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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 

Mai 2017

 

  

Do     25.05.         20 Uhr
Fr      26.05.         20 Uhr
Sa     27.05.         20 Uhr


Letzte Vorstellungen:
hardt attacks
Golden Girls GmbH - Aufstand im Altenheim
                                                                      
Regie/Textfassung:                  Wenke Hardt
Ausstattung:                            Alexander Schulz
Choreografie:                           Eli Ho
Produktionsleitung/PR/
dramaturgische Beratung:       Katja Kettner  
Spiel:                                        Veronika Nowag-Jones, Claudia Wiedemer,
                                                 Monika Wiedemer, Carla Weingarten
                                                       
Vier Freundinnen mit spärlicher Rente haben einen Plan: In Absprache mit dem Leiter einer Seniorenresidenz, der für Gewinnmaximierung über Leichen geht, versuchen sie Pflegestufe 2 zu ergattern. Dafür müssen sie zehn Tage lang Gebrechlichkeit simulieren und alle Pflegemaßnahmen über sich ergehen lassen: Füttern, Toilettengang und Ganzkörperwäsche, egal wer den Lappen schwingt, sadistische Oberschwester, übermüdete Hilfspflegekraft oder Zivi. Es wird nicht leicht für die fitte Frauencombo …

In einer Kombination aus Feldforschung, choreografierter Prosa, Tanz und Schauspiel bearbeitet die Gruppe hardt attacks das Brennpunktthema Pflege.

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten und Rudolf Augstein Stiftung 
 


 

So     28.05.         20 Uhr


Agentur für Anerkennung
DER HORATIER von Heiner Müller
                    
Konzept: Agentur für Anerkennung
Regie: Reto Kamberger
Ausstattung, Dramaturgie: Ute Lindenbeck
Chor: Anna Dieterich
Spiel: Darinka Ezeta, Homa Faghiri, Ayham Hisnawi, Katharina Merschel, Fabian Neupert 

Die Titelfigur in Heiner Müllers Stück vereint einen unauflöslichen Widerspruch in sich. Im Zweikampf erringt der Horatier einen Sieg für seine Stadt, wird aber gleichzeitig zum Mörder an seiner eigenen Schwester, weil diese den Feind – ihren Verlobten - betrauert, statt den Sieger – ihren Bruder – zu bejubeln. Wie nun umgehen mit dem Helden/Mörder? Soll der Sieger geehrt oder der Mörder hingerichtet werden? Wie lassen sich Verdienst und Schuld nebeneinander stellen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben?

Müllers Parabel rüttelt an unserem hehren Selbstbild: Schaffen wir das, politische Ereignisse und ihre Protagonisten vielschichtig zu beurteilen, abwägend, emotional, aber ohne Angst?
Bewerten wir mit der Zukunft im Blick oder machen wir es uns lieber bequem inmitten von Polarisierung und vorschnellen Urteilen. Wir erweitern Müllers Text um persönliche Geschichten und Erfahrungen. Wer sind unsere Helden, wer unsere Schurken und warum?
Können wir die Widersprüche unserer Geschichte(n) aushalten und gemeinsame Zukunftsperspektiven entwickeln?

www.anerkennungen.net
Aufführungsrechte bei henschel Schauspiel Theaterverlag
gefördert von der Heinz- und Heide-Dürr- Stiftung
 


 

Juni 2017

 
 

Do     01.06.         20 Uhr
Fr      02.06.         20 Uhr


Agentur für Anerkennung
DER HORATIER von Heiner Müller
                    
Konzept: Agentur für Anerkennung
Regie: Reto Kamberger
Ausstattung, Dramaturgie: Ute Lindenbeck
Chor: Anna Dieterich
Spiel: Darinka Ezeta, Homa Faghiri, Ayham Hisnawi, Katharina Merschel, Fabian Neupert 

Die Titelfigur in Heiner Müllers Stück vereint einen unauflöslichen Widerspruch in sich. Im Zweikampf erringt der Horatier einen Sieg für seine Stadt, wird aber gleichzeitig zum Mörder an seiner eigenen Schwester, weil diese den Feind – ihren Verlobten - betrauert, statt den Sieger – ihren Bruder – zu bejubeln. Wie nun umgehen mit dem Helden/Mörder? Soll der Sieger geehrt oder der Mörder hingerichtet werden? Wie lassen sich Verdienst und Schuld nebeneinander stellen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben?

Müllers Parabel rüttelt an unserem hehren Selbstbild: Schaffen wir das, politische Ereignisse und ihre Protagonisten vielschichtig zu beurteilen, abwägend, emotional, aber ohne Angst?
Bewerten wir mit der Zukunft im Blick oder machen wir es uns lieber bequem inmitten von Polarisierung und vorschnellen Urteilen. Wir erweitern Müllers Text um persönliche Geschichten und Erfahrungen. Wer sind unsere Helden, wer unsere Schurken und warum?
Können wir die Widersprüche unserer Geschichte(n) aushalten und gemeinsame Zukunftsperspektiven entwickeln?

www.anerkennungen.net
Aufführungsrechte bei henschel Schauspiel Theaterverlag
gefördert von der Heinz- und Heide-Dürr- Stiftung
 


 

Do     08.06.         20 Uhr
Fr      09.06.         20 Uhr


Deutsche Erstaufführung
ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!
nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“
von Honoré de Balzac


Spiel: Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie: Alexander Schröder
Ausstattung: Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie: Christiane Wiegand
Regieassistenz: Franziska Muche

„Wer lügt? Unser Gefühl? Oder die Welt?“

Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden. Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen.
Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und wo? 
 


 

Sa     10.06.         20 Uhr 
So     11.06.         20 Uhr


Zum vorläufig letzten Mal
DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU
oder The ultimate imitation of life
von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf, Susanne Jansen, Elena Weiß und Alexander Ernst

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs – Halt auf freier Strecke – drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender, und auch der Hund Wolfi ist...
Der Zug steht – keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht.
Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger und sehr moderner
Theaterabend – monologisch, dialogisch und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut auf‘s banale Leben, die Unzufriedenheit, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments.

„DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU oder The ultimate imitation of life“ ist eine sehr persönliche Bestandsaufnahme über die Auswirkungen einer hochgradig beschleunigten Gesellschaft auf die Menschen, die in ihr leben.
Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus. Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast enpassant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“- aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.

Die Inszenierung wurde für den Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert.



 

Do     15.06.         20 Uhr
Fr      16.06.         20 Uhr


PERFORMING ART FESTIVAL
metzner&schüchner
NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN
Eine musikalische Erblastbearbeitung

von und mit: Mareile Metzner & Christoph Schüchner

Zu Vanille-Wildkirsch-Tee und Campari Orange sowie mit dem Soundtrack ihrer Kindheit nehmen metzner & schüchner anhand ihrer persönlichen Familiengeschichte die Folgen von Krieg, Flucht, Extremismus, Identitäts- und Heimatverlust unter die Lupe und die Traumata und Neurosen ihrer Kriegs- und Nachkriegseltern aufs Korn.

Musikalisch und szenisch und mit einer gehörigen Portion Humor arbeiten sie so ihre eigenen
Familiengeschichten auf. Das ist zum Weinen schön, gelegentlich recht dramatisch, immer aber
ehrlich und persönlich.
 


Sa     17.06.         20 Uhr
So     18.06.         20 Uhr


PERFORMING ART FESTIVAL
Zum letzten Mal
Agentur für Anerkennung
DER HORATIER von Heiner Müller
                    
Konzept: Agentur für Anerkennung
Regie: Reto Kamberger
Ausstattung, Dramaturgie: Ute Lindenbeck
Chor: Anna Dieterich
Spiel: Darinka Ezeta, Homa Faghiri, Ayham Hisnawi, Katharina Merschel, Fabian Neupert 

Die Titelfigur in Heiner Müllers Stück vereint einen unauflöslichen Widerspruch in sich. Im Zweikampf erringt der Horatier einen Sieg für seine Stadt, wird aber gleichzeitig zum Mörder an seiner eigenen Schwester, weil diese den Feind – ihren Verlobten - betrauert, statt den Sieger – ihren Bruder – zu bejubeln. Wie nun umgehen mit dem Helden/Mörder? Soll der Sieger geehrt oder der Mörder hingerichtet werden? Wie lassen sich Verdienst und Schuld nebeneinander stellen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben?

Müllers Parabel rüttelt an unserem hehren Selbstbild: Schaffen wir das, politische Ereignisse und ihre Protagonisten vielschichtig zu beurteilen, abwägend, emotional, aber ohne Angst?
Bewerten wir mit der Zukunft im Blick oder machen wir es uns lieber bequem inmitten von Polarisierung und vorschnellen Urteilen. Wir erweitern Müllers Text um persönliche Geschichten und Erfahrungen. Wer sind unsere Helden, wer unsere Schurken und warum?
Können wir die Widersprüche unserer Geschichte(n) aushalten und gemeinsame Zukunftsperspektiven entwickeln?

www.anerkennungen.net
Aufführungsrechte bei henschel Schauspiel Theaterverlag
gefördert von der Heinz- und Heide-Dürr- Stiftung
 


 

Do     22.06.         20 Uhr
Fr      23.06.         20 Uhr


LENZ von Georg Büchner

Mit: Matthias Rheinheimer
Regie: Lutz Lansemann

Der junge revolutionäre Dichter Lenz wird von Goethe und dem Weimarer Fürsten wegen einer angeblichen „Eseley“ ins Exil geschickt und durchwandert das Steintal im Elsaß. Lenz sucht – verarmt und in einer Existenzkrise – bei dem modernen Pfarrer und Sozialpionier Oberlin nach einer neuen Perspektive. Zwei Wochen später wird er aus Waldersbach unter Bewachung in einer Kutsche nach Straßburg gefahren. Fünfzig Jahre später fällt Georg Büchner der Tagebuchbericht Oberlins in die Hände, und er verarbeitet diesen zur Erzählung „Lenz“.

In der Performance ist das Büchnersche Alter Ego des Textes ein sezierender, tanzender,
röchelnder, singender Erzähler, der sich zwischen der Innen- und Außenwelt der Figuren
bewegt.
 


 

Sa     24.06.         20 Uhr
So     25.06.         20 Uhr

Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung)
GUTMENSCHDÄMMERUNG / LES BONNES PAYÉES
frei nach DIE ZOFEN von Jean Genet

Regie: Marcel Luxinger
Ausstattung: Polina Liefers
Dramaturgie: Sabrina Zwach
Spiel: Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre Vorgesetzte von nicht-
abendländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen. Auf perfide
Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und verstricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Strukturen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?
 


 

Fr      30.06.         20 Uhr
Sa      01.07.        20 Uhr
So      02.07.        20 Uhr


Premiere:
ROSA – Trotz alledem
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Musik: Annegret Enderle
Dramaturgie und Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Lutz Wessel, Arne van Dorsten (Puppenspiel), Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“
August Bebel

Vor 100 Jahren zerstörte der Erste Weltkrieg Europa, die Russische Revolution stand kurz bevor – und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als
Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen und Freundschaften.
Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wiederkehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der
Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 'Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin'

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg

 


 


www.theateruntermdach-berlin.de