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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 




August / September 2019


Fr      30.08.     20 Uhr   Premiere
Sa     31.08.     20 Uhr
So     01.09.     20 Uhr




                                           Foto: Nicole Masseit

mAnn aus Obst
GELDWÄSCHE

von und mit:
Anton Wassiljew – Balalaika, Elektronik
Edith Steyer – Saxophon, Klarinette
Laia Ribera Cañénguez – Stimme, Performance
Maja von Kriegstein – Klavier, Trompete
Wieland Möller – Drums, Percussion

Wenigstens mal einen Euro richtig sauber machen. Wenigstens ein bisschen. Fünf Musiker*innen und Performer*innen unternehmen den Versuch, sich aus der persön­lichen Verstrickung in weltweite Kapital­ströme zu befreien, in dem sie ihr eigenes Geld waschen. Am liebsten würden sie alles Geld aus allen Banken aus­leihen, waschen und zurück­bringen. Und am besten auch gleich noch für die großen inter­nationalen Geld­ströme im virtuellen Raum irgendwo ein Klärwerk bauen. – Doch schon beim ersten harmlosen Cent aus einer Kinderspar­büchse lassen sich die Spuren von Korruption, Krieg, Kolonialis­mus, Ausbeutung, Waffen­exporten und Genozid nicht entfernen. Trotzdem wird alles versucht: So schön singen, dass jede Münze davon einfach sauber werden muss. Waschgänge in Maschinen verschiedener Jahrgänge – darunter eine Miele von 1903. Kritische Auseinander­setzung mit dem Glauben ans Geld. Reflexion der eigenen finanziellen Biografie. Scheine lieber für eine Weile vergraben. Münzen­schütteln in einer Balalaika.

Ein Abend zwischen Komik und Ver­zweiflung, absurdem Theater und Klang­installation – für all diejenigen, die die Sehn­sucht nach einer noch besseren Idee als der des globalen Kapi­talis­mus immer noch nicht aufgegeben haben.
 



 Di     03.09.       20 Uhr

JAZZ AM HELMHOLTZPLATZ
zu Gast im TuD

 


 
Do     05.09.     20 Uhr
Fr      06.09.     20 Uhr










                                           Foto: Christoph Schüchner

metzner&schüchner
BREAKING BRUNHILD
von und mit Mareile Metzner, Till Josa Paar & Gäste

Künstlerische Leitung / Text / Spiel: Mareile Metzner
Live-Musik / Arrangements: Till Josa Paar
Dramaturgische, gestalterische Beratung: Christoph Schüchner / Alexandra Süßmilch

BRUNHILD
ist ent-täuscht! Buchstäblich. Von wegen Gleich­berechtigung, Toleranz, Solidarität, Welt­frieden. Von wegen „Nie wieder Faschismus“. Und vom Klima ganz zu schweigen! Wie zuversichtlich ist sie im letzten Jahr­hundert ins Erwachsenen­leben gestartet – und jetzt? Zu einer Live-­Talkshow mit literarisch-­musikalischer Bestands­aufnahme lädt Mareile Metzner alias BRUNHILD ein ins deutsche Wohn­zimmer und fragt nach dem Wesen einer kulturellen Identität. Gibt’s die? Wenn ja, wie viele? Was soll man bewahren, was sich bewähren, was kann weg?

BREAKING
BRUNHILD ist ein Abend zwischen Auf- und Zusammen­bruch, Ethik und Eti­ket­ten. Eine (An)Klage. Ein (Ab)Gesang. Eine (Ver)Dichtung. Ein (Mani)Fest. Mit Balladen, Liedern, Herz, Hand und Hirn. Und vor allem mit Gästen von überall und nebenan.
 


 
Sa     07.09.     20 Uhr
So     08.09.     20 Uhr
Do     12.09.     20 Uhr 
Fr      13.09.     20 Uhr 




                                           Foto: Nicole Masseit

mAnn aus Obst
GELDWÄSCHE

von und mit:
Anton Wassiljew – Balalaika, Elektronik
Edith Steyer – Saxophon, Klarinette
Laia Ribera Cañénguez – Stimme, Performance
Maja von Kriegstein – Klavier, Trompete
Wieland Möller – Drums, Percussion

Wenigstens mal einen Euro richtig sauber machen. Wenigstens ein bisschen. Fünf Musiker*innen und Performer*innen unternehmen den Versuch, sich aus der persön­lichen Verstrickung in weltweite Kapital­ströme zu befreien, in dem sie ihr eigenes Geld waschen. Am liebsten würden sie alles Geld aus allen Banken aus­leihen, waschen und zurück­bringen. Und am besten auch gleich noch für die großen inter­nationalen Geld­ströme im virtuellen Raum irgendwo ein Klärwerk bauen. – Doch schon beim ersten harmlosen Cent aus einer Kinderspar­büchse lassen sich die Spuren von Korruption, Krieg, Kolonialis­mus, Ausbeutung, Waffen­exporten und Genozid nicht entfernen. Trotzdem wird alles versucht: So schön singen, dass jede Münze davon einfach sauber werden muss. Waschgänge in Maschinen verschiedener Jahrgänge – darunter eine Miele von 1903. Kritische Auseinander­setzung mit dem Glauben ans Geld. Reflexion der eigenen finanziellen Biografie. Scheine lieber für eine Weile vergraben. Münzen­schütteln in einer Balalaika.

Ein Abend zwischen Komik und Ver­zweiflung, absurdem Theater und Klang­installation – für all diejenigen, die die Sehn­sucht nach einer noch besseren Idee als der des globalen Kapi­talis­mus immer noch nicht aufgegeben haben.
 



Sa     14.09.     20 Uhr
So     15.09.     20 Uhr










                                           Foto: Enrico Kusnady

DRECK
von Robert Schneider

Regie/Ausstattung: Oleg Mirzak
Spiel: Timur Isik

Das Stück »Dreck« von Robert Schneider stammt aus der Zeit, als die sogenannte „Flücht­lings­krise“ nicht einmal vor­stell­bar war, genauso undenk­bar war vor 25 Jahren die Mög­lich­keit der Entstehung einer Partei, die mit offen ausländer­feind­lichen und menschen­ver­achtenden Parolen in alle 16 Land­tage der Bundes­republik einzieht und in der laufenden Legislatur­periode im Bundes­tag bereits vertreten ist.

Robert Schneiders Stück »Dreck« beleuchtet Ausländerhass und Fremden­feind­lichkeit aus der Perspektive eines Ge­flüch­te­ten, emotional und doch reflektiert berichtet dieser über sein Leben als Rosen­verkäufer in Deutsch­land.
 


 

Do     19.09.     20 Uhr   Premiere
Fr      20.09.     20 Uhr





                                           Foto: privat

UNTERM TEPPICH
Ein multimedialer Theaterabend von Ilona Schulz und Dania Hohmann

Konzept / Dramaturgie: Ilona Schulz / Dania Hohmann
Texte / Textbearbeitung: Ilona Schulz
Regie: Dania Hohmann
Ausstattung: Eva-Maria Henschkowski / Lolita Hindenberg
Schauspiel: Ilona Schulz
Musikalische Leitung: Manuel Weber
Produktionsleitung: Nanna Rohlffs

„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts ver­stan­den, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“ Soren Kierkegaard

1945, Stunde Null. Hinter „uns“ der zerstöre­rische Größen­wahn, vor „uns“ die Zerstörung. Dieses Sprachbild zeigt das Ausmaß und die unfassbare, perfide organisierte Ver­nichtung der jüdischen Bevölkerung. Das ist so ungeheuer­lich, dass daneben alles andere Leid verblasst. Aber es ist da. Millionen Deutsche stehen vor dem Scherben­haufen ihres eigenen kleinen Lebens, Über­lebens, geplatzter Träume, zerstörter Heimat, Flucht, Vertrei­bung und den Verlust nahe­stehender Menschen.
Was passiert mit den Menschen der schuldi­gen Nation? Wohin mit Scham, Schuld­gefühlen, Trauer über Verlorenes, Wut über Verblendung, Ent­täuschung, Verletzung, Erschöpfung?
Keine Zeit: Wiederaufbau. Die keimende Hoffnung, doch noch einen kleinen Zipfel Glück zu erwischen oder wenigstens Frieden, ein bißchen „Normalität“ – Liebe vielleicht – man will nach vorne schauen und nicht zurück. Aber wohin mit der eigenen Not?
Unter den Teppich!

Auf der Grundlage einer Auswahl von Briefen der Eltern der Schauspielerin Ilona Schulz von Kriegsende 1945, Flucht, Gefangenschaft und Rückkehr, haben Dania Hohmann und sie eine Collage erstellt.
 


 
Sa     21.09.     20 Uhr
So     22.09.     20 Uhr










                                           Foto: Christoph Schüchner

metzner&schüchner
BREAKING BRUNHILD
von und mit Mareile Metzner, Till Josa Paar & Gäste

Künstlerische Leitung / Text / Spiel: Mareile Metzner
Live-Musik / Arrangements: Till Josa Paar
Dramaturgische, gestalterische Beratung: Christoph Schüchner / Alexandra Süßmilch

BRUNHILD
ist ent-täuscht! Buchstäblich. Von wegen Gleich­berechtigung, Toleranz, Solidarität, Welt­frieden. Von wegen „Nie wieder Faschismus“. Und vom Klima ganz zu schweigen! Wie zuversichtlich ist sie im letzten Jahr­hundert ins Erwachsenen­leben gestartet – und jetzt? Zu einer Live-­Talkshow mit literarisch-­musikalischer Bestands­aufnahme lädt Mareile Metzner alias BRUNHILD ein ins deutsche Wohn­zimmer und fragt nach dem Wesen einer kulturellen Identität. Gibt’s die? Wenn ja, wie viele? Was soll man bewahren, was sich bewähren, was kann weg?

BREAKING
BRUNHILD ist ein Abend zwischen Auf- und Zusammen­bruch, Ethik und Eti­ket­ten. Eine (An)Klage. Ein (Ab)Gesang. Eine (Ver)Dichtung. Ein (Mani)Fest. Mit Balladen, Liedern, Herz, Hand und Hirn. Und vor allem mit Gästen von überall und nebenan.
 


 
 Do      26.09.      20 Uhr








                                                  
                                              Foto: Marcus Lieberenz
GRETE
Nach Goethes Faust
Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Regieassistenz: Nora Otte
künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger

Mit der Premiere von GRETE vollendeten die Regisseurin Anja Gronau und die Spielerin Claudia Wiedemer ihre Trilogie der klassischen Mädchen: KÄTHE, JOHANNA, GRETE – drei junge Mädchen, vierzehn-, fünfzehnjährig, getrieben vom Furor des Erwachsenwerdens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. Käthe von Heilbronn, Johanna von Orleans, Grete aus der deutschen Kleinstadt – alle drei geben sich bedingungslos einer Leidenschaft hin, die ihre Welt von Grund auf verändert…

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Anja Gronau und Claudia Wiedemer geben dem Gret­chen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.
Zerscheitern und zu Grunde gehen – diese Unbedingtheit im Handeln, nicht nur alle Schran­ken der bürgerlichen Existenz, sondern alle Bedingungen des Lebens selbst hinter sich zu lassen, formuliert Faust. Gretchen handelt danach.
Mit ihrem Blick hinter die Kulissen untersuchen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blondzopfigen Mädchen bietet.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..

Diese Inszenierung wurde mit dem Friedrich-Luft-Preis 2004 ausgezeichnet.
 


 

Fr     27.09.     20 Uhr
Sa    28.09.     20 Uhr




                                           Foto: Produktion

EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von Dorothee Böhm
szenische Lesung

mit: Anne-Catrin Märzke und Thaddäus Meilinger/Lorris Blazejewski

Das ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunden, die Anfang des 20. Jahr­hunderts eine gemein­same Kunst­galerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutsch­land zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brief­freundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wieder und mit jedem Post­stempel nähert sich die Freund­schaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität, das im vergangenem Jahr 80. Jubiläum feierte.
 



So     29.09.     20 Uhr






                                            Foto: Produktion

Erzähklkunst zu Gast im TuD
KÄTHE 35
Biographie eines Hauses

Erzählerin: Britta Wilmsmeier
Live-Musik: Roman Ott

„Sie klopfte an, ganz unvermittelt, ich hieß sie herzlich willkommen und war doch überrascht, dass sie auf einmal in MEIN Zuhause eindrang. Geschichte. Seit ihrem Besuch war nichts mehr wie vorher.“

Vor zwei Jahren stand Britta C. Wilmsmeier vor einem Bild des DDR-Fotografen Harf Zimmermann. Auf dem Foto aus dem Jahr 1986 war eine Frau mit einem dicken Hund zu sehen - auf IHREM Balkon. Wer war diese Frau und wer hatte noch alles in ihrer Wohnung, in ihrem Haus gewohnt? Sie begann Stein für Stein ihres Hauses in der Käthe-Niederkirchner-Straße umzudrehen. So lernte sie zwei Juden kennen, die einst in ihrem Haus gelebt hatten und überlebten, weil ihre Eltern sie 1939, als kleine Jungs, nach Frankreich schickten. Mutter und Großmutter wurden von den Nationalsozialisten ermordet, wie weitere 63 Bewohner ihres Hauses.
Keine Türklinke, kein Treppengeländer konnte berührt, kein Blick durch ein Fenster getan werden, ohne dass sich ihr Geschichte und Geschichten aufdrängten. Sie wurde eingeholt von Fragmenten aus 100 Jahren Berliner Vergangenheit, die nun zu Teilen ihres Lebens wurden. Die Geschichtsatome, die sie sonst aus gebührendem Abstand beobachtet hatte, klebten auf einmal an ihr. Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen, dass es genauso war wie in der Geschichte „Die drei Geschlechter“ des Rabbi Baal Shem Tov. In Vergessenheit geraten die Fakten, das was bleibt sind die Geschichten.
Aber wer erzählt hier wem seine Geschichte?

Britta C. Wilmsmeier begibt sich auf eine Reise zum steinernen Zeugen eines Jahrhunderts voller Geschichte und Geschichten. Ihr Erzählprogramm wird musikalisch kommentiert von dem Jazzmusiker, Komponisten und Hausmitbewohner Roman Ott.
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de