Freunde des THEATER UNTERM DACH
logo
WILLKOMMEN
THEATER UNTERM DACH
SPIELPLAN
AUF TOUR
KARTEN/PREISE
KONTAKT
IMPRESSUM

 

Wer den newsletter des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'NEWSLETTER bestellen' anmelden.



Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.



 

Juni 2017

 

 

Do     22.06.         20 Uhr
Fr      23.06.         20 Uhr


LENZ von Georg Büchner

Mit: Matthias Rheinheimer
Regie: Lutz Lansemann

Der junge revolutionäre Dichter Lenz wird von Goethe und dem Weimarer Fürsten wegen einer angeblichen „Eseley“ ins Exil geschickt und durchwandert das Steintal im Elsaß. Lenz sucht – verarmt und in einer Existenzkrise – bei dem modernen Pfarrer und Sozialpionier Oberlin nach einer neuen Perspektive. Zwei Wochen später wird er aus Waldersbach unter Bewachung in einer Kutsche nach Straßburg gefahren. Fünfzig Jahre später fällt Georg Büchner der Tagebuchbericht Oberlins in die Hände, und er verarbeitet diesen zur Erzählung „Lenz“.

In der Performance ist das Büchnersche Alter Ego des Textes ein sezierender, tanzender,
röchelnder, singender Erzähler, der sich zwischen der Innen- und Außenwelt der Figuren
bewegt.
 


 

Sa     24.06.         20 Uhr
So     25.06.         20 Uhr

Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung)
GUTMENSCHDÄMMERUNG / LES BONNES PAYÉES
frei nach DIE ZOFEN von Jean Genet

Regie: Marcel Luxinger
Ausstattung: Polina Liefers
Dramaturgie: Sabrina Zwach
Spiel: Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre Vorgesetzte von nicht-
abendländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen. Auf perfide
Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und verstricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Strukturen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?
 


 

Fr      30.06.         20 Uhr
(Keine Vorbestellungen mehr möglich,
Restkarten nur noch an der Abendkasse)



Premiere:
ROSA – Trotz alledem
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Musik: Annegret Enderle
Dramaturgie und Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Lutz Wessel, Arne van Dorsten (Puppenspiel), Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“
August Bebel

Vor 100 Jahren zerstörte der Erste Weltkrieg Europa, die Russische Revolution stand kurz bevor – und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als
Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen und Freundschaften.
Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wiederkehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der
Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 'Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin'

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg

 


 

JULI 2017

 

Sa      01.07.        20 Uhr
So      02.07.        20 Uhr


ROSA – Trotz alledem
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Musik: Annegret Enderle
Dramaturgie und Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Lutz Wessel, Arne van Dorsten (Puppenspiel), Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“
August Bebel

Vor 100 Jahren zerstörte der Erste Weltkrieg Europa, die Russische Revolution stand kurz bevor – und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als
Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen und Freundschaften.
Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wiederkehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der
Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 'Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin'

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg

 


 

Do     06.07.         20 Uhr
Fr      07.07.         20 Uhr 

Gastspiel
DIE SCHON WIEDER!
Hildegard von Bingen – dinkelfrei

Text: Heike Feist
Regie: Heike Feist, Michael Ihnow
Spiel: Heike Feist und Gotthard Lange (am 06. Juli)
          Katharina Spiering und Michael Ihnow(am 07. Juli)

So geht das nicht! Das macht man nicht! Das schaffst du nie!
Was nützt das schönste Ziel, wenn man nicht weiß, wie man es erreichen kann oder ob das Ziel auch das „Richtige“ ist. Wenn ängstliche Stimmen, engstirnige Bürokraten oder gar eigene Gedanken-karusselle sich einem in den Weg stellen? Wenn Bauch und Verstand miteinander streiten.

Das Leben der Hildegard von Bingen war voll von Situationen, in denen nichts mehr ging und es am logischsten gewesen wäre, klein beizugeben. Doch ging es um ihre Selbstbestimmung, um Gerechtigkeit und Überwindung lebensfeindlicher Traditionen, war die berühmteste Frau des Mittelalters nicht zu (s)toppen.

„Die schon wieder!“ dachte wohl mancher Zeitgenosse, mancher Probst und selbst der Papst, wenn die Nonne, von einem „Geht nicht!“ ermutigt, immer forsch ihrer eigenen Überzeugung folgend, gleich noch einmal an deren Tür klopfte.
Als kleines Kind in einer Kloster-Klause eingemauert, wird sie Gründerin zweier eigener Frauenkloster, Autorin visionärer Werke und Widerpart der Mächtigsten ihrer Zeit. Ein Abend so rasant, humorvoll und intelligent wie Hildegard selbst. 

Hildegard von Bingen fernab von Heilkräutern und Dinkelbrot!
 


 

Sa      08.07.        20 Uhr


LESEBÜHNE
DIE TÜR IST NICHT VERSCHLOSSEN
Theaterstück von Tobias Schwartz

szenische Lesung mit:
Ilse Ritter, Marianna Linden, Danny Exnar, Sarah Alles, 
Bernd Geiling, Claudia Wiedemer und Michael Schrodt
Einrichtung: Tobias Schwartz

Konzertpianist Thomas hat geheiratet. Erstmals seitdem kehrt er wieder heim - ins Haus seiner Kindheit. Oma Adele hat gekocht und gebacken, der Sekt steht kühl. Doch etwas stimmt nicht. Als seine frisch Vermählte, die Sopranistin Sarah, eintrifft, wird klar, was: Sie ist Jüdin. Adele gibt sich zwar Mühe, Interesse und Toleranz zu zeigen, ihre wahre Geisteshaltung aber kommt gerade dadurch zum Vorschein. Als überraschend die Nachbarn klingeln, eskaliert die Situation. Weder Sarahs Gelassenheit noch die verzweifelten Bemühungen von Thomas’ Mutter Leonore helfen noch. Und die Tür zum Zimmer des lange verstorbenen Großvaters ist, anders als sonst, nicht verschlossen.
Das Familienidyll gerät immer mehr zur beunruhigenden Groteske. Es geht um den ganz normalen Antisemitismus zwischen den Wänden deutscher Wohnzimmer. "Eine ebenso profunde, scharfsinnige wie klug unterhaltsame Diagnose des deutschen Antisemitismus in schrecklich komischen Situationen, gruseligen Bildern und erhellender Zitatmontage."

 


 

In der Woche vom 11. bis 15. Juli findet eine Woche Jugendtheater im Theater unterm Dach und der sich eine Etage darunter befindlichen Jugendtheateretage – mit Film- und Stückpräsentationen, Workshops und Diskussionsrunden statt.
 

WERKSCHAU JUGENDTHEATER – Volume N° 3


Nähere Informationen dazu werden über einen Extraflyer veröffentlicht.
 

EINTRITT: frei


 

Das Theater unterm Dach verabschiedet sich nach der WERKSCHAU in die Sommerpause.

Wir wünschen allen Besuchern einen erholsamen, sonnenreichen Sommer und sind ab Anfang September wieder für Sie da.





 


 

 

 


 

 


www.theateruntermdach-berlin.de