalten wird
aber auch als heftige Reaktion gegen die sozialen und künstlerischen Zwänge interpretiert.

www.youtube.com/watch?v=DYqhbAO6RqI
 


 

Sa      22.06.      20 Uhr
So      23.06.      20 Uhr



                                       


                                           Foto: Dorothea Tuch


DER RESERVIST
von Thomas Depryck
Aus dem belgischen Französisch übersetzt von Frank Weigand

Regie: Suzanne Emond
Es spielen: Helge Gutbrod, Thorsten Hierse, Carla Weingarten
Live Musik: Tobias Vethake

Perfekt, sage ich mir ...nachdem es wirklich nichts für mich zu tun gibt, gehöre ich eben zur Reserve!“

Das ist die Geschichte von einem Typen, der nach einer Alternative zu dem Modell sucht, das man ihm vorgibt.
Ein Naivling halt.
Oder ein Parasit.
Aber das klappt nicht.
Am Ende ist er auf jeden Fall der Gelackmeierte.

Das ist die Geschichte von einem Mann, der sich nicht zugehörig fühlt. Ein Mann, der seinen Platz nicht findet. Der keine Arbeit hat. Dem man aber erklärt hat, dass er eine Arbeit finden muss. Ein Mann, der sich umschaut, wenn er zum Jobcenter geht, ohne wirklich zu verstehen, was er dort soll. Eines Tages macht er einen Schritt zur Seite und beschließt sich selbst als Teil der Reserve an verfügbarer Arbeitskraft zu betrachten. Ein Reservist. Wie bei der Armee. Und an dem Tag, an dem man ihm den Job anbietet, der hundertprozentig zu ihm passt, wird er bereit sein.

„Der Reservist“ ist eine satirische und impertinente Parabel über Arbeit und Sozialpolitik. Das Stück des belgischen Autors Thomas Depryck gewann 2016 den Internationalen Autorenpreis beim Heidelberger Stückemarkt.

https://www.youtube.com/watch?v=X61_WguHD-E
 


 


Danach verabschiedet sich das TuD  in die Spielzeitpause
und wird Ende August wieder für Sie da sein.


www.theateruntermdach-berlin.de