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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.

 


 

April 2017

 

 

Di 25.04.     20 Uhr


Lesung
HOR-Künstlerkollektiv
SELBST VERLIEHENE GENEHMIGUNG MÜDE ZU SEIN

von und mit: Juliane Werner, Astrid Rashed, Roman Shamov und Gabi Nagel (Video)

"Früher habe ich immer gedacht, dass das Nichts das Ziel ist. Heute weiß ich, dass das Nichts der Ausgangspunkt ist, dass man irgendwann, wenn man Glück hat, nicht mehr suchen muss, sondern gefunden wird."

Ernst Marianne Binder, österreichischer Autor und Theaterregisseur ist im Januar überraschend gestorben. Das HOR_Künstlerkollektiv will mit diesem Abend an ihn erinnern, gemeinsam seine Texte lesen und ihm Gedenken.
 



Do     27.04.         20 Uhr
Fr      28.04.         20 Uhr 


DREI ENGEL FÜR BERT
Eine Recherche über den guten Menschen

mit: Birte Flint, Judith Mauthe, Melissa Anna Schmidt
Regie: Johanna Hasse
Bühne & Lichtkonzept: Thomas Schick

“Once upon a time, there were three little girls who went to the police academy… And they were each assigned very ‘hazardous’ duties… But I took them away from all that, and now they work for me. My name is Bert.” (frei nach “Drei Engel für Charlie”)

Drei Frauen begeben sich auf eine Mission. Ihr Auftrag lautet, den guten Menschen zu finden. Sie folgen ihrem mysteriösen Auftraggeber Bert, dem sie nie begegnet sind. Denn in einem sind sich die drei Engel einig: „Da hat er eben leider recht. Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht.“ (frei nach Bert) Doch was ist „das Gute“? Was macht einen guten Menschen aus? Von ihrem Chef Bert bekommen die drei Frauen Anweisungen. „Die Welt kann bleiben, wie sie ist, wenn genügend gute Menschen gefunden werden, die ein menschenwürdiges Dasein leben können.“ Das setzt sie erheblich unter Druck. Hin- und hergerissen zwischen Moral und Notwendigkeit, zwischen Toleranz, Mitgefühl, Solidarität und Härte, Ignoranz und Egoismus, kämpfen sich Berts Engel durch menschliche Tugenden, religiöse Gebote, ethische Werte und gesellschaftspolitische Grund- und Menschenrechte. Die drei setzen alles daran auszuloten, was gut sein in unserer Gegenwart bedeutet.

„Sind wir heute nicht alle ein bisschen öko? Mögen keine Gentechnik, kaufen Bioprodukte und lassen öfter mal das Auto stehen? Aber macht uns das schon zu besseren Menschen?“ 

Drei Engel für Bert ist eine Recherche zum Gut-Zustand von heute zwischen Ideal und Wirklichkeit. Gegenwärtig wird ein gemeinschaftliches, solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander nicht zuletzt durch Protektionismus, Abschottung und Rechtspopulismus erschüttert. Vor diesem aktuellen gesellschaftlichen Hintergrund untersucht DREI ENGEL FÜR BERT mit Texten, Musik und Gesang die Haltbarkeit von Normen, Geboten, Gesetzen, Bräuchen, religiösen und ethischen Grundsätzen.

www.facebook.com/DreiEngelfuerBert

Gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin (Amt für Weiterbildung und Kultur) und Allianz Kulturnetz.
 


  

Sa     29.04.         20 Uhr
So     30.04.         20 Uhr


Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung
GUTMENSCHDÄMMERUNG / LES BONNES PAYÉES
frei nach DIE ZOFEN von Jean Genet

Regie: Marcel Luxinger
Ausstattung: Polina Liefers
Dramaturgie: Sabrina Zwach
Spiel: Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre Vorgesetzte von nicht-abendländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen. Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und verstricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Strukturen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?
 



 

Mai 2017


Do     04.05.         20 Uhr
Fr      05.05.         20 Uhr


Zum letzten Mal:
#CIRCE - Schatz ich hab‘ die Daten verschenkt
Ein Projekt des KunstStoff e.V.

Regie/Konzept/ Textfassung:    Mirko Böttcher
Dramaturgie:                             Katja Kettner
Ausstattung:                             Anja Kreher
Musik:                                       Alex Holtsch
Mit:                                           Silke Buchholz, Claudia Wiedemer, Christoph Schüchner       

Ich facebooke, also bin ich. Heute werden Meinungen via twitter, whatsapp und co hergestellt. Im digitalen Zeitalter ist es fast aussichtslos herauszufinden, wer eigentlich welche Ziele erreichen will? Wirtschaftliche, mediale, politische Initiativen und Institutionen sind so global vernetzt, dass man sich die Frage stellt, wer welche Ideen und Konzepte in die Welt bringt und welche Absichten sich dahinter verbergen.

Wie verändern sich berufliche und private Motive im Bewusstsein totaler Überwachung? Welche Unwägbarkeiten entstehen? Mit unserem Konsumverhalten streuen wir Informationen über uns mehr oder minder bereitwillig in die Welt und werden zu potentiellen Versuchsobjekten. Was sind unsere Daten wert? Das Team von #Circe stürzt sich in den Datendschungel und versucht heraus zu finden,  welche Spuren unser digitales Leben in uns hinterlässt.

Mit freundlicher Unterstützung der Heinz und Heide Dürr Stiftung und dem Bezirksamt Pankow, Fachbereich Kunst und Kultur.
 


 

Sa     06.05.         20 Uhr


GRETE nach Goethes Faust

Regie:                          Anja Gronau
Spiel:                           Claudia Wiedemer
Künstl. Mitarbeit:         Marcel Luxinger                                         

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit.
Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..        

Diese Inszenierung bekam den Friedrich-Luft-Preis 2004 
 


 

So     07.05.         20 Uhr


UNTERTAN - Wir sind Dein Volk
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann

Regie:                          Anja Gronau
Spiel:                           Alexander Schröder
Dramaturgie:               Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit:         Marcel Luxinger

Vor über 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann
in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, "war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden
Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt.

Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.  
 


 

Do     11.05.         20 Uhr
Fr      12.05.         20 Uhr


Zum vorerst letzten Mal:
Ein Blick ins Paradies - was damals wirklich geschah
Szenische Lesung
frei nach Mark Twains "Tagebuch von Adam und Eva“.

Spieler:                        Sarah Alles, Charles Rettinghaus,
                                    Benno Lehmann

"Dieses neue Wesen mit den langen Haaren ist ziemlich im Weg. Es lungert immer irgendwo herum und rennt mir hinterher. Es redet wie ein Wasserfall.“ –Adam

"Die ganze Woche bin ich hinter ihm hergelaufen. Reden musste ich, denn er war sehr schüchtern, aber es hat mir nichts ausgemacht. Es schien ihm zu gefallen, dass ich in seiner Nähe war.“ -Eva

Ein akustisch-visueller Ausflug in den Garten Eden. Sprachgewandt, liebevoll und garantiert erleuchtend.
 


 

Sa     13.05.         20 Uhr 
So     14.05.         20 Uhr


DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU
oder The ultimate imitation of life
von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf, Susanne Jansen, Elena Weiß und Alexander Ernst

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs – Halt auf freier Strecke – drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender, und auch der Hund Wolfi ist...
Der Zug steht – keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht.
Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger und sehr moderner
Theaterabend – Monologisch, dialogisch und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut auf‘s banale Leben, die Unzufriedenheit, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments.

„DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU oder The ultimate imitation of life“ ist eine sehr persönliche Bestandsaufnahme über die Auswirkungen einer hochgradig beschleunigten Gesellschaft auf die Menschen, die in ihr leben.
Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus. Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast enpassant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“- aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.

Die Inszenierung wurde für den Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert.



Do     18.05.         20 Uhr
Fr      19.05.         20 Uhr
Sa     20.05.         20 Uhr


Premiere:
DIE MÖWE
nach Tschechow

Regie:              Christine Hofer           
Bühne:             Dirk Seesemann
Es spielen:       Nadine Rosemann, Peter Weiss, Birgit Schneider,
                        Felix Zühlke, Friederike Fink, Stefan Schreiber,
                        Marlies Hanowski                                                                                                
Warum schreiben? Gegen Vergänglichkeit, Vergeblichkeit, um den Motor der Zeitgeschichte zu ölen… für Veränderung. Das Ensemble um Christine Hofer geht dieser Frage in Anton Tschechows „Möwe“ nach.
 
In der „Möwe“ konkurrieren Konstantin Gawrilowitsch Treplew und Boris Alexandrowitsch Trigorin, die beiden Autoren, um die Lesart ihrer Zeit. Dazwischen steht Nina Saretschnaja, die junge Schauspielerin, die vor allem bekannt und geliebt werden möchte. Scheinbar kämpfen sie um neue und alte Formen der Ästhetik, doch es geht im Kern um nichts weniger als den Motor für ihr Schaffen. Warum schreiben? Warum Theater schaffen? Was ist der Antrieb in unserer Zeit dafür? Wie schreiben nach dem Überleben von eigenen Utopien…ziel-und orientierungslos gegen die Blockade angreifend…
 


  

Do     25.05.         20 Uhr
Fr      26.05.         20 Uhr
Sa     27.05.         20 Uhr


Zum letzten Mal:

hardt attacks
Golden Girls GmbH - Aufstand im Altenheim
                                                                      
Regie/Textfassung:                  Wenke Hardt
Ausstattung:                            Alexander Schulz
Choreografie:                           Eli Ho
Produktionsleitung/PR/
dramaturgische Beratung:       Katja Kettner                                                                        Spiel:                                        Veronika Nowag-Jones, Claudia Wiedemer, Monika Wiedemer, 
                                                 Carla Weingarten


                                                       
Vier Freundinnen mit spärlicher Rente haben einen Plan: In Absprache mit dem Leiter einer Seniorenresidenz, der für Gewinnmaximierung über Leichen geht, versuchen sie Pflegestufe 2 zu ergattern. Dafür müssen sie zehn Tage lang Gebrechlichkeit simulieren und alle Pflegemaßnahmen über sich ergehen lassen: Füttern, Toilettengang und Ganzkörperwäsche, egal wer den Lappen schwingt, sadistische Oberschwester, übermüdete Hilfspflegekraft oder Zivi. Es wird nicht leicht für die fitte Frauencombo …

In einer Kombination aus Feldforschung, choreografierter Prosa, Tanz und Schauspiel bearbeitet die Gruppe hardt attacks das Brennpunktthema Pflege.

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten und Rudolf Augstein Stiftung 
 


 

So     28.05.         20 Uhr


Agentur für Anerkennung
DER HORATIER von Heiner Müller
                    
Konzept: Agentur für Anerkennung
Regie: Reto Kamberger
Ausstattung, Dramaturgie: Ute Lindenbeck
Chor: Anna Dieterich
Spiel: Darinka Ezeta, Homa Faghiri, Ayham Hisnawi, Katharina Merschel, Fabian Neupert 

Die Titelfigur in Heiner Müllers Stück vereint einen unauflöslichen Widerspruch in sich. Im Zweikampf erringt der Horatier einen Sieg für seine Stadt, wird aber gleichzeitig zum Mörder an seiner eigenen Schwester, weil diese den Feind – ihren Verlobten - betrauert, statt den Sieger – ihren Bruder – zu bejubeln. Wie nun umgehen mit dem Helden/Mörder? Soll der Sieger geehrt oder der Mörder hingerichtet werden? Wie lassen sich Verdienst und Schuld nebeneinander stellen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben?

Müllers Parabel rüttelt an unserem hehren Selbstbild: Schaffen wir das, politische Ereignisse und ihre Protagonisten vielschichtig zu beurteilen, abwägend, emotional, aber ohne Angst?
Bewerten wir mit der Zukunft im Blick oder machen wir es uns lieber bequem inmitten von Polarisierung und vorschnellen Urteilen. Wir erweitern Müllers Text um persönliche Geschichten und Erfahrungen. Wer sind unsere Helden, wer unsere Schurken und warum?
Können wir die Widersprüche unserer Geschichte(n) aushalten und gemeinsame Zukunftsperspektiven entwickeln?

www.anerkennungen.net
Aufführungsrechte bei henschel Schauspiel Theaterverlag
gefördert von der Heinz- und Heide-Dürr- Stiftung
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de