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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.



SEPTEMBER 2017
 

 

Sa     16.09.    20 Uhr
So     17.09.    20 Uhr


DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU
oder The ultimate imitation of life

von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf, Susanne Jansen, Elena Weiß, Alexander Ernst

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs - Halt auf freier Strecke - drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender, und auch der Hund Wolfi ist... Der Zug steht - keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht.
Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger und sehr moderner Theaterabend - Monologisch, dialogisch, und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut auf‘s banale Leben, die Unzufriedenheit, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments.

„DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU oder The ultimate imitation of life“ ist eine sehr persönliche Bestandsaufnahme über die Auswirkungen einer hochgradig beschleunigten Gesellschaft auf die Menschen, die in ihr leben. Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus. Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast en-passant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“- aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.

Diese Inszenierung wurde zum Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert.
 


 

Do     21.09.    20 Uhr
Fr      22.09.    20Uhr


Gastspiel:
Württembergische Landesbühne Esslingen
DER HALS DER GIRAFFE

von Judith Schalansky

Inszenierung: Johan Heß
Mit: Ursula Berlinghof

Seit über drei Jahrzehnten unterrichtet Inge Lohmark Biologie. Aus tiefster Überzeugung glaubt sie daher Anpassung ist alles. Aber die Kleinstadt schrumpft, der Nachwuchs fehlt – und ihre Schule soll in vier Jahren geschlossen werden.
Der Optimismus der jungen Kollegen zaubert ihr höchstens noch ein müdes Lächeln ins Gesicht. Zu DDR-Zeiten war ihr Mann verantwortlich für die Besamung von Kühen, heute hat er eine Straußenfarm und verbringt seine gesamte Zeit mit den riesigen Vögeln. Die gemeinsame Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA ausgewandert, der Kontakt nur noch sporadisch.
Es scheint nichts und niemanden mehr zu geben, der Inge Lohmarks starres Weltbild ins Wanken bringen kann. Bis sie eines Tages auf die Neuntklässlerin Erika trifft: Erika. Das Heidekraut. Gepflegte Traurigkeit in geneigter Haltung. Sommersprossen auf milchiger Haut. Verrutschtes Auge. Fester, schiefer Blick. Müde und gleichzeitig wach. Unter gar keinen Umständen sollte das Mädchen anders behandelt werden als die anderen hoffnungslosen Gestalten ohne Verstand und Zukunft, aber sie mag Erika…

Judith Schalanskys „Der Hals der Giraffe“ trägt den ironischen Untertitel „Bildungsroman“. Es ist der innere Monolog einer schrulligen, engstirnigen, aber trotzdem anrührenden Frau. Ein antidarwinistisches, humorvolles und gleichzeitig tragisches Manifest.
 


 

Sa     23.09.     20 Uhr


UNTERTAN - Wir sind Dein Volk
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann

Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Dramaturgie: Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger

Vor über 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, “ war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete….“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt.
Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt. In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Weiterbildung und Kultur Berlin Pankow.
 


 

 So     24.09.    20 Uhr


Trilogie der klassischen Mädchen
GRETE
nach Goethes Faust

Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..

Diese Inszenierung bekam den Friedrich-Luft-Preis 2004
 


 

Di     26.09. / 10.30 Uhr ausverkauft
                   + 19.00 Uhr
Mi     27.09. / 10.30 Uhr


CO-STARRING von Theo Frannz
Eine Produktion von I. Schierbaum und Marcus Thomas
in Kooperation mit dem Brandenburger Theater

Regie: Theo Fransz
Ausstattung: Kathrin Mickan, Alexander Brandt
Assistenz: Haymo Schmidt
Spiel: Ilja Schierbaum, Marcus Thomas

Co erwacht eines Morgens und stellt fest, dass sich alles verändert hat. Die Haare stehen ihm zu Berge, seine Hormone spielen verrückt und über seinem Gesicht sind kreuz und quer Pickel verteilt.
Er hat über Nacht die Welt der Kinder verlassen und ist in die der Erwachsen eingetreten. Kurz
entschlossen wird der Teddy an der Schlafzimmertür gekreuzigt, und Co macht sich auf den Weg zur Schule. Er weiß, von diesem Tag an wird sein Leben nie wieder so sein wie es war.

„Mit Mitteln der Comedy wird eine Geschichte der Tragödie des Erwachsenwerdens erzählt. In der radikalen Überzeichnung der Figur steckt das Erfolgsgeheimnis. Mit Geräuschen und Musikeinlagen und mit seltsamen Kopfbewegungen. Diese Geschichte ist grossartig, absurd, völlig unwahrscheinlich und deshalb umso tragischer. Hochvirtuos, fast ohne Ausstattung, wird dieser traumatische Parcours zum Erwachsenwerden und der ersten Liebe gezeigt. Dabei ist kein Mittel zu grob, keine Mimik zu überzogen und kein Geräusch illustrativ genug. (…) Absurd, grotesk, hässlich, exzellent.“
Theater Heute

Rechte: Theaterstückverlag München
 


 

Do     28.09.    20 Uhr
Fr      29.09.    20 Uhr


DIE MÖWE
nach Tschechow

Regie: Christine Hofer
Bühne: Dirk Seesemann
Es spielen: Nadine Rosemann, Peter Weiss, Birgit Schneider,
Felix Zühlke, Friederike Fink, Stefan Schreiber, Marlies Hanowski

Warum schreiben? Gegen Vergänglichkeit, Vergeblichkeit, um den Motor der Zeitgeschichte zu ölen… für Veränderung. Das Ensemble um Christine Hofer geht dieser Frage in Anton Tschechows „Möwe“ nach.

In der „Möwe“ konkurrieren Konstantin Gawrilowitsch Treplew und Boris Alexandrowitsch Trigorin, die beiden Autoren um die Lesart ihrer Zeit. Dazwischen steht Nina Saretschnaja, die junge Schauspielerin, die vor allem bekannt und geliebt werden möchte. Scheinbar kämpfen sie um neue und alte Formen der Ästhetik, doch es geht im Kern um nichts weniger als den Motor für ihr Schaffen. Warum schreiben? Warum Theater schaffen? Was ist der Antrieb in unserer Zeit dafür? Wie schreiben nach dem Überleben von eigenen Utopien…ziel-und orientierungslos gegen die Blockade angreifend…

https://www.youtube.com/watch?v=lx1gCetVQcg
 


 

Sa    30.09.    20 Uhr


DER BAHNWÄRTER SANDOMIR
Nach dem Lesebuchroman von Günter Bruno Fuchs

Mit: Alexander Ernst  –  Sprache, Akkordeon, Bass
      Andreas Nordheim  –   Cornett, Zugtrompete
      KaCe Kaufmann  –  Drums, Percussion

In der Landschaft Sandomir gab es eine Bahnschranke. Der Bahnwärter, der sie bediente, hieß Sandomir, das hatte sich herumgesprochen. Er steht an der Bahnschranke, wartet auf Spaziergänger und erfindet allerlei Wörter. Merkwürdige Begebenheiten ereignen sich an der offenen oder geschlossenen Bahnschranke:
Dort passiert nichts – oder immer dasselbe -, und dann rast der Zug vorbei, ohne zu halten; im Coupé sitzt der Grasfrosch Herr Abendtschrey und vom Güterwagen herab wehrt sich ein Haus gegen seine ehemaligen Bewohner.

Sprache und Musik erzählen skurrile Situationen, die dem Bahnwärter Sandomir über die Schienen laufen; Zugtrompete, Percussions und Akkordeon rasen im Zug an der Schranke vorbei, an der nie jemand aussteigt. –  Oder doch?!

Der Berliner Dichter Günter Bruno Fuchs hat neben zahlreichen Gedichten und Balladen Anfang der 70er Jahre diesen seltsamen, humorvollen „Lesebuchroman“ verfasst.

Nun wird die Geschichte in Musik eingelegt. Drei Musiker vertonen diesen ungewöhnlichen Text mit großer Lust am Spiel der seltsamen Möglichkeiten.

http://www.don-ernesto.com/?page_id=60
 


 

OKTOBER 2017


Do     05.10.     20 Uhr
Fr      06.10.     20 Uhr
Sa     07.10.     20 Uhr


Zum vorläufig letzten Mal
ROSA – Trotz alledem
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Dramaturgie / Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Lutz Wessel,
Arne van Dorsten (Puppenspiel) Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ August Bebel

Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt.

Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen.

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 'Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin'

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg
 

https://www.youtube.com/watch?v=vhvr84sx-ic

 


 

So     08.10.      20 Uhr
Mo     09.10.      20 Uhr


REISE NACH JERUSALEM
oder 141 Tage Warten auf Grünstein

von Miriam Sachs
Ein in den Raum gestelltes Tagebuch

Mit: Miriam Sachs und Karsten Troyke

Judith - alleinerziehend und im Kampf mit ihrem Ex Theo um Sorgerecht und 80qm Territorium der gemeinsamen Wohnung verliebt sich in Grünstein ("Ist das schön, neben einem Mann am Wasser zu liegen -leider ist er Vegetarier und isst nicht einmal Butter. - Und Jude ist er wohl auch!"). Sie beginnt sich für alles Jüdische zu interessieren, schreibt Tagebuch und entdeckt mit traumtänzerischem Blick auf die kleinen Dinge des Lebens und die etwas größeren der Welt ihre eigene Sichtweise auf die fremde Kultur, Religion und Nahostkonflikt."

Das  heißumkämpfte Tagebuch wird auf die Bühne gestellt von Miriam Sachs (Text, Spiel) und dem  jiddische Sänger und Schauspieler Karsten Troyke, ob  geschrieben oder gespielt, gesungen oder gelesen - heimlich oder lauthals, immer subjektiv und ohne Furcht vor Fettnäpfchen.
 


 

Fr       13.10.     20 Uhr
Sa      14.10.     20 Uhr


FEAR TO GO
Eine Angstkiste

                                                                      
mit: Sommer Ulrickson, Christoph Schüchner
 

Haben Sie Panik und keine Ahnung warum? Fürchten Sie immerzu, das Portemonnaie oder den Verstand zu verlieren? Haben Sie ständig Angst vor finanziellem Abstieg, Krankheit, Tod, Terror und dass der Herd nicht abgedreht ist? Fühlen Sie sich deswegen isoliert? Keine Sorge! Sie sind in guter Gesellschaft: Jeder siebte Europäer
kriegt es regelmäßig mit der Angst zu tun. Kommen sie mit uns in die Anti-Angstkiste!

Ein Abend voller erstaunlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse, trostspendender Gegenmittel, Ablenkungsmanöver und Rettungsstrategien inmitten schräger Choreographien und herzerwärmender Lieder.
 


 

So      15.10.      20 Uhr


MUSIKBÜHNE
TASCHENHYMNEN
Konzert mit dem Trio Tsching


mit: Franziska Kraft (Cello)
       Helmut Mittermaier (Tenorsaxophon u.a.)
       Ben Aschenbach (Gitarre)

Die "Taschenhymnen" sind Tschings bisher persönlichstes Album. Im aktuellen Programm und der 3. CD steigt Tsching aus jeglichen stilistischen Schubladen aus und widmet sich gänzlich seinen eigenen kreativen Wurzeln und Einflüssen. Gleichzeitig ziehen die drei Musiker mit einer neuen Instrumentation der Stücke alle Register.
Statt wie bisher auf der ganzen Welt nach den schönsten Klängen und Inspirationen zu suchen, besinnt sich Tsching mit den "Taschenhymnen" auf seinen ganz individuellen künstlerischen Hintergrund. Das Ensemble spürt mit ausschließlich Eigenkompositionen dem Mikrokosmos und den musikalischen Träumen und Erlebnissen nach, die die Entwicklung der Band seit Beginn an mittragen. Alle Stücke sind sehr persönliche, mitunter ganz intime Stimmungsbilder, die den Weg der drei Musiker miteinander zum Klingen bringen.

Franziska Kraft spielt auf einem eigens für sie gebauten fünfsaitigen Baßcello. Multi-
Instrumentalist Helmut Mittermaier verleiht den Bläserstimmen einen Reichtum an Klangfarben. Gitarrist Ben Aschenbach bildet mit seinem virtuosen, akzentuierten und feinfühligen Spiel die Basis für Harmonie und Groove.

Ob man nun dafür den Begriff "Jazz", "Weltmusik" oder "Neo-Klassik" favorisieren möchte, überlässt Tsching dabei immer gerne seinem Publikum.
 

https://www.youtube.com/watch?v=UDVy_cDDpWo
 


 

Do        19.10.     20 Uhr
Fr         20.10.     20 Uhr


KEIN DACH KEIN BODEN
von Amina Gusner

Regie: Amina Gusner 
Ausstattung: Inken Gusner
mit: Inga Wolff und Can Oral
Stimmen:  Peter Rene Lüdicke, Artemis Chalkidou ,
                 Helen Schröder, Max Nowka, Nadine Schori, Rüdiger Rudolph

KEIN DACH KEIN BODEN ist ein Stück basierend auf sechs authentischen Abschiedsbriefen
von Selbstmördern. Eine Schauspielerin, ein Musiker und diverse Geister begegnen sich im Limbus, in einem Zustand des Übergangs: noch nicht im Tode angekommen, noch mit ihrem Leben verbunden, aber eben nicht mehr lebend. 
Ein Spiel mit Erwartungshaltungen, Wut, Erinnerungen, Enttäuschungen entspinnt sich zu einem Konzert aus Stimmen und erinnerten Geräuschen. KEIN DACH KEIN BODEN ist ein polyphones Klanggefüge aus Text, Atmosphären und Gesang. Ein Durchspielen aller
möglichen Leben in einer Stunde. 

Indem Amina Gusner ein Stück über Selbstmörder macht, macht sie ein Stück über das Leben. Und ja, es darf auch gelacht werden, denn Komik und Tragik liegen ja bekanntermaßen dicht bei einander.
 


 

Sa       21.10.     20 Uhr
So       22.10.     20 Uhr


FEAR TO GO
Eine Angstkiste

                                                                      
mit: Sommer Ulrickson, Christoph Schüchner
 

Haben Sie Panik und keine Ahnung warum? Fürchten Sie immerzu, das Portemonnaie oder den Verstand zu verlieren? Haben Sie ständig Angst vor finanziellem Abstieg, Krankheit, Tod, Terror und dass der Herd nicht abgedreht ist? Fühlen Sie sich deswegen isoliert? Keine Sorge! Sie sind in guter Gesellschaft: Jeder siebte Europäer
kriegt es regelmäßig mit der Angst zu tun. Kommen sie mit uns in die Anti-Angstkiste!

Ein Abend voller erstaunlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse, trostspendender Gegenmittel, Ablenkungsmanöver und Rettungsstrategien inmitten schräger Choreographien und herzerwärmender Lieder.
 

 


 

Do     26.10.     20 Uhr
Fr      27.10.     20 Uhr


zum letzten Mal
C
ompanie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung
GUTMENSCHDÄMMERUNG / LES BONNES PAYÉES
frei nach DIE ZOFEN von Jean Genet

Regie: Marcel Luxinger
Ausstattung: Polina Liefers
Dramaturgie: Sabrina Zwach
Spiel: Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre Vorgesetzte von nichtabendländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen. Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und verstricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Strukturen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?
 


 

Sa     28.10.    20 Uhr
So     29.10.    20 Uhr


DIE MÖWE
nach Tschechow

Regie: Christine Hofer
Bühne: Dirk Seesemann
Es spielen: Nadine Rosemann, Peter Weiss, Birgit Schneider,
Felix Zühlke, Friederike Fink, Stefan Schreiber, Marlies Hanowski

Warum schreiben? Gegen Vergänglichkeit, Vergeblichkeit, um den Motor der Zeitgeschichte zu ölen… für Veränderung. Das Ensemble um Christine Hofer geht dieser Frage in Anton Tschechows „Möwe“ nach.

In der „Möwe“ konkurrieren Konstantin Gawrilowitsch Treplew und Boris Alexandrowitsch Trigorin, die beiden Autoren um die Lesart ihrer Zeit. Dazwischen steht Nina Saretschnaja, die junge Schauspielerin, die vor allem bekannt und geliebt werden möchte. Scheinbar kämpfen sie um neue und alte Formen der Ästhetik, doch es geht im Kern um nichts weniger als den Motor für ihr Schaffen. Warum schreiben? Warum Theater schaffen? Was ist der Antrieb in unserer Zeit dafür? Wie schreiben nach dem Überleben von eigenen Utopien…ziel-und orientierungslos gegen die Blockade angreifend…

https://www.youtube.com/watch?v=lx1gCetVQcg
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de