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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 

JANUAR 2020

 

Do     09.01.     20 Uhr Premiere
Fr      10.01.     20 Uhr
Sa     11.01.     20 Uhr
So     12.01.     20 Uhr



                                          Foto: Julius Kirchner


VERLORENE KÖNIGE – Ein dramatisches Gedicht
                                                                     
Text und Bühne: Julius Kirchner
Regie: Jan-Hendrik Hermann
Kostüm: Alex Hein
mit: Marcel von Brasche, Leon Blohm,  Ehab Eissa, Emil Kollmann, Justin Otto

Alle Könige sind verschwunden – sie sind nicht mehr auf der Erde, sondern auf dem Mond. Erschüttert von dieser Nachricht und aus Angst vor dem drohenden Chaos schmieden die Protagonisten einen Plan, um die Könige zurückzuholen und die alte Ordnung wiederherzustellen. Die Herausforderungen aber, welche sich ihnen auf der Reise stellen, wirbeln ihre innere und äußere Welt zusehends durcheinander.

Verlorene Könige ist eine dystopische Dichtung, die Welt eine Homotopie, in der es nur Männer gibt und prinzipiell jeder jeden lieben kann. Doch was geschieht mit denen, die niemand liebt oder keinen lieben? Wie geht man damit um, wenn sich die Machtverhältnisse plötzlich verschieben? Welche Bedeutung haben Männlichkeit, Eifersucht, Sex, Macht und Gewalt auf die Beziehungen der Figuren und ihr Vorhaben, die Könige zu retten – und welche Parallelen finden sich in dieser Geschichte zu unserer heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation?

instagram: https://www.instagram.com/verlorene_koenige
 


 

Di      14.01.      20 Uhr


                                        
                                                   Foto: Slub Dresden
 
Leider muss das Konzert wegen Erkrankung eines Musikers ausfallen.

Konzert
Jazz am Helmholtzplatz
zu Gast im TuD
mit: Allan Praskin (sax) & Friends

Facebook: Jazz am Helmholtzplatz



Do      16.01.     20 Uhr
Fr       17.01.     20 Uhr zum letzten Mal









                                        
                                      Foto: PIFF! PAFF! e.V.

PIFF! PAFF! e.V.
Uraufführung
SIEBEN LAGEN KNOBLAUCH SCHARF
von Juliane Baldy
 
Regie/Bühne/Kostüme: Thomas Donndorf
Mit: Juliane Baldy, Brigitte Faulhaber, Ellen Funke, Sandra Görlitz, Kristina Rubin,
Henry Tuchlinsky
Special Guest: PIFF!PAFF!-Chor mit: Manjana Fischer, Gesine Rosenau, Ulrike Thieme,
Karen Winkler, Monika Drescher, Ines Bechtle, Birgit Rurainsky, Stefanie Woelk, Ilka Völkel

SIEBEN LAGEN KNOBLAUCH SCHARF ist eine Bearbeitung von Juliane Baldy nach dem Stück Die Troerinnen von Euripides.
Die besiegte Stadt. Wer übrig bleibt, sind die Gewinner, die keine mehr sind, weil Verlierer. Der Feind hat gewonnen, ergo ist er der Gewinner. Wer nicht zum Feind hält, ist kein Gewinner - in neuer deutscher Wirklichkeit.
Hilde. Die Umsiedlerin. In der DDR hat sie ihr Auskommen gefunden, im neuen Deutschland wird sie von den Ereignissen überrollt. All das, wofür Hilde gekämpft hat, gibt es heutzutage nicht mehr. "Im Fernsehen sagen sie, dass es uns heut nicht mehr gibt. Sie sagen, dass as so sicher sei wie das Amen in der Kirche. Dabei wissen die gar nicht, wie sicher das Amen in der Kirche mal war."

Im Frühjahr 2020 erscheint Juliane Baldys Romandebüt in der Frankfurter Verlagsanstalt. Ihre Theatertexte werden vom Karl Mahnke Theaterverlag vertreten.

www.piffpaff-berlin.jimdo.com
 



Sa      18.01.      20 Uhr
So      19.01.      20 Uhr zum letzten Mal






                                 
                                     Foto: Zé de Paiva

ROSA - Trotz alledem
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Dramaturgie/Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Lutz Wessel, Arne van Dorsten (Puppenspiel),
       Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“ August Bebel

Am 15. Januar 2020 jährt sich der Todestag von Rosa Luxemburg. Damals zerstörte der 1. Weltkrieg Europa und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von kapitalistische und freie Gesellschaft.

Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen und Freundschaften.

Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt.

Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wiederkehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, `Uckermärkisches Nationaltheater - Kulturgut Metzelthin`
 
Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg
 



Do     23.01.     20 Uhr
Fr      24.01.     20 Uhr










                                             Foto: Produktion

metzner&schüchner  
Uraufführung
DER THEATERKRITIKER
von Tobias Schwartz 


Konzept/Regie: Mareile Metzner
Spiel: Christoph Schüchner

Tobias Schwartz’ DER THEATERKRITIKER ist ein Parcours über das Leben im Theater, über das Theater im Leben, über Sinnsuche und Besinnungslosigkeit, über das wilde Wollen und das klägliche Können (und umgekehrt) und natürlich über das Scheitern in ganz großem Stil - mit Pauken und Trompeten und Himmel und Hölle. Sonst wär‘s ja kein Theater! 

https://www.youtube.com/watch?v=kr2T8IOffHw

"Christoph Schüchner spielt in dieser spannenden Theaterstunde aber nicht nur den narzisstisch eitlen Wiedergänger... Die Uraufführung von Mareile Metzner entdeckt die Ambivalenz dieser Figur; dieser unheimliche Mann mit dem stechend durchdringenden Blick ist ein von Sehnsüchten getriebener, womöglich verhinderter Künstler... Stark das Spiel über Kunst und Kunstkritik." (Axel Schalk, zitty, 24.05.2018)

„Der Theaterkritiker“... mit einem vorzüglichen Christoph Schüchner als bizarr bestrapstem Theater-Vampir im zerschlissenen Morgenmantel. Wie schön, dass die freie Szene sich auch mal der Sorgen und Psychopathologien der Kritikerzunft annimmt, statt immer nur um das eigene Befinden zu kreisen. (Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel, 07.06.2018)
 


 

Sa     25.01.     20 Uhr Gastspiel








                                        Foto: Andreas Schwarz


Theater am Strom / Hamburg
SPIEL ZIGEUNISTAN
Lesung und Jazz
  
mit: Christiane Richers (Autorin) und Kako Weiss (Saxophon)

SPIEL ZIGEUNISTAN erzählt die Geschichte von zwei Sinti aus Hamburg, die so und ähnlich in Berlin, in München, in Stuttgart und anderswo ihren Ort haben könnte.

Der Stücktext basiert auf den Lebenserfahrungen des Hamburger Jazz-Saxophonisten und Sinto Kako Weiss. Zentrale Aspekte seiner Biografie stehen stellvertretend für die Erfahrungen und die Geschichte vieler deutscher Sinti. Die Autorin Christiane Richers hat sie zu einem lebendigen, eindrücklichen Theatertext verdichtet.

Wolkly ist Schulversager und begabter Musiker, sein Onkel Latscho ist Schulversager, Boxtrainer und Bildungsberater. Beide bestreiten ihren Alltag zwischen Vorurteilen, Lebensträumen und den Schlagschatten der deutschen Vergangenheit. Der Abend bietet einen intensiven, aufrüttelnden Einblick in die nur sehr allmählich kleiner werdenden Traumatisierungen durch die kollektive Verfolgung und Ermordung deutscher Sinti in der Nazizeit. Und er erzählt berührend, zum Nachfragen anregend und auch amüsant vom gegenwärtigen Alltag der beiden Sinti.

Die Autorin Christiane Richers schreibt Theaterstücke, die Geschichten und Biografien aus Hamburg aufgreifen. SPIEL ZIGEUNISTAN war eine Auftragsarbeit des Thalia Theaters und war dort als Klassenzimmerstück vier Jahre im Spielplan. Ihre Produktionen sind vielfach preisgekrönt. Christiane Richers leitet das freie Hamburger THEATER AM STROM. Bisherige Gastspiele mit SPIEL ZIGEUNISTAN führten bis in den süddeutschen Raum und nach Österreich.
Kako Weiß ist als Jazz-Saxophonist bekannt durch sein Kako Weiß Ensemble und das Café Royal Salonorchester.
 


 

So     26.01.     20 Uhr             











                                             Foto: Mehmet Dedeoglu

Erzählkunst zu Gast im TuD
GILGAMESCH

Erzählt von Kristin Wardetzky

„Gilgamesch ist ungeheuer! Ich … rechne es zum Grössten, das einem widerfahren kann“ – so urteilt Rainer Maria Rilke über dieses „Epos der Todesfurcht“.
Entstanden ist es vor etwa 5 000 Jahren im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, lange vor der Bibel oder den griechischen Epen. Wie kaum ein anderes Zeugnis der Kulturgeschichte ist es trotz seines Alters von brennender Aktualität.
Die Suche nach dem ewigen Leben, Menschwerdung, Sexualität, Ruhmessucht und Vermessenheit, Männerfreundschaft, Vernichtung eines Ökosystems, Herrschafts- und Götterkritik - all diese Grundfragen finden wir hier in einzigartiger, tief berührender Weise gestaltet.
 



Do     30.01.     20 Uhr










                                            Foto: Marcus Lieberenz

GRETE
nach Goethes Faust

Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Künstl. Mitarbeit:  Marcel Luxinger                                

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..   
 


 

Fr     31.01.     20 Uhr







                                            Foto: Produktion

UNTERTAN - Wir sind Dein Volk

nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann
                                                                                  
Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger
Dramaturgie: Dirk Baumann

Vor über 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, “ war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete….“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt. Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.
 


 

FEBRUAR 2020



Sa     01.02.     20 Uhr
So     02.02.     20 Uhr






                                               Foto: Produktion

UNTERM TEPPICH
Der Krieg, meine Eltern und ich. 
Szenische Collage

von und mit: Ilona Schulz
am Klavier: Jenny Ribbat
Regie: Dania Hohmann

1945, ‘Stunde Null‘. Das Ausmaß des zerstörerischen Größenwahns und die unfassbare, perfide organisierte Vernichtung der jüdischen Bevölkerung sind so ungeheuerlich, dass daneben alles andere Leid verblasst. Aber es ist da. Millionen Deutsche stehen vor dem Scherbenhaufen ihres eigenen kleinen Lebens, Überlebens, geplatzter Träume, zerstörter Heimat, Flucht, Vertreibung und den Verlust nahestehender Menschen.
Was passiert mit den Menschen der schuldigen Nation? Wohin mit Scham, Schuldgefühlen, Trauer über Verlorenes, Wut über Verblendung, Enttäuschung, Verletzung, Erschöpfung?
Keine Zeit: Wiederaufbau. Die keimende Hoffnung, doch noch einen kleinen Zipfel Glück zu erwischen oder wenigstens Frieden, ein bisschen „Normalität“ – Liebe vielleicht – man will nach vorne schauen und nicht zurück. Aber wohin mit der eigenen Not? Unter den Teppich!

Auf der Grundlage einer Auswahl von Briefen der Eltern der Schauspielerin Ilona Schulz von Kriegsende 1945, Flucht, Gefangenschaft und Rückkehr, haben Dania Hohmann und sie eine Collage erstellt.
 


 

Do     06.02.     20 Uhr
Fr      07.02.     20 Uhr






                                          Foto: Julius Kirchner


VERLORENE KÖNIGE – Ein dramatisches Gedicht
                                                                     
Text und Bühne: Julius Kirchner
Regie: Jan-Hendrik Hermann
Kostüm: Alex Hein
mit: Marcel von Brasche, Leon Blohm,  Ehab Eissa, Emil Kollmann, Justin Otto

Alle Könige sind verschwunden – sie sind nicht mehr auf der Erde, sondern auf dem Mond. Erschüttert von dieser Nachricht und aus Angst vor dem drohenden Chaos schmieden die Protagonisten einen Plan, um die Könige zurückzuholen und die alte Ordnung wiederherzustellen. Die Herausforderungen aber, welche sich ihnen auf der Reise stellen, wirbeln ihre innere und äußere Welt zusehends durcheinander.

Verlorene Könige ist eine dystopische Dichtung, die Welt eine Homotopie, in der es nur Männer gibt und prinzipiell jeder jeden lieben kann. Doch was geschieht mit denen, die niemand liebt oder keinen lieben? Wie geht man damit um, wenn sich die Machtverhältnisse plötzlich verschieben? Welche Bedeutung haben Männlichkeit, Eifersucht, Sex, Macht und Gewalt auf die Beziehungen der Figuren und ihr Vorhaben, die Könige zu retten – und welche Parallelen finden sich in dieser Geschichte zu unserer heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation?

instagram: https://www.instagram.com/verlorene_koenige
 



 

Sa      08.02.     20 Uhr
So      09.02.     20 Uhr










                                            Foto: Enrico Kusnady

DRECK
von Robert Schneider

Regie/Bühne: Oleg Mirzak
Spiel: Timur Isik

Das Stück „Dreck“ von Robert Schneider stammt aus der Zeit, als die sogenannte „Flüchtlingskrise“ nicht einmal vorstellbar war, genauso undenkbar war vor 25 Jahren die Möglichkeit der Entstehung einer Partei, die mit offen ausländerfeindlichen und menschenverachtenden Parolen in alle 16 Landtage der Bundesrepublik einzieht und in der laufenden Legislaturperiode im Bundestag vertreten ist.

Sad ist Araber. Er ist illegal in Deutschland. Täglich muss er achtundfünfzig Lokale ablaufen und Rosen verkaufen, um sein Lebensunterhalt zu finanzieren, jede Nacht zwölf Kilometer. Dabei begegnet er jeden Tag Ausländerfeindlichkeit und Vorurteilen und der Kampf dagegen scheint so aussichtslos zu sein, dass Sad einen Teil von sich aufgibt: Seinen Stolz und seine Selbstachtung. In dem Elend, in dem er sich befindet, hat der andere Teil von ihm kaum eine Chance zu überleben. Trotzdem bricht sein wahrer Charakter manchmal durch.
 



Mi      12.02.     20 Uhr  Premiere 
Do
    13.02.     20 Uhr
Fr     14.02.     20 Uhr                           



 

                                              Foto: Klaus Knittel

Uraufführung
DIE EWIGKEIT IM DAZWISCHEN
von Heike Falkenberg

Regie: Christine Kabisch
Schauspieler: Manuel Mairhofer, Heike Falkenberg
Produktionsmitarbeit: Nadine Aßmann

"DIE EWIGKEIT IM DAZWISCHEN" ist eine tragikomische Parabel über Machtmissbrauch und Selbstbetrug. Der junge, charismatische Goronzi steht plötzlich im Garten der alternden Egozentrikerin Ines. Die Begegnung beginnt einer geheimnisvollen Choreographie zu folgen. Ines bietet dem einsilbigen Fremden Asyl und Unterstützung an. Ein Akt der Menschlichkeit? Hat er sie tatsächlich um Hilfe gebeten oder ist sie diejenige, die Rettung sucht?
Die Protagonisten belauern sich misstrauisch und scheinen unheilvoll miteinander verstrickt zu sein. Warum kann er nicht gehen und warum kann sie ihn nicht gehen lassen?

Aufführungsrechte Per H. Lauke Verlag Hamburg
 


 

Sa     15.02.     20 Uhr
So     16.02.     20 Uhr










                                      Foto: Christoph Schüchner

metzner & schüchner
BREAKING BRUNHILD
von und mit Mareile Metzner, Till Josa Paar & Gäste

Künstlerische Leitung/Text/Spiel: Mareile Metzner
Live-Musik/Arrangements: Till Josa Paar
Dramaturgische Beratung: Christoph Schüchner, Alexandra Süßmilch

BRUNHILD ist enttäuscht! Buchstäblich. Von wegen Gleichberechtigung, Toleranz, Solidarität, Weltfrieden. Von wegen „Nie wieder Faschismus“. Und vom Klima ganz zu schweigen! Wie zuversichtlich ist sie im letzten Jahrhundert ins Erwachsenenleben gestartet - und jetzt? Zu einer Live-Talkshow mit literarisch-musikalischer Bestandsaufnahme lädt Mareile Metzner alias BRUNHILD ein ins deutsche Wohnzimmer und fragt nach dem Wesen einer kulturellen Identität. Gibt’s die? Wenn ja, wie viele? Was soll man bewahren, was sich bewahren, was kann weg?

BREAKING BRUNHILD ist ein Abend zwischen Auf- und Zusammenbruch, Ethik und Etiketten. Eine (An)Klage. Ein (Ab)Gesang. Eine (Ver)Dichtung. Ein (Mani)Fest. Mit Balladen, Liedern, Herz, Hand und Hirn. Und vor allem mit Gästen von überall und nebenan.

https://www.youtube.com/watch?v=ydCTwuIy618
 


 

Do     20.02.     20 Uhr
Fr      21.02.     20 Uhr





                                     Foto: Produktion

metzner&schüchner
NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN
Eine musikalische Erblastbearbeitung

von und mit: Mareile Metzner & Christoph Schüchner

„Ein Pausenbrot wird aufgegessen, sonntags streiten wir zu Bach, Blut ist dicker als Wasser, und Toleranz machen wir hübsch draußen…“ 
Anhand ihrer persönlichen Familiengeschichte nehmen metzner&schüchner die Folgen von Krieg, Flucht, Extremismus, Identitäts- und Heimatverlust unter die Lupe und die Traumata und Neurosen ihrer Kriegs- und Nachkriegseltern aufs Korn. Zum Soundtrack ihrer Kindheit und Jugend operieren sie sich selbst am offenen Herzen und legen die (erb)ärmlichsten Auswüchse ihrer Erziehung frei. Aber wer wird sich denn von Erblastern den Spaß verderben lassen? Schließlich hat man jetzt selber Kinder. Den Dämonen der Vergangenheit ins Gesicht gelacht und Zusammenhänge hergestellt, wo welche sind! Und vielleicht sind am Ende alle ein Stückchen weiser...

„Schauspielpaar Metzner und Schüchner glänzt am Theater an der Glocksee.“
(Michael Lange, Neue Presse Hannover)

„Ein mutiges Werk.“ (Andreas Dehne, Haller Tagblatt)

„Ergriffenheit und Stille. Dann frenetischer Applaus.“ (Christoph Huppert, ndz.de)

 https://www.youtube.com/watch?v=8TaJJ4M-w08
 


 

Sa     22.02.     20 Uhr
So     23.02.     20 Uhr










                                     Foto: Domenik Lapp

EMPFÄNGER UNBEKANNT
von Kathrine Kressmann Taylor
Deutsch von Heidi Zerning
Eine Szenische Lesung

mit: Anne-Catrin Märzke und Lorris Blazejewski

Es ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunden, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine gemeinsame Kunstgalerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutschland zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brieffreundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wider und mit jedem Poststempel nähert sich die Freundschaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität.
 


 

Do     27.02.     20 Uhr
Fr      28.02.     20 Uhr






                                    Foto: Josefine Hüttig

Uraufführung
DIE GESCHWISTER
nach einer Erzählung von Brigitte Reimann
szenische Lesung

Spiel: Inga Bruderek, Ole Eisfeld, Friederike Pöschel, Lutz Wessel
Regie/Ausstattung: Ariane Kareev
Textfassung: Friederike Pöschel und Inga Bruderek
Produktionsleitung: Inga Bruderek und Friederike Pöschel 

"...Zu wem hätte ich denn gehen sollen-heute, als ich begriffen hatte, dass ich meinen Bruder verlieren würde? Morgen wäre Uli abgereist... Ich ging zur Tür, alles drehte sich in mir. Ich fand die Klinke und draussen im Flur hielt ich mich eine Weile an der Klinke fest, während ich auf seine Stimme wartete..." 

Ostern 1961. Elisabeth, eine junge Malerin, erfährt, dass ihr über alles geliebter Bruder Ulrich in den Westen fliehen möchte. Ulrich sieht für sich keine Zukunft mehr in der DDR, an die er einst geglaubt hatte. Elisabeth ist verzweifelt und fragt sich: Was wird bleiben von ihrer Liebe und ihren gemeinsamen Idealen, wenn jeder in einem anderen Teil Deutschlands lebt? Sie will, sie muss Ulrich aufhalten und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Sie hat noch anderthalb Tage Zeit.

In ihrer 1963 erschienenen Erzählung verarbeitet Brigitte Reimann die menschlichen Konflikte der deutschen Teilung, deren Lösung mit dem Bau der Berliner Mauer in unendliche Ferne zu rücken schien.
Auf was für ein wiedervereintes neues Deutschland schauen wir heute 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer?

Aufführungsrechte: Aufbau-Verlag
Gefördert von der Rosa Luxemburg-Stiftung
In Kooperation mit dem Theater unterm Dach, Theaterforum Kreuzberg und Tribuene Berlin 
 


      

Sa     29.02.     20 Uhr








                                          Foto: Richard Engel

„OHNE EIN GEWISSES QUANTUM AN MUMPITZ,
 GEHT ES NICHT,
 NUR DER IRRTUM IST DAS LEBEN“
(Theodor Fontane)
 Eine Entdeckungsreise mit Musik 
 
Mit: Petra Kelling, Nadja Engel und Band ,,Parzelle 4“

Fontane? Das Fontanejahr ist doch vorbei… Was heißt das denn? “Fontane wird immer aktueller“, schreibt Kästner und das ist so. Sein Lebensweg ist zum Staunen. Eigenwillig war er, unangepasst, geliebt und gehasst wurde er, je nachdem. Fontane passt in keine Schublade.

„Ich habe es rechts versucht,
 Ich habe es links versucht,
 Ich bin einfach nur Theodor Fontane"
  
Wir wünschen Ihnen mit Fontane und dem Ensemble VIEL VERGNÜGEN. 
 


 

So     01.03.     20 Uhr









                                           Foto: DiLenz

Erzählkunst zu Gast im TuD
DER BRUDER UND DER ANDERE
Erzähltheater im Stil des koreanischen Epengesangs P’ansori “Hungbu & Nolbu”

... roh und gekocht, witzig und scharf,
    dramatisch und musikalisch,
    zum Weinen, zum Lachen ...


mit: Soogi Kang (Erzählung, Gesang, Percussion)

In diesem satirischen Solo-Erzähltheater in Stil und Art der koreanischen Epengesangsform P’ansori wird die Geschichte von zwei ungleichen Brüdern erzählt, dargestellt und gesungen in deutsch und koreanisch mit Life Percussion.
Der eine, der steht oben. Der andere steht unten.
Der eine, der hat Perlen, der andere nicht einmal Schuhe.
Der eine macht die Regeln, der andere muss sich ihnen beugen.
Beide zusammen sind sie der Bruder des anderen.

Ausgangspunkt ist der koreanisch-sozialkritische Epengesang “Hungbu-Ga”, die Geschichte zweier Brüder, beide so verschieden wie Tag und Nacht. Der eine ist geschlagen von egozentrischen Leidenschaften und Blindheit gegenüber sozialer Verantwortung; dem anderen hingegen gelingt es trotz seiner selbstlosen Zugewandtheit zum Nächsten nicht, Halt im Leben zu finden. Im Wechsel zwischen Pathos (Spannung) und Humor (Entspannung) entfaltet sich die Beziehung beider Brüder zu einem Bogen von äußerer und innerer Armut zu geistig-sozialem Reichtum.

P’ansori ist eine epische Gesangsform aus Korea: ein Sänger-Erzähler erzählt, singt, mimt, spielt eine Geschichte und deren Protagonist*innen, begleitet von einem*r Trommler*in. Im Milieu der Wander-schausteller zur Welt gekommen, an den Fürstenhöfen Koreas zur Kunst gewachsen, gehört diese über die Jahrhunderte praktizierte Lied-Drama-Form zu den interessantesten Gesangs- und Erzähltheater-künsten der Welt. 2003 wurde dieses ‚Singing Solo Theatre‘ in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Soogi Kang
ist in Süd-Korea, Pohang geboren. Sie studierte Modernes Theater im E-JOE-THEATER in Seoul; koreanischen Maskentanz BOSANG-SAN bei Meister Yoo-Kyoung Kim; spezialisierte sich auf drei Volksgesang Stile Süd-Koreas - NAMDO-SORI und PAN SORI. Lebt und arbeitet seit 1986 in Berlin als Schauspielerin für Film und Theater, als Erzählerin und als Pädagogin für Theater, Stimme, Bewegung, Gesang und Erzähltheater. Sie ist Mitbegründerin von THEATER SALPURI und 1.Vorsitzende des ERZÄHLKUNST e.V.
 


 






 


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