Stückentwicklung
Kaputte Automaten
nach einem Text von Susanne Jansen

Menschen scheinen wie Roboter programmiert – sind komplett abhängig und haben keinerlei eigenen Willen, obwohl sie vollständig, charmant, lebendig und komplex erscheinen. Sie folgen nur den Choreografien der Abhängigkeitsmuster ihrer jeweiligen Prägung und den Impulsen ihrer komplementär gestörten Gegenüber. So erleben wir in der Inszenierung von Stephan Thiel einen bild – und wortgewaltigen kryptischen-assoziativen Trip, ein groteskes „An einander vorbei“, absurde Auswüchse des täglichen Wahnsinns. Komisch, tragisch und anrührend werden unsere tagtäglichen Opfer/Täterstrukturen entlarvt. Das Ringen um Optimierung, dem Erhalt von Würde und die Sehnucht nach Erlösung muss scheitern – am Menschsein und unserer eigenen Unzulänglichkeit. Kaputte Automaten“ ist der zweite von Stephan Thiel uraufgeführte Theatertext von Susanne Jansen, die schon in ihrem ersten Stück „Die Wohlpräparierte Frau“ (nominiert für den „FriedrichLuft-Preis 2016) eine sehr eigene, kraftvolle und poetische Bühnensprache gefunden hat, die der Atemlosigkeit und Verzweiflung der modernen, hochneurotischen Kreatur Ausdruck verleiht.

Team:

Mit: Anne Hoffmann, Susanne Jansen und Ingolf Müller-Beck

Regie: Stephan Thiel

Fotos: Marcus Lieberenz

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