Zu Gast im TuD
Republic of Lucrece
KOLLEKTIV EINS – Idee: Paula Thielecke

The Rape of Lucrece – Die Vergewaltigung der Lucretia gilt als einer der Gründungsmythen der Römischen Republik und als wichtiger Bezugspunkt in der Historie der Vergewaltigungskultur.* Auch in William Shakespeares Version der Geschichte richtet sich Lucretia am Ende selbst. Doch wie sähe die Welt aus, wenn der berühmte Dichter eine ebenso begabte Schwester namens Judith gehabt hätte? Dieses Gedankenexperiment unternimmt Virginia Woolf bereits 1929 in ihrem Essay Ein Zimmer für sich allein. Das KOLLEKTIV EINS folgt dieser Idee und lässt Judith Shakespeare auferstehen, um mit ihr gemeinsam den Fall der Lucretia neu aufzurollen. In fünf künstlerischen Positionen wollen wir einen neuen Gründungsmythos anstoßen – für eine Welt, in der tradierte Vorstellungen von Ehre und Scham, Gesellschaft und Geschlecht, Täter und Opfer ins Wanken geraten – eine Republic of Lucrece.

Triggerwarnung:
Das Projekt Republic of Lucrece ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Vergewaltigungskultur, in der wir leben – also mit gesellschaftlichen Strukturen und Zusammenhängen, die Vergewaltigung begünstigen. Dabei war es uns wichtig, sexualisierte Gewalt zu thematisieren, ohne diese inhaltlich explizit zu reproduzieren. Wir weisen aber darauf hin, dass es in den entstandenen Arbeiten stellenweise zu gewaltvoller Sprache kommt und bitten hiermit jede*n potentielle*n Zuschauer*in, sich eigenverantwortlich für oder gegen eine Auseinandersetzung mit diesem Thema zu entscheiden.

Team:

Mit dem Projekt Republic of Lucrece setzen die Theater Chemnitz, das Kosmos Theater Wien und das KOLLEKTIV EINS die Kooperation im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes fort.

 

Konzept: KOLLEKTIV EINS

 

Mit Texten von Paula Thielecke, Magda Decker, Sophia Hankings-Evans, Stefan Hornbach, Sören Hornung, Lauretta van de Merwe und Carolin Wiedenbröker

 

Mit Magda Decker, Sophia Hankings-Evans, Stefan Hornbach, Lauretta van de Merwe und Carolin Wiedenbröker

 

Künstlerische Leitung: Stefan Hornbach, Sören Hornung, Carolin Wiedenbröker

Dramaturgie: Kathrin Brune

Assistenz: Hannah Wörner

Setdesign, Kostüm und Ausstattung: Lisa Jacobi und Harry Rischmüller

Director of Photography: Arda Funda

Komposition und Musik: Laura Eggert

Ton: Toni Stinglwagner

Licht: Toni Stinglwagner, Lukas Lösch, Kay Mothes, Louis Baumgärtel, Erik Bernhard, Adrian Justus, Arda Funda

Schnitt: Arda Funda, Sören Hornung und Carolin Wiedenbröker

Dialogschnitt: Lambert Regel

Sounddesign und Mischung: Samuel Schwenk

Musik Mastering: Queer Ear Mastering (Tara Transitory und Nguyễn Baly)

Untertitel: Stefan Schneider

Produktionsleitung: Jasna Witkoski

 

Hinweis: Das Konzept ‘Happyland’ stammt von der Autorin Tupoka Ogette.